Vor 44 Jahren war Kurt Russell in einer seiner coolsten Rolle auf der Kinoleinwand unterwegs: In Escape From New York (oder zu Deutsch: Die Klapperschlange) rettete der knallharte Söldner den US-Präsidenten aus einer riesigen Gefängnis-Stadt.
Und wie es für Hollywood alles andere als unüblich ist, wurde fleißig an einem dritten Teil der Reihe gearbeitet. Mal als Remake, mal als Reboot, mal als vollwertiges Sequel konzipiert, sollte seit 2007 ein neuer Film an den zweiten Teil Escape From LA anschließen. Zumindest mehr oder weniger direkt.
Im Verlauf von stolzen 18 Jahren versuchten sich insgesamt zehn unterschiedliche Regisseure sowie Drehbuchautoren und sogar zwei verschiedene Filmstudios daran, Snake Plissken ein weiteres Abenteuer zu spendieren. Doch daraus wurde offensichtlich bis heute nichts.
Was sagt einer der Ex-Regisseure zur Rückkehr von Snake Plissken?
Um 2019 war Leigh Whannell (Saw, Der Unsichtbare) an der Reihe, dessen neuester Film Wolf Man seit dem 16. Januar in den Kinos läuft. Dieses Projekt auf die große Leinwand zu bringen, war für Whannell kein leichtes Unterfangen. Deswegen erschien es ComicBook wohl naheliegend, den Filmemacher auf den aktuellen Stand des geplanten Klapperschlange-Films anzusprechen.
Whannells Antwort macht allerdings nicht gerade Hoffnung darauf, dass aus dem neuen Escape From New York in absehbarer Zeit etwas wird. Er gibt eine eher pessimistische Einschätzung dazu, nachdem er selbst einige Jahre an einem Versuch daran beteiligt war:
Das Witzige an der Filmindustrie ist, dass Projekte aus so vielen unterschiedlichen Gründen scheitern können. Es kann so etwas Triviales sein wie Oh, wir haben auf einmal die Rechte verloren
oder dass man sich mit den Produzenten nicht versteht. Ich habe das Gefühl, dass die Projekte, aus denen wirklich etwas wird, fast schon Unfällen gleichkommen.
Ich denke, wenn Escape From New York tatsächlich nochmal bei mir auf der Türschwelle stehen würde, dann würde ich darüber nachdenken. Aber im Moment wird [aus dem Projekt] nichts.
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Die Klapperschlange - Kino-Trailer zum Cyberpunk-Klassiker von 1981
Was ist der aktuelle Stand?
Natürlich kann Whannell nur für sich selbst sprechen. Denn nachdem er aus dem Projekt ausstieg, traten die Regisseure Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett (Scream) in seine Fußstapfen. Das Duo wollte Escape From New York kein Reboot oder Remake, sondern stattdessen eine vollwertige Fortsetzung spendieren.
Im Mai 2024 wurde allerdings (ebenfalls via ComicBook) bekannt, dass auch die beiden Filmemacher sich von der Klapperschlange verabschieden mussten. Damit reiht sich das Duo hinter Len Wiseman (Underworld), Brett Ratner (Rush Hour oder Robert Rodriguez (Sin City) ein, die sich ebenfalls an der Rückkehr von Snake Plissken versuchten.
Seitdem ist es recht still um ein Comeback von Escape From New York geworden. Basierend auf der schwierigen rechtlichen Lage, die Bettinelli-Olpin und Gillett als ausschlaggebenden Grund für ihr Scheitern angegeben hatten, sollten Fans des Sci-Fi-Klassikers von John Carpenter nicht unbedingt damit rechnen.
Übrigens soll es in absehbarer Zeit dafür mit zwei anderen Action-Kamellen ein Wiedersehen geben: Für Edgar Wrights Neuverfilmung von The Running Man steht Glenn Powell statt Arnold Schwarzenegger vor der Kamera. Währenddessen arbeitet James Cameron an einem neuen Terminator-Film. Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
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