Die Gen Z ist nicht in digitaler Balance. Das ist ein kaum überraschendes Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter verschiedenen Altersgruppen.
Demnach verspüren die jungen Menschen verstärkt die negativen Aspekte ihres Handykonsums. Das hat einen simplen Grund.
Außerdem können die Generationen hier voneinander lernen, auch wenn die offensichtlichen Unterschiede nicht nur von Vorteil für Boomer & Co. sind.
Hintergrund:
Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen september Strategie und Forschung hat im Auftrag von Vodafone eine repräsentative Umfrage unter 1.680 Personen durchgeführt. Dabei wurden jeweils 420 Personen aus der Gen Z, der Gen Y (auch: Millenials), der Gen X und den Boomern zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt.
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Das Handy ist Fluch und Segen für die Gen Z
Die Gen Z nutzt Social Media stärker als alle anderen Generationen und spürt dabei auch die negativen Auswirkungen am intensivsten.
Laut der Umfrage geben 92 Prozent der Befragten zwischen 18 und 27 Jahren an, regelmäßig Social Media zu konsumieren – doch nur etwa 30 Prozent fühlen sich nach der Nutzung tatsächlich besser.
Trotzdem kann sich gerade auch diese Gruppe am wenigsten vorstellen, das Handy auch einmal zu Hause zu lassen. Das Smartphone scheint stark verzahnt mit ihrem Leben.
So geben etwa 45 Prozent von ihnen geben an, sich beim Musikhören am meisten im Einklang mit sich und ihrem Leben
zu fühlen. Das stellt einen wichtigen Aspekt in ihrem Leben dar, der für die meisten wohl ein Smartphone erfordert.
Die 18-bis 27-Jährigen sind der Umfrage nach am wenigsten in ihrer digitalen Balance. Das heißt, sie verspüren sowohl die negativen, als auch die positiven Aspekte von Handynutzung am stärksten.
Besonders Social Media scheint ein Faktor zu sein, der die Gen Z stresst. Sie fühlen sich weniger ausgeglichen, wenn sie sich mit unrealistischen Vorbildern vergleichen. Untersuchungen zeigen, dass soziale Medien, im Speziellen Instagram, für viele eine perfekte, kontrollierbare Traumwelt
darstellen.
Überhaupt fühlen sich 26 Prozent der Gen Z durch zu viel Social Media weniger Harmonie mit sich selbst und ihrem Leben.
Die Boomer bleiben entspannter, aber fühlen sich auch weniger medienkompetent
Die Boomer bilden in der Umfrage die Gegenseite zur Gen Z
: Zuerst haben die Befragten ein viel geringeres Problem mit dem Vergleich mit unrealistischen Vorbildern. Auch fühlen sich nur 10 Prozent durch zu viel Social-Media-Nutzung nicht im Einklang mit sich selbst.
Ihr simples Rezept: Sie verbringen generell weniger Zeit mit ihrem Handy oder auf Social Media und fühlen sich (dadurch) weniger abhängig davon. Ein Vorteil für die Boomer: Sie verspüren deswegen auch weniger die negativen Aspekte von sozialen Medien.
Der Nachteil für die Boomer: Während sich die Gen Z in der Umfrage zu 35 Prozent ihre Kompetenz im Umgang mit sozialen Medien für sehr kompetent hält, behaupten das nur 14 Prozent der Boomer von sich. Wobei durch alle Generationen hinweg die eigene Medienkompetenz generell als sehr hoch eingeschätzt wird.
Die 54- bis 68-Jährigen haben weniger Probleme mit ihrer Handynutzung, fühlen sich aber auch verunsichert. Der Aussage Man kann im Internet Fake und Wahrheit kaum noch unterscheiden – das gibt mir ein ungutes Gefühl
stimmen deutlich mehr zu, als etwa der Aussage, sie fühlten sich fast abhängig von ihrem Handy.
Die Boomer können von den befragten Gruppen ihre eigene Bildschirmzeit noch am besten einschätzen. Aber auch hier sind 28 Prozent mehr oder viel mehr als erwartet am Handy. Diese Fehleinschätzung zeigt sich über alle befragten Generationen hinweg.
Handys beeinflussen alle, aber das eigene Leben beeinflusst uns mehr
Die Zahlen zeigen für alle Generationen in erster Linie, welchen Anteil des eigenen Lebens sie mit Smartphones verbracht haben. Bei den 54- bis 68-Jährigen ist der logischerweise am geringsten. Insofern haben sie schlicht auch die meiste Erfahrung damit, ihren Alltag ohne Handys zu bewältigen.
Und hier zeigt die Umfrage wiederum eine gewisse Sehnsucht unter der Gen Z, weniger vom eigenen Smartphone abhängig zu sein. Das ist vielleicht etwas, was die Jüngeren von den Älteren lernen können.
Diese Erkenntnisse stellen aber auch einen Lichtblick für die Gen Z dar: Sie profitieren ihren eigenen Angaben nach für ihr Wohlbefinden deutlich mehr als die anderen Gruppen, wenn sie bewusst auf Handy und Social Media verzichten.
Die Generation der 18- bis 27-Jährigen schätzt ihr eigene Bildschirmzeit zwar am ehesten falsch ein, mit der tatsächlichen Zeit konfrontiert, empfinden 62 Prozent die aber wiederum als zu hoch. Überhaupt zeigen sich die Jüngeren eher offen für Strategien wie digitales Detoxen, also dem bewussten weglassen des Handys und anderer, digitaler Medien.
Zeigt uns die Umfrage nun eine Gesellschaft mit einer dauergestressten, handysüchtigen Jugend und entspannten Best-Agern, die gemütlich in der Frühlingssonne ihre Tageszeitung lesen? Nein, generell geht es der Gen Z ihrer eigenen Einschätzung nach – nach der Gen Y – am besten.
Generell bringt alle Altersstufen das echte Leben
am ehesten in Balance. Ganz oben: Zeit in der Natur verbringen. Das tun alle gern, die Gen X, also die 43 - 53 Jährigen sogar am liebsten.






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