Der 24. März 2026 war mal wieder ein schwarzer Tag in der Gaming-Branche. Spielegigant Epic Games setzte an diesem Dienstag ganze 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Tür, darunter langjährige und von der Community geliebte Entwickler wie Evan Kinney und Paige Dugre.
Als Grund dafür nannte Epic-CEO Tim Sweeney selbst einen fortlaufenden »Rückgang beim Engagement von Fortnite«, dem erfolgreichsten Spiel des Unternehmens. Schon zu diesem Zeitpunkt stieß diese weitreichende Entscheidung in der Community auf Unverständnis, doch jetzt kippt der Epic-Chef noch weiter Öl ins Feuer.
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»Die besten ihres Faches«
In einem Post auf X kommentiert Sweeney einen Beitrag von Spiele-Journalist Dean Takahashi, der die Massenentlassung als »traurige Nachricht für Epic Games« bezeichnet.
In den kommenden Tagen werden Arbeitgeber eine Flut von Lebensläufen von Mitarbeitern erhalten, die von einmaliger Qualität sind.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Epic seine Einstellungsstandards im Zuge des Wachstums nie gesenkt hat und dass die Entlassungen keine leistungsbezogene »Personaloptimierung« waren, wie Unternehmen dies heutzutage nennen.
Man kann mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass jeder, der »Epic Games« in seinem Lebenslauf stehen hat, zu den besten paar Prozent seines Fachgebiets gehört.
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Sweeney will damit also sagen, dass die Branche durch diesen Schachzug mehr oder weniger auch etwas zurückbekommt. Falls das auf euch jetzt etwas seltsam wirkt, seid ihr damit nicht allein. In den Kommentaren unter dem Post und in Beiträgen auf anderen Seiten, wie Reddit, macht sich die Community Luft.
- X-User BackersGamesF schreibt: »Du hast deine besten Mitarbeiter entlassen. Wie kannst du das [Evan Kinney] nur antun? Er hat dein verdammtes Spiel gebaut. Das kannst du nicht ernst meinen«
- X-User TheActMan_YT schreibt: »LMAO, du willst also sagen, dass Epic Games keinen Respekt vor seinen talentierten Mitarbeitern hat?? Sehr aufschlussreich, Tim.«
- Reddit-User mugwhyrt schreibt: »Das ist, als würde ein Junkie deinen Fernseher stehlen und dann behaupten, das sei eigentlich gut, weil die Fernsehverkäufer jetzt einen neuen Kunden haben.«
Mit seinem Post bietet der ohnehin umstrittene CEO Sweeney erneut Fläche für Kritik. Auch wenn er seinen ehemaligen Angestellten vermeintlich ein Kompliment macht, wirken Aussagen wie diese auf viele im besten Fall wie typischer Manager-Sprech, im schlechtesten einfach nur zynisch.
Diese neue Kritik aus der Community reiht sich ein in eine breitere Debatte über die Prioritäten des Unternehmens, nicht nur in Hinblick auf die Massenentlassungen. Mehr dazu lest ihr in den Artikeln oben in der Linkbox.
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