GameStar-Podcast - Plus-Folge 16: Verlieren Entwickler die Liebe zum Detail? Warum schmelzende Eiswürfel so wichtig sind

Oft entscheiden Details darüber, ob sich ein Spiel gut anfühlt - oder eben nicht. Wir besprechen im Podcast, warum Kleinigkeiten so wichtig sind.

von Michael Graf,
30.09.2017 08:00 Uhr

Sind es die kleinen Details, die ein gutes Spiel von einem sehr guten unterscheiden?Sind es die kleinen Details, die ein gutes Spiel von einem sehr guten unterscheiden?

Manchmal entscheiden die Kleinigkeiten. Zum Beispiel beim ersten Date, wenn das Gegenüber es schafft, beim Verteilen der Salatsoße im ganzen Gesicht zumindest ein paar Quadratzentimeter Nase freizulassen. Oder beim TÜV, wenn die eine nicht zertifizierte Schraube links hinterm Katalysator mal eben 200 Euro kostet, weil da »noch mal genauer geprüft« werden muss. Aber wie ist das eigentlich bei Spielen? Machen auch hier die Details den Unterschied? Die versteckten Mini-Features und liebevollen Ideen, die oft gar nicht jeder Spieler bemerkt, die aber doch entscheidend zum Spielgefühl beitragen?

Im GameStar-Podcast zoomen unsere Verbal-Mikroskopisten Maurice Weber, Dimitry Halley und Michael Graf auf ihre Lieblingsdetails in Spielen. Vor allem auf jene, die eigentlich unnötig wären, weil sie nichts zum Spielablauf, zur Mechanik beitragen. Und denen man deshalb umso deutlicher anmerkt, dass sie mit Liebe gemacht sind. Schließlich muss sich hier ein Designer hingesetzt und bewusst überlegt haben, wie er sein Spiel aufpeppen kann.

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Das ist die perfekte Symbiose aus Hirnschmalz und Herzblut, aus Entwicklerarbeit und -leidenschaft. Etwa bei den witzigen Einheitensprüchen von Warcraft. Oder den Telefonanrufen in GTA 5. Oder den vielen Anspielungen auf frühere Piranha-Bytes-Spiele in Elex. Oder der puzzlehaften Lore von Dark Souls. Oder den verschlammten Waffen von Battlefield 1. Oder, oder, oder.

Obwohl all das für den Spielablauf nicht notwendig wäre, spielt es für uns eine wichtige Rolle. Denn es stärkt die Immersion, das gute Gefühl, sich in einer glaubhaften Welt zu bewegen, die uns Spieler ernst nimmt und auf unsere Aktionen reagiert - egal, wie abwegig sie sind. Je mehr sich Entwickler über solche Details Gedanken machen, desto besser fühlen wir uns. Auch, weil unser Entdeckerdrang belohnt wird. Und wenn's mit einem Algorithmus (!) für schmelzende Eiswürfel in Metal Gear Solid 2 ist. Oder mit einer Nebenquest in Das Schwarze Auge: Drakensang, die womöglich noch kein einziger Spieler gefunden hat. Genau das fehlt glattpolierten Großproduktionen häufig.

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