Warum heißt es eigentlich »TriFold«, wenn sich das Foldable nur zweimal falten lässt? Der Marketingbegriff ist dabei etwas irreführend. Das Wort TriFold bezieht sich auf die drei Displayseiten, die hervorgeklappt werden. Das Handy lässt sich also zu drei individuellen Teilen falten.
So, das ist nun geklärt. Ich durfte das neue Smartphone zum ersten Mal in der Hand halten und bin gleich mehrfach beeindruckt. Aber ich sehe der Realität ins Auge: So schnell werde ich keinen Menschen mit einem Galaxy Z TriFold in freier Wildbahn begegnen.
Galaxy Z TriFold: Groß, robust und sehr ungewohnt
Beim Falten fällt sofort auf: Das Tri-Fold macht einen unerwartet robusten Eindruck. Die Scharniere haben einen angenehmen Widerstand, sind aber nicht stufenlos feststellbar. Stattdessen ziehen sie das Display beim Öffnen fast automatisch in die richtige Endposition.
Damit ihr es auch richtig faltet, erhaltet ihr vom Smartphone eine Meldung, dass ihr zuerst die linke Seite schließen müsst. Insgesamt hat mich Samsung hier kalt erwischt und ich bin beeindruckt. Ich hab's mir klappriger vorgestellt.
Fun Fact: Im Lieferumfang ist sogar ein Netzteil enthalten! Angesichts des hohen Preises ist dieses aber auch nahezu notwendig.
Voll aufgeklappt wirkt es unweigerlich wie ein Tablet. Kein Wunder, das Display misst immerhin stolze 10 Zoll im 4:3-Format. Damit will das Gerät auch als solches benutzt werden. Hierzu habe ich zwei Gedanken:
- Ein tragbares Tablet ist eine geniale Vorstellung. Bei längeren Zugfahrten oder Flügen das Gerät einfach aufklappen und einen Film schauen? Das klingt für mich sehr verlockend, zudem passt das Format besser als bei vielen herkömmlichen Falt-Smartphones.
- Mit dem passenden Accessoire ließe sich darauf sicher arbeiten, unterwegs kleinere Texte tippen und andere Kleinigkeiten erledigen. Auch wenn das Gerät keinen Laptop oder eine leistungsfähige Workstation ersetzt, gefällt mir diese Idee sehr.
Andererseits würde ich es vermutlich viel zu selten aufklappen. Dadurch könnte das Gerät im Alltag negativ auffallen. Wenn ihr es zusammenfaltet, wird daraus nämlich ein Klotz.
Die Dicke beträgt zugeklappt 13 Millimeter. Zum Vergleich: Das iPhone 17 Pro kommt auf 8,8 Millimeter. Für ein Tablet sicher ein zu verschmerzender Faktor, aber für ein Smartphone? Schwierig.
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| Kategorie | Specs |
|---|---|
| Modellname | Samsung Galaxy Z TriFold 5G |
| Abmessungen | Ungefaltet: 159,2 × 214,1 × 3,9–4,2 Millimeter; gefaltet: 159,2 × 75 × 12,9 Millimeter |
| Gewicht | 309 Gramm |
| Schutz | IP48, Armor Aluminum, Gorilla Glass Victus / Ceramic 2 |
| Farben | Crafted Black |
| Innendisplay | 10,0 Zoll »Tri‑fold Dynamic LTPO AMOLED 2X«, 120 Hertz, HDR |
| Innendisplay-Auflösung | 1584 × 2160, ca. 4:3, ~269 ppi |
| Außendisplay | 6,5" AMOLED 2X, 120 Hertz, HDR |
| Außendisplay-Auflösung | 1080 × 2520, ~422 ppi |
| Helligkeit (Peak) | Bis 2600 nits (je nach Panel) |
| Betriebssystem | Android 16, One UI 8 |
| SoC | Qualcomm Snapdragon 8 Elite |
| CPU | Octa‑Core (2× bis 4,47 GHz + 6× bis 3,53 GHz) |
| GPU | Adreno 830 |
| RAM | 16 GB |
