Gadgets für Outdoor: Warum diese Geräte für euch (fast) unverzichtbar sind

Das unkaputtbare Feuerzeug, das ultimative Taschenmesser und weitere, scheinbar unauffällige Gadgets für unterwegs. Sind das echte Gamechanger oder Schrott?

Das womöglich heißeste Feuerzeug in der Geschichte des Feuers und ein Allzweck-Taschenmesser, dass MacGyver vor Neid erblassen lässt. Das womöglich heißeste Feuerzeug in der Geschichte des Feuers und ein Allzweck-Taschenmesser, dass MacGyver vor Neid erblassen lässt.

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Vier Outdoor-Gadgets, von denen ich noch niemals gehört habe, bis ich mich bei TikTok, Google und sonstigen Plattformen im World Wide Web gestürzt habe.

1) Satellite Zoleo

Was ist das? Stellt euch vor, ihr seid zu einer mehrtägigen Bergtour zur Zugspitze aufgebrochen – oder zum Watzmann oder dem Tegelberg – oder wie sonst diese Sehnsuchtsorte mit Gipfelkreuz heißen, an denen Hobby-Wanderer zerschmettern. Metaphorisch gesprochen.

Mal angenommen, ihr wollt dort droben unbedingt eine Calzone bei eurem Lieblingsitaliener bestellen. Oder halt einen Notruf absetzen, weil euer Fuß in einer Bärenfalle hängt.

In diesem (Not)fall greift ihr zu eurem Zoleo Satellite Communicator. Mit dem handlichen Gerät zieht ihr eine Satellitenkommunikation hoch – und zwar dort, wo gerade kein Mobilfunknetz verfügbar ist.

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Wie funktioniert’s? Die Technik, welche (trotz darniederliegendem Mobilfunknetz) Kommunikation gestattet, nennt sich Iridium Satellitennetzwerk? Iri-schiri-dibidum-was? Immer langsam mit dem Fachlatein.

Das Iridium Satellitennetzwerk umspannt die gesamte Welt, um selbst an den entlegensten Winkeln unseres Erdenrunds Kommunikation zu gestatten. Fürs Funktionieren sorgen über 70 Satelliten, die durch die Erdumlaufbahn schaukeln.

Merke: Wer sich telekommunikativ austauschen will, ist mitnichten auf die terrestrische Abdeckung des Mobilfunknetzes angewiesen.

Mit dem Satellite Zoleo nun sind folgende Kommunikationsarten tipp- und sprechbar: 

  • Textnachrichten: Mastroianni: Pizza Calzone. Pronto! 
  • E-Mails: Geehrter Monsignore Mastroianni, ich möchte Sie scusi mit der Bestellung einer molto gustoso Calzone behelligen! 
  • SOS-Notrufe: Mastroianni, du undankbarer Pizzabäcker! Katapultiere mir asapissimo eine Calzone in den offenstehenden Mund! 

Okay, Jux beiseite: Satellite Zoleo ist wirklich ein Gewinn.  Denn auch dann, wenn im Notfall auf das Iridium Satellitennetzwerk zugegriffen wird, könnt ihr die Kommunikation über euer Smartphone angehen. Zusätzlich dürft ihr auf Standortdaten oder Wetterinformationen zugreifen. 

Persönliche Einschätzung: Der Nutzwert eines Gadgets wie Satellite Zoleo steht außer Frage. Deswegen stelle ich die Frage auch nicht – sondern lieber eine andere: Welche Alternativen gibt es? Eine der am häufigsten genannten Satelliten-Kommunikatoren heißt nämlich Garmin Inreach Mini 2.

Im Direktvergleich mit dem hier vorgestellten Satellite Zoleo hat das Garmin Inreach die Schnauze vorne – weil: Es ist 50 Gramm leichter (als das Zoleo). Es stehen sich Zoleo mit 150 Gramm und Garmin Inreach Mini 2 mit 100 Gramm gegenüber. Überhaupt ist das Zoleo eine Idee klobiger als das Inreach Mini 2.

Auch mit welchen Anschlüssen ihr die jeweiligen Geräte aufladet, unterscheidet sich marginal: Inreach Mini 2 nutzt USB-C, Zoleo hingegen macht von Micro-USB Gebrauch. 

Einer der Vorteile des Garmin Inreach Mini 2 ist, dass ihr Nachrichten direkt über das Gerät selbst absenden könnt. Mit dem Satelliten Zoleo dürft ihr das auch – sofern euer Smartphone griffbereit ist und ihr den Kommunikator gekoppelt habt. Ohne gekoppelte Mobilteil könnt ihr mit dem Zoleo ausschließlich SOS-Notrufe abgeben. Doof, wenn das Smartphone von Amazonas-Schnellen verschleppt wurde.

Unterm Strich sind beide Lebensretter-Gadgets einen Blick wert.

2. Victorinox Swisschamp XAVT 2017

Was ist es? Ein Tester umschrieb die Victorinox Swisschamp passenderweise als Werkzeugkiste im Taschenformat. Siehe:

Das ist kein gewöhnliches Taschenmesser. Oh nein. Das ist, diese Steigerungsform muss erlaubt sein, ein superkalifragilistikexpialigetisches Taschenmesser – welches aber unheimlich unhandlich daherkommt. So scheint es.

Der Hersteller bewirbt sein Mega-Messer als größtes, derzeit erhältliches Schweizer-Offiziersmesser. Es bringt 350 Gramm auf die Waage - für ein Taschenmesser ein echter Wonneproppen. Inklusive Umverpackung wiegt das Teil sogar fast ein halbes Kilogramm (genauer: 493 Gramm).

Wie funktioniert’s? Dieses Taschenmesser verfügt über 83 Funktionen. Diese Zahl lasst euch mal auf der Messerspitze zergehen.

Drehen wir weiter am Zahlenrad: Dieser Monster-Taschenmesser setzt sich aus 188 Einzelteilen zusammen, wird in 500 Arbeitsschritten gefertigt – und vereint in sich die Funktionen von 100 unterschiedlichen Schweizer Offiziersmessern. 

Um zu veranschaulichen, was ihr mit dem Victorinox alles machen könnt, folgt eine Auswahl der nützlichsten und bescheuertsten Funktionen des glorreichen Multifunktions-Schneiders. 

  • LED-Anzeige: Auf der Geräteverkleidung ist eine LED-Anzeige verbaut, diese zeigt wahlweise an: Die aktuelle Uhrzeit oder die örtlichen Höhenmeter - lässt sich aber genauso als Wecker, Timer oder Barometer verwenden 
  • Gabelschlüssel: Zum Lösen und Befestigen von Schraubenmuttern 
  • Dosenöffner: Für diejenigen unter euch, die sich unterwegs ein Blech schaumiges Eifelpils knacken wollen 
  • Schraubendreher: Klar, Tüftler, Bastler und Handwerkerinnen brauchen vernünftiges Werkzeug
  • Eine Auswahl weiterer Funktionen: Zahnstocher, Lupe, Nagelfeile oder, ja, auch als Fischentschupper eignet sich Victorinox Swisschamp im Einsatz 

Persönliche Einschätzung: Die Victorinox zeigt: Taschenmesser müssen nicht handlich sein – oder günstig. Mit einem Preisschild von nahezu 500 Euro (!) überflügelt die Victorinox Swisschamp alles, was ich jemals bereits wäre für scharfes Schneidegerät auszugeben.
 
Ob es nicht zielführender ist, direkt einen ganzen Werkzeugkoffer mitzunehmen, ist eine Frage, die mit einer anderen Klinge geritzt wurde.

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