Gaming-Laptop trotz RAM-Krise? Hier sind 5 Notebooks bis 1.500 Euro, die ich euch empfehlen kann

Trotz der anhaltenden RAM-Krise habe ich für euch einige bezahlbare Gaming-Notebooks unter 1.500 Euro gefunden.

Bald könnten Gaming-Laptops für viele leider unbezahlbar werden. (Quelle: Asus) Bald könnten Gaming-Laptops für viele leider unbezahlbar werden. (Quelle: Asus)

Wir hatten erst gestern darüber berichtet, dass die anhaltende RAM-Krise die Preise für Laptops auch in der näheren Zukunft kräftig steigen lässt. Wer jetzt noch ein brauchbares und halbwegs bezahlbares Gaming-Notebook haben möchte, muss lange suchen.

Diese Arbeit habe ich euch abgenommen und stelle euch nachfolgend einige Geräte vor, die nicht mehr als 1.500 Euro kosten.

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Sven ist seit Oktober 2024 Teil der GameStar-Tech Redaktion. Er ist ausgebildeter Fachinformatiker und war unter anderem bei Heise und ComputerBase als Redakteur tätig. Neben Musik der etwas härteren Art hat er auch privat ein ausgeprägtes Faible für technische Geräte, egal ob Laptop, Smartphone oder ganz normale PC-Hardware.

Lenovo Legion 5 15IRX10

  • CPU: Intel Core 5 210H mit 8 Kernen und max. 4,8 GHz
  • Grafik: Nvidia RTX 5060 mit 8-GB-VRAM (TGP: 115 Watt)
  • RAM: 2x 8-GB-DDR5-5600
  • Display: 15,6-Zoll-IPS mit einer Auflösung 1920 x 1080 Pixel (114 Hertz)
  • SSD: 1x 1-TB-M.2
  • Betriebssystem: Wird ohne Betriebssystem geliefert
  • Abmessungen: 360 x 29 x 240 Millimeter

Dieses interessante Notebook gibt es aktuell für 1.499 Euro. Dafür bekommt ihr ein schönes OLED-Display, das mit 15,1 Zoll ein eher ungewöhnliches Format aufweist. Der Hersteller baut eine RTX 5070 in das Gerät ein, die sogar mit der vollen TGP von 115 Watt (inkl. Dynamic Boost) laufen darf. Nicht unerwähnt dürfen die 32-GB-DDR5-RAM bleiben, die aktuell alleine schon gut 240 Euro kosten.

Die CPU wurde bereits 2023 vorgestellt und ist nicht mehr ganz taufrisch. Mit ihren 20 Kernen sollte sie aber für alle Anwendungen und zum Zocken mehr als genug Leistung bieten. Vor sechs Monaten hätte ich dieses Notebook niemals für 1.499 Euro empfohlen, in Anbetracht der aktuellen Lage könnt ihr mit diesem Gerät aber nicht viel falsch machen.

Medion Erazer Deputy 15 P1

  • CPU: Intel Core 5 210H mit 8 Kernen und max. 4,8 GHz
  • Grafik: Nvidia RTX 5060 mit 8-GB-VRAM (TGP: 115 Watt)
  • RAM: 2x 8-GB-DDR5-5600
  • Display: 15,6-Zoll-IPS mit einer Auflösung 1920 x 1080 Pixel (144 Hertz)
  • SSD: 1x 1-TB-M.2
  • Betriebssystem: Wird ohne Betriebssystem geliefert
  • Abmessungen: 360 x 29 x 240 Millimeter

Auch für knapp unter 1.000 Euro könnt ihr einen spieletauglichen Laptop mit halbwegs aktueller Hardware bekommen. Das Erazer Deputy 15 P1 besitzt eine RTX 5060 Grafikkarte aus Nvidias aktueller Blackwell-Generation. Die Leistung steht dank einer TGP von 115 Watt (inkl. Dynmic Boost) vollständig zur Verfügung. 

Für 999 Euro gibt es darüber hinaus mit 16-GB-RAM und einer 1-TB-SSD eine solide Ausstattung. Auch bei diesem Modell ist die CPU bereits etwas älter, die Leistung würde ich in der Mittelklasse einordnen. Für High-End-Grafikkarten wäre das wohl keine gute Wahl, in Kombination mit einer RTX 5060 geht das aber in Ordnung.

Zur maximalen Helligkeit des IPS-Displays macht der Hersteller leider keine Angaben, ich würde aber mal von 300 cd/​m² ausgehen, was dem Standard dieser Preisklasse entspricht. Damit eignet sich das Medion Deputy nicht für den Einsatz in besonders hellen Umgebungen.

Asus ROG Strix G16

  • CPU: AMD Ryzen 9 8940 HX mit 16 Kernen und max. 5,3 GHz
  • Grafik: Nvidia RTX 5060 mit 8-GB-VRAM (TGP: 115 Watt)
  • RAM: 2x 8-GB-DDR5-5200
  • Display: 16-Zoll-IPS mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel (165 Hertz)
  • SSD: 1x 1-TB-M.2
  • Betriebssystem: Wird ohne Betriebssystem geliefert
  • Abmessungen: 354 x 22,6 bis 30,4 x 264 Millimeter

Das Glanzstück des Strix G16 ist sicherlich seine CPU! Der AMD Ryzen 9 8940HX liefert mit seinen 16 Kernen mehr als genug Leistung für die üblichen Anwendungen und natürlich auch für Spiele. Diesen Prozessor kombiniert Asus mit einer RTX 5060, die mit der maximalen TGP betrieben wird.

