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GameCube-Spiele auf der Switch 2: Ein unscheinbares Feature hat mich in meine Kindheit zurückversetzt

Eigentlich wollte ich nur meinen neuen Controller ausprobieren, doch plötzlich war ich wieder ein 12-jähriger Knirps.

Mit 12 Jahren hatte ich noch gut lachen - und Haare. Mit 12 Jahren hatte ich noch gut lachen - und Haare.

2002 war ein aufregendes Jahr für mich. Ich bin zum ersten Mal geflogen, habe von meinen Eltern ein GameStar-Abo bekommen, mir mein putziges Meerschweinchen Schluri zugelegt und konnte die Ferien sorglos damit verbringen, jede Nacht entweder am Game Boy Advance oder am GameCube zu daddeln.

Ich würde euch zu gerne mehr von Schluri erzählen, aber ihr seid wohl hier, weil ihr was zum Thema GameCube erfahren möchtet. Verständlich, denn auf der neuen Nintendo Switch 2 könnt ihr bekanntlich einige Spiele-Klassiker des lilafarbenen Würfels genießen, sofern ihr über ein aktives Switch-Online-Abo verfügt.

Ich habe alle derzeit verfügbaren Titel ausprobiert - und zwar mit dem ebenfalls brandneuen GameCube-Controller für die Switch 2. Bereits das sorgt für jede Menge Nostalgie in meiner Magengegend. Restlos begeistert hat mich aber ein zunächst unscheinbares Feature.

Inhaltsverzeichnis:

Sören Diedrich
Sören Diedrich

Sören ist beim Schreiben dieses Erfahrungsberichts richtig nostalgisch geworden. Normalerweise lebt er lieber im Hier und Jetzt und seit seine Tochter auf die Welt gekommen ist, kümmert er sich auch mehr um die Zukunft. Sei's drum, beim Thema Nintendo flammt sofort wieder seine kindliche Begeisterung auf!

Was taugt der GameCube-Controller für die Switch 2?

Lasst uns mit der Hardware anfangen, nämlich dem exklusiv im My Nintendo Store erhältlichen GameCube-Controller (UVP: 70 Euro). Der gleicht optisch und mechanisch fast 1:1 dem Original von vor 23 Jahren und das ist für Nintendo-Kenner wie mich eine hervorragende Nachricht. Schließlich ist der GameCube-Controller bis heute berüchtigt für seine tolle Ergonomie.

Und daran hat sich nichts geändert. Auch der Nachbau liegt super in der Hand, alles fühlt sich noch wie damals an. Einzig das D-Pad hatte ich weicher in Erinnerung, aber vielleicht hat mein linker Daumen das Bauteil einfach noch nicht genug durchgenudelt. Das kommt schon noch …

Verarbeitung und Ergonomie sind top, nur das D-Pad könnte etwas weicher sein. Verarbeitung und Ergonomie sind top, nur das D-Pad könnte etwas weicher sein.

Nichts knarzt, das lila Plastik fühlt sich noch immer genauso billig, aber auch unkaputtbar an wie damals. Herrlich! Die ungewöhnliche Tastenanordnung von A, B, X und Y habe ich bereits nach wenigen Spielminuten wieder verinnerlicht.

Besonders angetan haben es mir die analogen Schultertasten. Die lassen sich nämlich im Gegensatz zu den digitalen Exemplaren in heutigen Nintendo-Controllern noch stufenlos eindrücken. Vor allem Klassiker wie Super Mario Sunshine lassen sich dadurch deutlich präziser steuern als mit herkömmlichen Eingabegeräten für die Switch.

Noch ist Marios GameCube-Auftritt nicht für den Emulator verfügbar, er soll aber noch im Laufe des Jahres 2025 für den Service erscheinen. Was uns zum nächsten Thema bringt.

Nicht lesen, lieber schauen? Hier stelle ich euch den Controller samt Spiele im Video vor

Video starten 12:03 GameCube auf der Switch 2 - Sören stellt euch Controller und Spiele im Video vor

Wie viel Spaß machen die GameCube-Klassiker heute noch?

