Forza Motorsport 7 - Performance, Grafik und Technik

Wir haben uns die finale Release-Version von Forza Motorsport 7 in Sachen Performance sowie Systemvoraussetzungen angesehen und vergleichen sie mit der noch ruckeligen Demo.

von Christoph Liedtke,
15.10.2017 15:23 Uhr

Forza Motorsport 7 - Die Demo auf PC und Xbox One im Grafikvergleich 3:27 Forza Motorsport 7 - Die Demo auf PC und Xbox One im Grafikvergleich

Update: Nvidia will mit dem neuen Geforce-Treiber 387.92 weitere Optimierungen für Forza 7 vorgenommen haben und verspricht deutliche Leistungssteigerungen. Grund genug, den neuen Treiber mit dem alten (Version 385.69) zu vergleichen.

Für unsere Benchmarks schnappen wir uns jeweils eine Geforce GTX 1080 Ti und eine GTX 1060. Unsere Benchmarks führen wir in maximalen Details samt 16x AF und 8x MSAA durch. In bis zu drei Auflösungen (Full HD, WQHD und 4K/UHD) brettern wir dabei eine Runde lang über die Rennstrecke »Lime Rock«.

Forza 7 Full HD
1920x1080, maximale Details, 16x AF, 8x MSAA

  • Durchschnittliche fps
158,6
143,1
103,7
94,8
  • 0,0
  • 32,0
  • 64,0
  • 96,0
  • 128,0
  • 160,0

Forza 7 WQHD
2560x1440, maximale Details, 16x AF, 8x MSAA

  • Durchschnittliche fps
155,2
137,6
88,6
80,4
  • 0,0
  • 32,0
  • 64,0
  • 96,0
  • 128,0
  • 160,0

Forza 7 4K/UHD
3840x2160, maximale Details, 16x AF, 8x MSAA

  • Durchschnittliche fps
120,4
110,7
  • 0,0
  • 26,0
  • 52,0
  • 78,0
  • 104,0
  • 130,0

Der neue Treiber hält, was Nvidia verspricht und steigert die Leistung um durchschnittlich über zehn Prozent. Damit übernimmt die GTX 1080 Ti wieder die Führung in Full HD, die noch mit dem alten Treiber einer RX Vega 56 unterlegen war. In höheren Auflösungen baut Nvidia zudem den Vorsprung gegenüber AMD weiter aus.

Auch im Duell der Mittelklasse-Grafikkarten GTX 1060 und RX 580 kann sich Nvidia behaupten und zieht dank des fps-Zuwachs in Full HD und WQHD etwas deutlicher an der RX 580 vorbei.

Ursprünglicher Artikel: Mit Forza Motorsport 7 steht am 3. Oktober 2017 das bisher erste Forza-Spiel der Hauptserie für PC-Spieler in den Startlöchern. Nachdem die im September veröffentlichte Demo zwar mit toller Grafik punktete, traten dabei aber noch einige technische Probleme auf.

Wir haben uns kurz vor der Veröffentlichung einen ersten Überblick des fertigen Spiel verschafft und klären, was sich im Vergleich zur Demo bessert und wie die Performance ausfällt.

Offizielle Systemanforderungen

Minimal

Empfohlen

Betriebssystem

Windows 10 Version 15063, »Creators Update«

Prozessor

Intel Core i5 750
AMD FX 6300

Intel Core i5 4460
AMD FX 8350

Arbeitsspeicher

8,0 GByte

Grafikkarte

Nvidia Geforce GTX 650
AMD Radeon R7 250X
mit je 2,0 GByte VRAM

Nvidia Geforce GTX 670
AMD Radeon RX 560
mit je 4,0 GByte VRAM

Speicherplatz

95,0 GByte

Um Forza 7 zu installieren bedarf es eines aktuellen Windows 10 mitsamt des Creator Updates sowie rund 95,0 Gigabyte freien Festplattenspeichers. Das exklusiv im Windows Store vertriebene Forza 7 setzt auf DirectX 12, entsprechend gibt es Probleme mit Overlays von Tools wie etwa Fraps.

Wir verwenden stattdessen die jeweils neuesten Versionen von OCAT und Afterburner, sowie aktuelle Grafikkartentreiber von AMD (17.9.3) und Nvidia (385.69).

Gegenüber der Forza 7 Demo sind in der Release-Version von Forza 7 die Ruckler im Menü und während der Ladezeiten nahezu verschwunden. Die besonders stark stockenden Animationen während des Spielstarts gehören ebenfalls der Vergangenheit an, sie wurden kurzerhand durch ein starres Hintergrundbild ersetzt.

Grafikmenü und Grafikvergleich

Das Grafikmenü: Standard Forza 7 passt die Grafik dynamisch an die Hardware an. Die »Dynamische Optimierung« kann aber auch abgewählt werden.

Erweitert 1/3 Trotz der Individuellen-Auswahl im vorigen Tab, sind sämtliche Grafikoptionen noch auf »dynamisch« eingestellt.

Erweitert 2/3 Die Optionen sind reichhaltig, Kanten werden per MSAA geglättet, die Bildrate ist nicht mehr nur auf maximal 60 fps beschränkt.

