Okey, ich gebe es zu: Wenn eine Mail in mein privates Postfach schneit, schaue ich mir die Benachrichtigung auf meinem Handy an und swipe die Meldung einfach beiseite, wenn sie nicht wichtig ist. Das hat den Vorteil, dass ich nicht viel Zeit für Mails verschwende.
Der Nachteil ist, dass ich mittlerweile tausende ungelesene Mails im Postfach habe, die ich seit vielen Jahren mal aussortieren möchte. Allerdings muss ich meinem selbstverliehenen Titel »Meister der Prokrastination« treu bleiben, richtig? Richtig? Na gut, ich bin einfach zu faul und will mich nicht durch tausende Mails wühlen.
Glücklicherweise hat Google eine Funktion für Gmail angekündigt, die mir dabei endlich helfen könnte.
Gmail und das kommende KI-Postfach
Am 08. Januar 2026 hat Google einige neue Features für das neue Jahr vorgestellt. Unter anderem das KI-Postfach (original: AII-Inbox).
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Google stellt neue Gemini-Features für Gmail vor
Die Idee ist einfach: Gmail durchforstet euer Postfach und stellt euch anhand eurer Mails eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen und eine passende To-Do-Liste zusammen.
Das klingt nach Musik in meinen Ohren, da ich im Optimalfall nicht tausende Mails durchstöbern müsste – zumindest wenn das denn alles so funktioniert, wie ich es mir vorstelle.
Momentan mache ich mir allerdings einige Sorgen, was die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Funktion angeht. Dabei stelle ich mir folgende Fragen:
- Wie viele Mails kann die KI wirklich zuverlässig analysieren?
- Wie detailliert werden To-Dos sein?
- Werden KI-Halluzinationen ein großes Problem darstellen?
- Wie erkenne ich bereits abgearbeitete Mails, wenn ich mein Postfach anschließend doch manuell durchsuche?
Viele Fragen werden sich erst beantworten, wenn ich die Funktion testen kann, doch bis dahin kann ich mich auf Aussagen von Personen verlassen, die die Funktion bereits testen durften.
Was wir bereits wissen
Momentan können nur wenige »vertrauensvolle User« die Funktion testen. Mit dabei ist Jay Peters von The Verge, der schon von dem Feature berichtete.
Er schreibt, dass die Funktion für ihn wahrscheinlich nicht geeignet sein wird, da er sein Postfach ohnehin sauber hält. Er sieht allerdings großes Potenzial für Menschen, denen es nicht so geht – so wie mir.
Sein Bericht zeigt aber auch, dass die Funktion mit einem Postfach wie meinem überfordert sein könnte. Er berichtet beispielsweise von einer langen Liste von Informationen und ToDos, obwohl er nur 6 Mails im Postfach hatte. Im Vergleich zu meinen 1000 bis 2000 Mails ist das so gut wie nichts.
Außerdem werden wohl auch Aufgaben aufgelistet, die er schon lange erledigt hat. Die KI weiß davon nichts, da manche Dinge nun mal nicht in Gmail erledigt werden können.
Gut zu wissen: Laut Google sollen die Daten aus eurem Postfach nicht für das Training ihrer KIs eingesetzt werden.
Wir stehen noch am Anfang
Obwohl das Feature schon Schwächen zeigt, freue ich mich auf den Tag, an dem es einer breiteren Masse zur Verfügung steht. Trotz der bisherigen Fehler kann das Tool Usern wie mir helfen, die im Mail-Chaos versinken. Ob das wirklich gelingt, wird sich zeigen.
Ich bin allerdings zuversichtlich. Immerhin ist das Feature noch in der Testphase und kann bis zum offiziellen Release angepasst und verbessert werden.
Übrigens: Wo wir gerade bei KI-Neuheiten sind. Habt ihr schon gewusst, dass Apples Siri bald mit Googles Gemini betrieben wird. Hier lest ihr alles dazu:
Apple schließt Milliarden-Siri-Deal mit Google: 3 Gründe, warum Gemini die richtige Wahl ist
Und wenn das Feature nicht funktioniert? Dann muss ich mich eben doch durch tausende Mails wühlen oder eben so weitermachen wie bisher.
Sind wir ehrlich: Letzteres ist wahrscheinlicher.
Wie sieht euer Postfach aus? Seid ihr so chaotisch wie ich? Habt ihr einfache Tipps, wie ihr mit überfüllten Postfächern umgeht? Schreibt es gerne in die Kommentare!
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