Zum Launch der Nintendo Switch 2 sind nur drei GameCube-Spiele für den Emulator verfügbar:

Bereits bestätigt für 2025 wurden zudem:

Besonders angetan hat es mir natürlich Zelda: The Wind Waker, weil ich Links Abenteuer ja bekanntlich ganz tief in meinem Herzen einquartiert habe. Mit dem viel zu hellen, überstrahlten Look der HD-Version für die Wii U wurde ich nie wirklich warm. Auf dem GameCube kommt der Cel-Shading-Look so viel besser zur Geltung!

F-Zero GX habe ich damals zwar viel gespielt, heute komme ich auf keinen grünen Zweig mehr. Liegt es am Alter? Lassen meine Reflexe nach? Ich weiß es nicht. Aber wie ihr im obigen Video seht, ähm … steht das Wort Zero im Spieletitel für mein Skill-Level.

Zurück in die Vergangenheit: F-Zero GX und Co. machen auch heute noch jede Menge Spaß! Zurück in die Vergangenheit: F-Zero GX und Co. machen auch heute noch jede Menge Spaß!

Soul Calibur 2 hingegen erlebe ich heute dank des GameCube-Emulators zum ersten Mal. In meinem Personalausweis könnte ich als Künstlername Kampfspiel-Nulpe eintragen lassen und selbst das wäre noch untertrieben. Aber obwohl ich ständig was aufs Fressbrett bekomme, habe ich dank des tollen Controllers trotzdem meinen Spaß.

Höchste Zeit also, Soul Calibur mit meinem Chef und Freund Dimi im Multiplayer zu spielen - denn auch das ist auf der Switch 2 möglich, sowohl im lokalen Splitscreen nebeneinander auf der Couch als auch online.

Der CRT-Filter ist der eigentliche Star

Kommen wir abschließend noch zum unscheinbaren Feature, das ich eingangs erwähnt habe. Ich rede von dem frisch von Nintendo implementierten CRT-Filter, den ihr auf Wunsch in den Einstellungen des Emulators aktivieren könnt. CRT steht für Cathode Ray Tube, beschreibt also die Funktionsweise und die damit verbundene Bilddarstellung von damaligen Kathodenstrahlröhrenfernsehern.

Normalerweise bin ich kein Freund von Nachbearbeitungs-Effekten, die über mein Spielbild gelegt werden. Hier ist es aber ganz anders, aus zwei Gründen:

  • Gute Qualität: Der CRT-Filter ist sehr hochwertig und trifft exakt den Look, den ich von meinem damaligen Röhrenfernseher in Erinnerung habe. Leider fehlt noch die hochfrequente Geräuschkulisse der großen Kästen, aber wozu gibt es nostalgische YouTube-Videos wie dieses hier.
  • Bessere Grafik: Was nach einem Scherz klingt, stimmt tatsächlich. Der Grund ist simpel: Früher waren Spiele grafisch von Grund auf für das Display eines Röhrenfernsehers hin entworfen. Dadurch wirkten die Übergänge der einzelnen Pixel bei Objekten viel weicher und so manch hässliches Detail, das heute in 4K-Auflösung sofort ins Auge fällt, ging damals noch unter.

Hier mal ein Bildvergleich am Beispiel von Zelda: The Wind Waker:

Ohne CRT-Filter Mit CRT-Filter Ohne CRT-Filter Mit CRT-Filter

Dank CRT-Filter sehen die GameCube-Spiele wieder aus wie damals - herrlich!

Falls euch der CRT-Filter ebenfalls zusagt, habe ich noch eine weitere gute Nachricht: Dieses Feature gibt es auch für den SNES- sowie den Nintendo-64-Emulator, im Falle von Letzterem aber ebenfalls nur auf der Switch 2.

Fassen wir zusammen: Mein Highlight des neuen GameCube-Service ist also weder der Controller noch die Spieleauswahl. Es ist vielmehr der tolle CRT-Filter, der mich binnen Sekunden wieder in die Haut des 12-jährigen Sören schlüpfen lässt. Jetzt fehlt nur noch Schluri …

Besitzt ihr eine Switch 2 und wenn ja, habt ihr den neuen GameCube-Emulator ebenfalls schon ausprobiert? Wenn ja, welches der drei Spiele hat euch eine gehörige Ladung Nostalgie um die Ohren gehauen? Oder seid ihr noch ein Jungspund und möchtet die Klassiker jetzt erstmals nachholen? Mich interessiert sehr, was ihr zum Thema zu sagen habt, also schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!

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