Ich bin diejenige, die aus dem Bus aussteigt, auf ihr Handy schaut, ein paar Meter nach links geht, flucht und dann wieder umdreht: Fahre ich in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, schließt sich in der Regel die Navigation zum Ziel mit Google Maps an.
Das Problem: Der Pfeil zur Navigation zeigt immer wieder in die falsche Richtung. Erst wenn ich ein paar Meter gelaufen bin, merke ich, dass ich mich von meinem eigentlichen Ziel wegbewege – und mache Kehrt.
Jetzt habe ich eine Google-Maps-Funktion entdeckt, die zwar schon Jahre alt ist, aber mir genau bei diesem Problem hilft: die Google Maps Live View.
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Warum der Pfeil bei Google Maps manchmal in die falsche Richtung zeigt
Google Maps weist uns über GPS-Daten den Weg – und das ziemlich zuverlässig. Ohne die Navigation hätte ich mich schon dutzendfach in meinem Leben heillos verlaufen.
Google selbst gibt in seinem Support-Forum jedoch an, dass es der Kompass in eurem Smartphone ist, der die Richtung des angezeigten Pfeils bestimmt. Den könnt ihr neu kalibrieren, aber wie das Online-Forum MakeUseOf aufzeigt, ist der gerade in urbanen Regionen per se störanfällig.
Genau in den Situationen, die ich beschreibe – ich steige aus dem Bus aus, bin in einer unbekannten Gegend, wahrscheinlich noch in Eile – kann Live View ein Retter sein.
Ein kleiner Button weist mir den Weg
Google Maps Live View gibt es schon seit 2019. Das Prinzip ist einfach: Live View nutzt die Kamera eures Handys, um Pfeile und Wegbeschreibungen direkt auf das Live-Bild der Umgebung zu legen.
Ich gebe Apps allgemein ungern Zugriff auf meine Kamera, allein deswegen habe ich die Live View bis jetzt geflissentlich ignoriert. Bei meinem Bushaltestellenproblem hilft mir allerdings genau die Funktion, und das aus einem einfachen Grund: Sie braucht den Kompass meines Smartphones nicht.
Live View arbeitet laut dem Google Blog mit Augmented Reality (AR): Statt den Kompass zu nutzen, gleicht Live View die Bilder, die ihr zur Verfügung stellt, mit Bildern aus der Street-View-Datenbank ab und zeigt euch darauf basierend die Laufrichtung an.
Die Navigation sieht dann beispielsweise folgendermaßen aus:
- Öffnet die Google-Maps-App auf eurem Handy.
- Gebt euer Ziel in die Navigation ein und startet die Navigation.
- Tippt auf den Button mit dem Markierungssymbol am unteren Bildrand.
- Nun müsst ihr Google Maps temporär Zugriff auf eure Kamera gewähren und die Umgebung filmen.
Achtet hier besonders darauf, dass Straßenschilder im Bild sind.
Live View: Eine praktische Funktion für einzelne Streckenabschnitte
Live View wird dadurch praktisch, dass die Funktion eben nicht auf den Kompass eures Handys angewiesen ist. Das bringt allerdings auch einige Nachteile, auf die Google im hauseigenen Support-Forum selbst hinweist. Die Funktion hilft euch nur:
- in gut beleuchteten Gebieten im Freien.
- an Orten, an denen ihr die Kamera eures Smartphones auf Gebäude und Schilder auf der gegenüberliegenden Straßenseite richten könnt.
- an Orten, an denen Street View verfügbar ist.
Für mich besonders schade: In U-Bahnhöfen funktioniert Live View nicht. Wie praktisch wäre es hier, wenn mir aus der U-Bahn-Tür heraus sofort der richtige Aufgang gezeigt werden würde?
Weder ich noch Google würden euch empfehlen, eure komplette Navigation mit der Live View durchzuführen:
- Wenn ihr euch in der Stadt bewegt, dann solltet ihr eure Umgebung aufmerksam beobachten – auch eine Live-Navigation lenkt zu sehr von dem Geschehen um euch herum ab.
- Die Live-Kameraansicht verbraucht mehr mobile Daten als die einfache Navigation und mehr Akku.
Für mein Bushaltestellen-Problem hilft mir ein kurzer Blick auf Live View allemal – und wird mir den ein oder anderen sinnlosen Umweg ersparen.
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