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Was wäre, wenn der große Bösewicht von Game of Thrones nicht der Nachtkönig, sondern ein Mitglied eines der größten Häuser von Westeros ist?

Game-of-Thrones-Fans kommen immer wieder auf die erstaunlichsten Theorien. Einige vermuten etwa, der wahre Bösewicht der Serie sei gar nicht der Nachtkönig, sondern der Dreiäugige Rabe alias Bran Stark.

Ist der Nachtkönig (Vladimir Furdik) in Game of Thrones womöglich ein Held? Diese Theorie haben jedenfalls einige Fans aufgestellt. Bild: HBO. Ist der Nachtkönig (Vladimir Furdik) in Game of Thrones womöglich ein Held? Diese Theorie haben jedenfalls einige Fans aufgestellt. Bild: HBO.

Die letzte Folge von Game of Thrones lief vor mittlerweile fast sieben Jahren über die heimischen TV-Bildschirme. Doch angesichts des kontrovers diskutierten Serienendes und der noch immer nicht vollendeten Buchvorlage von George R.R. Martin ist es nicht verwunderlich, dass sich immer noch hartnäckig Fan-Theorien halten, die der Fantasyreihe eigentlich ein ganz anderes Ende andichten.

Da 2026 dank des neuen Spinoffs A Knight of the Seven Kingdoms und der dritten Season von House of the Dragon wieder ein Jahr voller Game of Thrones ist, wollen wir euch eine dieser Theorien mal etwas genauer vorstellen.

Es geht dabei um eine der geheimnisvollsten Figuren von Game of Thrones: den Dreiäugigen Raben. Einige Fans vermuten nämlich, dass dieser allwissende Seher womöglich der große Bösewicht der Reihe ist und der Nachtkönig (Vladimir Furdik) ihn nur aufhalten wolle.

Video starten 0:31 Trip in die Vergangenheit: Der Preview-Trailer zu Game of Thrones S8 E3: Die Schlacht gegen den Nachtkönig beginnt

Der Nachtkönig als Retter

Stellt euch vor, der Anführer der Weißen Wanderer marschierte gar nicht aus purer Bosheit gen Süden, sondern weil er die Welt vor dem Einfluss des Dreiäugigen Raben beschützen wollte. Diese mittlerweile sieben Jahre alte Fan-Theorie stellt die Handlung von Game of Thrones gehörig auf den Kopf.

Erinnert ihr euch an Brans Begegnung mit dem alten Mann im Werholz-Baum? Spätestens seit der zweiten Staffel von House of the Dragon wissen wir, dass es sich bei diesem ursprünglichen Dreiäugigen Raben um den Targaryen-Bastard Brynden Rivers handelt. Der war lange vor den Ereignissen von GoT Hand zweier Könige und wurde von Aegon V. zur Nachtwache verbannt, wo er spurlos verschwand.

Die Fan-Theorie von User Elyzaya besagt nun, dass Bran Stark (Isaac Hempstead-Wright) nie wirklich zum Dreiäugigen Raben wurde, sondern Brynden lediglich dessen Körper übernahm. Das würde auch erklären, warum sich Brans Verhalten nach dem Treffen mit dem Dreiäugigen Raben so radikal ändert.

Statt eines unerfahrenen Jungens haben wir es nun mit einem jahrhundertealten Strippenzieher zu tun.

Dass Brynden Rivers ein kaltherziger Bösewicht ist, passt auch nur zu gut in der Buchvorlage. Dort gibt es die durchaus plausible Theorie, dass Brynden einen Eintopf aus den Überresten des verstorbenen Jojen Reed zubereitet und Bran davon essen lässt, damit dieser die Fähigkeiten des Grünsehers übernimmt.

Bran (Isaac Hempstead Wright) trifft in einer seiner Visionen auf den Dreiäugigen Raben (Max von Sydow). Bild: HBO. Bran (Isaac Hempstead Wright) trifft in einer seiner Visionen auf den Dreiäugigen Raben (Max von Sydow). Bild: HBO.

Die Rache der Kinder des Waldes

Um die Feindschaft zwischen dem Raben und dem Nachtkönig zu verstehen, müssen wir verstehen, wie der Nachtkönig entstand. Die Kinder des Waldes erschufen ihn einst mit einem verdorbenen Ritual als Waffe gegen die ersten Menschen. Doch Bran erfährt in einer Vision, dass der verwandelte Mann dieses Schicksal nie wollte. Er war ein unschuldiges Opfer.

Die Fan-Theorie zieht daraus den Schluss: Der Dreiäugige Rabe manipuliert sämtliche Ereignisse, um die Menschheit zugunsten der Kinder des Waldes auszulöschen. Das erklärt auch ein scheinbares Logikloch der Serie. Warum retteten die Kinder des Waldes Bran überhaupt das Leben, obwohl sie Menschen eigentlich abgrundtief hassen?

Ganz einfach: Weil er ihr wichtigstes Instrument für die Rache an der Menschheit ist. Der Nachtkönig durchschaut dieses grausame Spiel. Er rebellierte gegen seine Schöpfer und machte gnadenlos Jagd auf deren mächtigstes Werkzeug. Der Nachtkönig wollte den zukünftigen Tyrannen Bran stoppen, bevor dieser den Eisernen Thron besteigt.

Das spricht für Bran als Schurken

Schaut ihr euch Brans Taten in der Serie genauer an, wirkt die Theorie sogar einigermaßen plausibel. Der Dreiäugige Rabe besitzt nahezu unbegrenzte Macht. Er sieht Zukunft und Vergangenheit. Trotzdem greift er niemals rettend ein, wenn seine Begleiter in Lebensgefahr schweben.

Er warnt Jon Schnee mit keinem Wort vor dem Wahnsinn von Daenerys. Er beobachtet den Feuertod tausender Unschuldiger in Königsmund komplett schweigend. Warum? Weil genau dieses Chaos seinen Weg an die Macht ebnet.

Alles folgt einem eiskalten Plan. Bran zerstört den Verstand des jungen Hodors, damit dieser später als menschlicher Schutzschild sein Leben für ihn opfert. Er überreicht Arya den valyrischen Dolch, damit diese den Nachtkönig ausschaltet. So räumt er seinen ärgsten Widersacher bequem aus dem Weg, ohne sich selbst die Hände schmutzig zu machen.

Als Tyrion Lannister ihm ganz am Ende die Krone anbietet, fällt seine Maske. Er entgegnet völlig emotionslos: »Warum glaubt ihr, bin ich den ganzen Weg gekommen?« Das ist nicht die Antwort eines gütigen Herrschers, sondern die eines Schurken, der uns jahrelang meisterhaft an der Nase herumgeführt hat.

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