Das Universum von Warhammer 40K ist schon auf sich allein bezogen riesig. Es gibt Tabletop-Spiele, Videospiele, Bücher, Serien, Filme und sogar Sammelkarten. Kein Wunder also, dass die Lore dahinter unglaublich tief geht. Aber wenn man den Horizont nur etwas erweitert, kann man sogar noch viel mehr finden.
Seit Jahrzehnten spekulieren Fans darüber, inwieweit der Sci-Fi-Horror-Klassiker Event Horizon von 1997 mit Warhammer 40K verbunden sein könnte. Offiziell besteht zwischen den beiden Universen kein Zusammenhang, doch es gibt verdächtige Parallelen zwischen ihnen. Im Prequel-Comic Event Horizon: Dark Descent werden diese 28 Jahre nach dem Film-Release noch deutlicher.
Seht euch hiermit vor Spoilern bezüglich der Geschichte von Event Horizon gewarnt.
Event Horizon: Das inoffizielle Warhammer-40K-Prequel
Warhammer 40K ist ein düsteres, brutales Science-Fantasy-Universum, das in einer fernen Zukunft des 41. Jahrtausends spielt. Allein der Ton des Franchise deckt sich schon mal mit Event Horizon, aber hier hört es noch nicht auf.
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Warhammer 40K läutet ein großes neues Story-Kapitel ein und der Held aus Space Marine 2 nimmt eine zentrale Rolle ein
Ein wichtiger Teil der Welt in Warhammer 40K ist der Warp - ein Hyperraum, der parallel zum Realraum existiert. Hier ist von Naturgesetzen, Zeit und Raum keine Spur. Stattdessen herrscht mentale Energie, sogenannte Warp-Materie. Es handelt sich um ein sehr abstraktes Konzept, aber die Menschheit hat einen praktischen Nutzen für den Warp gefunden: überlichtschnelle Reisen und Kommunikation. Man kann den Warp sozusagen als effiziente Abkürzung nutzen.
Allerdings ist dieser Raum weit davon entfernt, ungefährlich zu sein. Sogenannte Chaos-Götter nähren sich im Warp von negativen Emotionen der Menschen aus dem Realraum und repräsentieren Dinge wie Blutvergießen, Krankheit und Hinterlist. Man könnte den Warp also als eine Art Hölle beschreiben, in der man einen qualvollen Tod stirbt, wenn man keine Ahnung hat, was man tut.
Ein ganz ähnlicher »Ort« existiert auch in Event Horizon. Diese Geschichte spielt allerdings lange vor dem Zeitraum, der in Warhammer 40K behandelt wird - im Jahr 2047.
Das titelgebende Raumschiff ist nahe dem Planeten Neptun verschollen gegangen. Seine Mission war es, mit einer ganz neuen Technologie die Grenzen unseres Sonnensystems auszuloten. Diese Technologie ermöglicht es, ein künstliches Schwarzes Loch zu erzeugen und den Weltraum dadurch mit Überlichtgeschwindigkeit zu durchqueren. Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor.
Das Bergungsraumschiff namens Lewis & Clark findet im Film die mittlerweile verwaiste Event Horizon schließlich und entdeckt die furchterregende Ursache für den Tod der Besatzung. Das Schiff war über das Schwarze Loch in eine Paralleldimension gelangt, die nur so strotzt vor Chaos und Gewalt. Diese Verderbnis kam über die Mannschaft an Bord her und brachte sie dazu, sich gegenseitig umzubringen.
Wenn man es also nicht besser wüsste, könnte man diese Geschichte glatt als Origin-Story für die menschliche Nutzung des Warps in Warhammer 40K sehen. Und das tun Fans dieser beiden Universum seit etlichen Jahren auch, wie beispielsweise Ryan Whitham 2016 auf Geek.com (Archiv-Version) oder diese Reddit-Abhandlung zeigen:
Link zum Reddit-Inhalt
Event Horizon: Dark Descent verdichtet die Fan-Theorie
2025 erschien mit Event Horizon: Dark Descent ein Prequel zum Film von vor 28 Jahren. Während das Schicksal des Schiffs im Sci-Fi-Streifen nur im Nachhinein aufgedeckt wird, bekommen wir im Comic die volle Breitseite. Hier erfahren wir aus erster Hand, was mit der Crew der Event Horizon passiert ist.
In Band 3 sehen wir zum ersten Mal die höllische Ebene der Qualen, der die Besatzung anheimgefallen ist und ihr Name ist »Das Chaosreich«. Wir haben hier also eine direkte Parallele zum Reich der Chaos-Götter, die in Warhammer 40K für alles stehen, was schlecht ist und jeden ins Unheil stürzen, der es wagt ihren Weg zu kreuzen.
Man kann kaum mehr von einem Zufall sprechen. Zumal der Drehbuchautor des Original-Films, Philip Eisner, 2017 auf X (damals noch Twitter, Archiv-Version) eingeräumt hat, dass er viel Zeit mit Warhammer 40K verbracht hat: »Ich habe 40K bis zum Umfallen gespielt, also war es definitiv ein Einfluss, bewusst oder unbewusst.«
Christian Ward, Tristan Jones und Pip Martin schlagen mit ihrem Comic-Prequel also in eine bereits tiefe Kerbe hinein und untermauern die Fan-Theorie noch mehr.
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