Gespart wurde dagegen beim Display. Zwar deckt das entspiegelte Panel 100 Prozent des sRGB-Farbraumes ab, wird aber nur 300 cd/​m² hell. Damit bevorzugt das Strix G16 in dieser Konfiguration eher etwas dunklere Orte. Für die Leistungsklasse gut gewählt sind die 16-GB-DDR5-Arbeitsspeicher

Es gibt bei diesem Angebot allerdings einen Haken: es wird kein Betriebssystem vorinstalliert. Das bedeutet, ihr müsst nach dem Kauf erst einmal selbst tätig werden und das OS installieren. Falls ihr keine gültige Lizenz habt, müsst ihr den Preis dafür natürlich direkt einkalkulieren.

Gigabyte Aero X16

  • CPU: AMD Ryzen AI 7 350 mit 8 Kernen und max. 5,0 GHz
  • Grafik: Nvidia RTX 5060 mit 8-GB-VRAM (TGP: 85 Watt)
  • RAM: 2x 16-GB-DDR5-5600
  • Display: 16-Zoll-IPS mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel (165 Hertz)
  • SSD: 1x 1-TB-M.2
  • Betriebssystem: Windows 11 Home
  • Abmessungen: 355 x 16,7 bis 19,9 x 250,7 Millimeter

Das Aero hatten wir mit der RTX 5070 bereits im Test, wo es mit einer soliden Verarbeitung und guten Akkulaufzeiten punkten konnte. Der Bildschirm war ebenfalls gut, dank einer maximalen Helligkeit von 400 cd/​m² ist auch in helleren Umgebungen eine gute Ablesbarkeit gegeben.  

Der große Schwachpunkt ist die reduzierte TGP der Grafikkarte. Die RTX 5060 läuft hier leider nur mit 85 Watt statt der maximal möglichen 100 Watt. Falls ihr nicht wisst, was es mit der TGP auf sich hat, empfehle ich euch meinen Artikel TGP bei Laptops: Kaum ein anderes Detail entscheidet so stark über die Leistung – und wird so oft übersehen.

Mit 85 Watt dürfte die RTX 5060 wohl etwa auf dem Niveau einer RTX 5050 mit 100 Watt liegen. Dessen solltet ihr euch vor einem Kauf bewusst sein. Davon abgesehen ist das Aero X16 ein solides Gerät.

HP Omen 16

  • CPU: Intel Core Ultra 7 255H mit 16 Kernen und max. 5,1 GHz
  • Grafik: Nvidia RTX 5070 mit 8-GB-VRAM (TGP: keine Angabe des Herstellers)
  • RAM: 1x 24-GB-DDR5-5600
  • Display: 16-Zoll-IPS mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixel (165 Hertz)
  • SSD: 1x 1-TB-M.2
  • Betriebssystem: Wird ohne Betriebssystem geliefert
  • Abmessungen: 357,5 x 237, bis 25,4 x 269 Millimeter

HP hat das Omen 16 für 1.299 Euro im Angebot. Die Intel Core Ultra 7 255H ist nach wie vor aktuell und liefert mit ihren 16 Kernen eine gute Leistung in allen Bereichen. Bei der TGP der verbauten RTX 5070 schweigt sich der Hersteller leider aus, hier würde ich mir mehr Transparenz wünschen. Es ist also nicht auszuschließen, dass die TGP reduziert wird und ihr vielleicht nur die Leistung einer RTX 5060 bekommt.

Nicht gespart hat HP beim Display, das IPS-Panel leuchtet mit einer maximalen Helligkeit von 400 cd/​m², was auch einen Einsatz in helleren Umgebungen erlaubt. Die RAM-Konfiguration ist bei diesem Modell interessant, ab Werk ist ein einzelnes  24-GB-Modul verbaut, ein weiterer Slot ist vorhanden und kann bei Bedarf belegt werden. Auch bei diesem Gerät wird kein Betriebssystem vorinstalliert.

Bonus Tipp: Acer Nitro 16S AI 

  • CPU: AMD Ryzen AI 7 350 mit 8 Kernen und max. 5,0 GHz
  • Grafik: Nvidia RTX 5070 Ti mit 12-GB-VRAM (TGP: 115 Watt)
  • RAM: 2x 16-GB-DDR5
  • Display: 16-Zoll-IPS mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel (180 Hertz)
  • SSD: 1x 1-TB-M.2
  • Betriebssystem: Windows 11 Home
  • Abmessungen: 356,78 x 20,99 x 275,5 Millimeter

Das Acer Nitro 16S AI hatte ich bereits letzten November im Deal-Check. Damals war das Gerät mit 1.627 Euro das günstigste Gaming-Notebook mit RTX 5070 Ti. Nun ja, es ist auch heute noch das günstigste Modell mit der Grafikkarte, nur mittlerweile kostet es 1.899 Euro. Alles über die Stärken und Schwächen könnt ihr in meinem dazugehörigen Artikel lesen. Trotz des deutlich gestiegenen Preises ist das 16S nach wie vor eine Empfehlung für alle ambitionierten Spieler, auch wenn es die 1.500-Euro-Marke deutlich sprengt.

Fazit

Trotz anhaltender RAM-Krise gibt es auch Ende Januar noch bezahlbare Gaming-Laptops. Es ist aber schon bitter, dass manche der hier genannten Geräte vor wenigen Monaten noch mehrere hundert Euro billiger waren. Wie auch immer, billiger als jetzt wird es wohl für längere Zeit nicht mehr werden. Falls ihr euch jetzt noch ein Gaming-Notebook anschaffen wollt, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

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