Uns steht ein bewegtes Jahr im Hinblick auf kommende Gaming-Hardware bevor.
Während bei Grafikkarten keine guten Nachrichten in Sicht sind (und generell kaum Neues), sieht das bei Prozessoren ganz anders aus, aber nicht ohne Haken.
Warum genau und welche neuen Produkte uns erwarten, schauen wir uns in diesem Artikel genauer an.
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Die gähnende Leere bei GPUs
Im Jahr 2025 haben sowohl AMD als auch Nvidia neue GPU-Generationen auf den Markt gebracht.
Das allein macht bereits klar, dass vom Jahr 2026 in dieser Hinsicht nicht viel zu erwarten ist. Doch als wäre das nicht genug, kommt die Speicherkrise erschwerend hinzu.
- Die ohnehin wenig spannenden
Super
-Neuauflagen der RTX-5000-Generation verschieben sich dadurch wohl auf Ende 2026, wenn sie überhaupt noch (im nächsten Jahr) erscheinen. - Auch bei AMD ist mit sehr wenig zu rechnen. Doch eines wird beide Hersteller gleichermaßen betreffen: Preiserhöhungen und knappe Ware im Zuge des hohen RAM-Bedarfs durch den KI-Boom.
- Nvidia soll bereits planen, die Produktion der aktuellen RTX-5000-GPUs im nächsten Jahr deutlich zurückzufahren. Und bei AMD dürfte es nicht besser aussehen.
Intel bildet einen kleinen Hoffnungsschimmer. Vor allem in den etwas günstigeren Preisregionen, die zuletzt nur noch eher stiefmütterlich von AMD und Nvidia bedient wurden.
Mögliche neue Arc-Grafikkarten sind damit vielleicht die einzigen guten Nachrichten, die wir für 2026 für euch haben.
Ein großes Duell bei CPUs
AMD und Intel wollen es bei den Prozessoren dagegen noch mal so richtig wissen.
- Während Zen 6 für den Sockel AM5 voraussichtlich 2026 erscheint und AMD seine Vormachtstellung bei den CPUs damit weiter ausbauen will, hofft Intel auf die endgültige Wende durch die neuen Nova Lake-Modelle (Core Ultra 400), die Ende 2026 erscheinen könnten.
- Nach dem eher schwierigen Neustart mit Arrow Lake (Core Ultra 200) sollen die kommenden Desktop-CPUs nicht nur ausgereifter sein, sondern auch einen Konter zu AMDs X3D-Cache bringen: den sogenannten BLLC (
Big Last Level Cache
). Das ist gerade für Spieler sehr interessant. - Dazwischen steht Anfang 2026 bei Intel noch Panther Lake für Notebooks an (Core Ultra 300). Im Desktop-Bereich plant der Hersteller gleichzeitig, die Zeit bis zu Nova Lake und dem neuen Sockel LGA1954 mit einem Arrow Lake-Refresh zu überbrücken (Core Ultra 200 Plus).
Es ist allerdings gut möglich, dass Nova Lake erst 2027 erscheint. Denn auch bei Prozessoren nimmt die Speicherkrise indirekt eine wichtige Rolle ein.
Das große Damoklesschwert Speicher
Alle neuen Prozessoren sind nach aktuellem Stand ausschließlich zu DDR5-RAM kompatibel, der in Zukunft besonders knapp sein wird und bereits jetzt extrem im Preis gestiegen ist.
Aber was soll man mit einer neuen CPU, wenn der passende Speicher dafür sündhaft teuer und kaum zu haben ist? Es gibt sogar schon Befürchtungen, dass das zu einem Aussterben von PC-Anbietern führen könnte.
Im Zuge dessen wird teilweise auch die Rückkehr von DDR4-CPUs wie dem Ryzen 7 5800X3D gewünscht und eine Reanimation der AM4-Plattform vorhergesagt.
Was all das für das Hardware-Jahr 2026 konkret bedeutet, ist schwer vorherzusagen. Fest steht aber: So ein im negativen Sinne spannendes Hardware-Jahr stand uns wohl schon länger nicht mehr bevor.
Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, was ihr 2026 im Hinblick auf Grafikkarten und Prozessoren erwartet und wie ihr über die weitere Entwicklung der Speicherkrise denkt!

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