T-Rex aus Jurassic Park und Todeskrallen aus Fallout entstanden mit einer identischen Technik – obwohl 32 Jahre dazwischenliegen

Die »Clawdius« getaufte Kreatur wird von gleich fünf Puppenspielern bedient.

Eine Mischung aus Animatronics und Computereffekten kam schon 1993 bei »Jurassic Park« zum Einsatz. (Bildquellen: Universal, Wizards of the CoastHasbro) Eine Mischung aus Animatronics und Computereffekten kam schon 1993 bei »Jurassic Park« zum Einsatz. (Bildquellen: Universal, Wizards of the Coast/Hasbro)

Fallout Staffel 2 kommt gut an. Schon zum Start prognostizierten Kritikerinnen und Kritiker, dass sich die neue Season auf jeden Fall lohnt. Auf Rotten Tomatoes steht die Serie derzeit bei einem Tomatometer von 97 Prozent respektive 96 Prozent beim Popcornmeter.

Der Erfolg fußt auf vielerlei Punkten, einer davon sind sicher die praktischen Effekte. Laut Showrunner Jonathan Nolan sind fast alle Effekte echt. So auch bei den Todeskrallen.

Dabei setzen die Macher auf dieselbe Technologie, wie Steven Spielberg 1993 bei »Jurassic Park«, schreibt IGN.

  • Großformatige Puppen
  • Moderne visuelle Effekte von Industrial Light and Magic

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So sagt Nolan im Gespräch mit IGN über die Mischung aus praktischen und digitalen Effekten:

Es ist immer ein Zusammenspiel einiger Kreaturen oder so realistisch, wie wir sie gestalten können. Außerdem ist es ein Balanceakt – oder vielleicht eher ein Ringkampf – zwischen unseren Teams für praktische Effekte, Spezialeffekte und visuelle Effekte.

Die Limitationen, so der Showrunner, waren bereits vorher klar. Von Anfang an war sich Nolan sicher, dass sie keine Todeskralle in Originalgröße hätten nachbauen können. Stattdessen konzentrierten sich die Macher auf Kopf, Gesicht und Klauen sowie einige Schlüsselaspekte der Kreatur.

Wichtig war ihm auch, den Todeskrallen so viel Realität einzuhauchen, wie es geht, sodass die Schauspielerinnen und Schauspieler damit agieren können.

Es braucht bis zu fünf Puppenspieler, um eine Todeskralle zu steuern.

  • Eine Person trägt den Rumpf der Kreatur.
  • Zwei Personen bedienen die Arme.
  • Ein Puppenspieler steuert Nacken und Kopf.
  • Die fünfte Person ist ausschließlich für den Kiefer zuständig.

In einem Behind-the-Scenes-Video von IGN verrät Legacy Effects, die Firma, welche sowohl die Todeskrallen als auch die Powerarmors gebaut hat, wie groß die Puppe der gehörnten Kreatur ist.

Es steckt viel Kunst, Wissenschaft und Technik darin, alles mit dem Ziel, es simpel zu halten, damit jemand es tragen kann. Mit dem Schwanz und allem zusammen ist es [die Deathclaw-Puppe] etwa 4 Meter lang und 2,7 Meter hoch.

Sogar der Original-Designer der Todeskralle zeigt sich begeistert von Clawdius. So tauften die Macher die Todeskrallenpuppe, wie in einem Beitrag auf X zu lesen ist.

Fans der Videospiele wissen, dass die Todeskrallen nicht durch radioaktive Verstrahlung entstanden sind. Schon bevor die Bomben fielen, hat die US-Regierung genetisch verschiedenste Tiere in einen Topf geworfen und kräftig umgerührt. Daraufhin entstanden die Todeskrallen. Erst nach der Katastrophe haben sich die tödlichen Bestien im Ödland breitgemacht, wo sie nun auf mutige Spielerinnen und Spieler warten.

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