| Speicher | 512 GB |
| Hauptkamera | 200 Megapixel (Weitwinkel, OIS) + 10 Megapixel (3× Tele, OIS) + 12 Megapixel (Ultraweit) |
| Hauptkamera-Video | 8K bis 30 fps, 4K bis 60 fps, 1080p bis 240 fps, HDR10+, EIS |
| Selfie (innen) | 10 Megapixel Ultraweit |
| Selfie (Cover) | 10 Megapixel Weitwinkel |
| Selfie-Video | 4K bis 60 fps, 1080p bis 60 fps |
| Mobilfunk | 2G, 3G, 4G, 5G (Sub6, SA/NSA) |
| SIM | Dual Nano‑SIM + eSIM (max. 2 aktiv) |
| WLAN | Wi‑Fi 6E/7, Wi‑Fi Direct |
| Bluetooth | 5.4, A2DP, LE, aptX HD, ASHA |
| Ortung | GPS, GLONASS, GALILEO, BDS, QZSS |
| NFC | Ja |
| USB | USB‑C 3.2 |
| Weitere Features | Seitlicher Fingerabdrucksensor, Stereo‑Speaker, UWB, Samsung DeX |
| Akku | 5600 mAh |
| Kabel-Laden | 45 Watt |
| Wireless-Laden | 15 Watt kabellos, 4,5 Watt Reverse Wireless |
| UVP | Ca. 2.899 US‑Dollar |
Ist das die Zukunft von Smartphones?
Das TriFold ist die Weiterentwicklung der bewährten Z-Fold-Reihe von Samsung. Stellt euch einfach eine weitere Displayhälfte dazu vor.
Auf der anderen Seite beeindruckt mich das Konzept mehr, als ich zunächst zugeben wollte. Ein Tablet für die Hosentasche klingt nach Zukunftsmusik. Aber neben dem zuvor erwähnten Nachteil steckt euch Samsung einen weiteren Stock in die Speiche.
In den USA startet das Gerät für 2.900 US-Dollar in den Vorverkauf. Schnäppchen, oder? Das sind Faktoren, die mich trotz meiner Begeisterung schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.
Das Gerät macht Spaß. Man möchte es die ganze Zeit auf- und zuklappen und hat Freude daran, auf das gestochen scharfe und große Display zu schauen. Es wirkt hochwertig, erfrischend und wie eine naheliegende Idee für die Zukunft von Smartphones – die sich kaum jemand leisten wird.
Womit ich die Frage aus der Zwischenüberschrift aufgreife: Ist das die Zukunft? Ich habe starke Zweifel. So versinken »günstige« Foldables bereits in der Nische. Sie sind schlicht zu teuer.
Das TriFold wirkt auf mich aktuell wie ein extrem spannendes Showcase, das eine mögliche Zukunft von Smartphones aufzeigt.
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Die (lange) Entwicklung gehört dazu
Lasst diese Idee noch ein paar Jahre reifen! Erinnert euch an das erste Falt-Smartphone und betrachtet die heutigen Maßstäbe. Klar, günstiger wird es vermutlich nicht (die Hoffnung stirbt zuletzt).
Aber die Entwicklung derartiger Produkte gehört dazu und ich honorriere es, wenn Hersteller wie Samsung »Experimente« eingehen.
Dass potenzielle Kunden Samsung nicht die Türen einrennen, ist dem Hersteller bewusst. Offenbar hat er nur rund 30.000 Einheiten produziert. Bizarrerweise ist das Gerät in den USA bereits ausverkauft.
Was die Zukunft von Falt-Smartphones betrifft, bleibe ich also gespannt. Immerhin scheint sich 2026 in diesem Bereich viel zu tun. Neben einem iPhone Fold hat Samsung mit seinem TriFold offenbar mehrere Geräte im Angebot, darunter ein »Wide Fold«.
Was ist eure Meinung zum Thema Foldable? Findet ihr den Ansatz eines TriFolds interessant, oder sind euch normale Smartphones lieber? Schreibt es gerne in die Kommentare!






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