Erweitert 3/3 Insgesamt stehen 17 Grafikoptionen bereit, die in bis zu vier Detailstufen verändert werden können.

Das vielfältige Grafikmenü beschert Individualisten auch weiterhin 17 Optionen, die in bis zu vier Detailstufen verändert werden können. Forza 7 passt die Grafik zunächst dynamisch an die Hardware an, eine Konfiguration ist aber jederzeit möglich. Allerdings ist diese etwas umständlich, da jeder Regler manuell nachjustiert werden muss.

Die Limitierung der Bildrate auf 60 fps ist in der Release-Version von Forza 7 im Gegensatz zur Demo verschwunden.

Optisch macht Forza Motorsport 7 eine gute Figur, speziell die detaillierten Fahrzeuge und die hochaufgelösten Texturen überzeugen. Abseits der Piste wirkt das Spiel auf uns aber etwas zu leblos, starre Vegetation und kantige Tribünen mindern den positiven Gesamteindruck etwas. Die insgesamt sehenswerten Wettereffekte entschädigen aber wieder etwas dafür.

Forza 7: Minimale Details Selbst mit minimalen Details sehen die Fahrzeuge in Forza 7 noch gut aus. Ohne Kantenglättung flimmern aber vor allem Tribünen.

Maximale Details Mit maximalen Details legt der Realismus ein Tick zu, Kanten werden dank vierfachem MSAA gut geglättet und auch die Schatten wirken knackiger.

Full HD, WQHD und 4K/UHD Performance

Für unsere Benchmarks fahren wir mit maximalen Details samt achtfachter MSAA-Kantenglättung in einem Mazda RX-7 Twerkstallion bei regnerischem Wetter auf der Strecke Le Mans. Um die fps zu protokollieren verwenden wir die neueste Version von OCAT, alle Karten haben wir mit den jeweils neuesten Treibern (AMD 17.9.3, Nvidia 385.69) versehen.

Unsere ersten Runden attestieren einer Geforce GTX 970 eine durchaus gute Full-HD-Performance, im Schnitt erreichen wir mit der immer noch sehr häufig anzutreffenden Nvidia-Grafikkarte über 60 fps. In WQHD-Auflösung (2560x1440) bricht die Leistung der im Speicher beschnittenen Karte ein, mit unter 50 Bildern pro Sekunde leidet das sehr direkte Gameplay von Forza 7 auch etwas.

Ein Kopf-an-Kopf-Duell liefern sich indes die beiden Mittelklasse-Grafikkarten Radeon RX 580 und GTX 1060. Sind beide Kontrahenten in WQHD noch annähernd gleichauf, geht AMD in Full HD leicht in Führung, Nvidia hat hingegen in 4K/UHD die Nase vorn. In letzerem Szenario liefern aber beide Pixelbeschleuniger nicht mehr durchgehend 60 fps, problemlos spielbar bleibt Forza 7 aber auch weiterhin.

Die RX Vega 56 schlägt sich unerwartet gut in Forza 7 und kann sogar einer 1080 TiDie RX Vega 56 schlägt sich unerwartet gut in Forza 7 und kann sogar einer 1080 Ti

Um die 60-fps-Marke in 4K/UHD-Auflösung mit maximalen Details zu sprengen, bedarf es auf Seiten Nvidias mindestens einer GTX 1070, bei AMD muss es zwingend eine RX Vega 56 sein.

Dabei überrascht die RX Vega 56 mit einer unerwartet hohen Performance in allen drei von uns getesteten Auflösungen. Die kleine Vega kann in Full HD sogar eine GTX 1080 Ti übertrumpfen, was vermutlich an der vergleichsweise geringen Auflösung sowie eventuell DX12 respektive Async Compute liegt.

Und die Vega 56 schlägt sich selbst noch in WQHD tapfer, wo Nvidias 1080 Ti das fps-Zepter aber wieder an sich reißt. In 4k/UHD-Auflösung liefert sich die Vega 56 stattdessen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der GTX 1080 und es entsteht ein ähnlicher Zweikampf wie bei der RX 580 und GTX 1060 in WQHD-Auflösung.

CPU-Auslastung und (V)RAM-Belegung

Auch bei der Kernskalierung der Prozessoren hat sich etwas im Vergleich zur Demoversion getan: Forza 7 lastet nun zwei Kerne zu 100 Prozent aus, zwei weitere Threads werden meist zu 50 Prozent ausgelastet, die verbleibenden vier Threads des Core i7 7700K werden hingegen nur mäßig genutzt.

In Full HD ist zudem der 11,0 GByte große Videospeicher einer GTX 1080 Ti mit rund 4,7 GByte an Texturen gefüllt, gleichzeitig reserviert sich Forza 7 mehr als 7,5 GByte unseres 16,0 GByte großen Arbeitsspeichers.

Auslastung: Prozessor Die Vollversion des Spiels lastet nun zwei Threads komplett aus, zwei weitere werden immerhin mit rund 50 Prozent ausgelastet. Die verbleibenden fallen deutlich zurück.

Grafikkarte und Arbeitsspeicher Der VRAM-Hunger beträgt in Full HD samt maximalen Details 4,7 GByte, vom 16,0 GByte großem Arbeitsspeicher werden 7,5 GByte belegt.


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