Jo mei, ein ganz stinknormaler Ventilator. Wisst ihr noch? So etwas gab es früher auch schon. Bevor der Markt überflutet wurde mit teuren Geräten, die mehr leisten können sollen, als einfach nur Luft zu bewegen.
Manche Standventilatoren kosten inzwischen mehrere Hundert Euro, habe ich mir sagen lassen. Wegen Nachtmodi und App-Funktionen und anderen Dingen, mit denen ich mich zugegeben überhaupt nicht auseinandergesetzt habe – weil ich sie nicht brauche. Und Klimaanlagen waren bisher auch nie so mein Ding, zumal die in der Regel auch ein bisschen mehr kosten.
Ich wollte einfach bloß einen simplen Standventilator, um mich am Schreibtisch bepusten zu lassen. Einen, wie ich ihn damals schon in meiner ersten Wohnung hatte. Einen, den es in Weiß, maximal vielleicht noch in Schwarz gibt. Mit vier Tasten darauf für aus, wenig Wind, mittlerer Wind und viel Wind. Finito!
Vor allem habe ich aber auch nicht eingesehen, warum ich für die schlichte Aufgabe, die das Gerät bei mir zu bewältigen hat, viel Geld ausgeben sollte. Die Suche danach gestaltete sich als überraschend herausfordernd, denn ich wollte natürlich auch keinen Schrott kaufen.
Ventilatoren, die weit über 100 Euro kosten, scheinen inzwischen aber der Standard zu sein und ich frage mich, ob ich wirklich in der Minderheit bin mit meinem Wunsch nach Einfachheit.
Nicht falsch verstehen: Ich bin mir sicher, auch die teuren Ventilatoren haben ihre Daseinsberechtigung. Menschen und Bedürfnisse sind eben verschieden. Ich in meinem Fall habe aber einigermaßen lange suchen müssen, um etwas unter 30 Euro zu finden, das trotzdem qualitativ solide ist.
Wer billig kauft, kauft viermal – und das ist gut so
Gefunden habe ich einen Standventilator, den ich inzwischen viermal besitze. Für alle vier zusammen habe ich nicht einmal 100 Euro bezahlt. Manch andere Modelle kosten einzeln bereits so viel und mehr. Zwei der Ventilatoren habe ich jetzt seit circa zwei Jahren.
Ab und an musste ich bei zu rabiater Handhabung die Plastiksocken der Standfüße wieder aufstecken, weil sie vom Metallfuß gerutscht sind. Das passierte meist dann, wenn ich die Geräte von einem Raum quer durchs Haus, über die Treppe, in einen anderen getragen habe und hier und da angeeckt bin.
Aber ansonsten laufen beide Geräte nach wie vor einwandfrei und machen, was sie sollen: Luft bewegen.
Die ersten zwei Geräte stehen im Büro und im Schlafzimmer – die beiden wichtigsten Räume dafür, wie ich finde. Im Büro muss ich jeden Tag acht Stunden sitzen und einen kühlen Kopf bewahren. Dass mein Arbeitsplatz im Obergeschoss zur Südseite gerichtet ist, erschwert dies.
Und im Schlafzimmer, das ebenfalls im Obergeschoss liegt, erhole ich mich während der Nachtruhe. Ebenfalls enorm wichtig, auch aus gesundheitlicher Sicht. Aktuell bekomme ich dank Ventilator Nummer 2 genügend Wind um die Ohren, um durchzuschlafen.
Nie wieder Herumtragen von Ventilatoren
Bereits vorletzten Sommer störte mich aber zunehmend, dass ich die Windmacher immer wieder herumtragen und neu platzieren musste. Insbesondere im Spielzimmer und in der Küche fehlte es an weiteren Geräten.
Die beiden schon vorhandenen Ventilatoren im Hochsommer bei über 30 Grad ständig durch den engen Hausflur und über die Treppe bugsieren zu müssen, machte alles andere als Spaß. Aber ohne ließ es sich auch kaum aushalten.
So eine Commander-Partie MtG oder eine Runde Mythic Battles: Ragnarök
kann schon einmal etwas länger dauern. Und in der Küche erzeugen Herd, Backofen und Co. sowieso schon ordentlich Hitze. Kurzum: Es mussten zusätzliche Ventilatoren für das Erdgeschoss her.
Also kamen die anderen beiden Geräte letzten Sommer hinzu und ich bin absolut happy damit. Alle vier Geräte machen, was sie machen sollen. Ich brauche keine Sonderfunktionen, ich will einfach nur ein bisschen Wind um die Ohren bekommen und zwar ohne ein Einzelgerät permanent über zwei Etagen hinweg herumzutragen.
Jetzt haben alle vier jeweils einen fest zugeteilen Platz: Einer nach wie vor im Büro, einer im Schlafzimmer, einer im Spielzimmer und einer in der Küche. Ich habe nicht bereut billig gekauft
zu haben und finde, teurer ist nicht immer automatisch auch besser.
Wer sich für derartige Geräte interessiert, sollte meiner Meinung nach immer zuerst prüfen, was er oder sie denn eigentlich braucht und sich davon erwartet. Einfach ein hochpreisiges Modell zu kaufen, garantiert nicht, dass man dann auch damit zufrieden ist.
Ich habe Vergleichstests gelesen, ehe ich mich für dieses Modell entschied. Dass hier und da auf Plastik gesetzt wird und das Gerät nicht unbedingt das allerstabilste ist, stört mich persönlich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass nicht jeder so glücklich wie ich damit wäre.
Es gibt mit Sicherheit auch noch andere gute Produkte in einer ähnlichen Preiskategorie und bei vielen Shops. Das Angebot ist vielfältig und das ist auch gut so. Also schaut in Ruhe und lasst euch nichts aufschwatzen, was ihr nicht braucht.
Update: Ich habe diesen Artikel vom letzten Jahr aktualisiert und neu hochgezogen, denn alles, was ich schreibe, trifft auch ein Jahr später noch genauso zu. Ich hoffe, manchen hilft mein Artikel, denn nicht jeder kann sich teure Klimageräte leisten.
Wie steht ihr zu Ventilatoren? Nutzt ihr selbst eher Luxusmodelle oder macht ihr es so wie ich? Falls ihr einen oder mehrere teure Ventilatoren besitzt: Warum habt ihr euch dafür entschieden und welche Funktionen oder Eigenschaften waren für euch ausschlaggebend? Oder habt ihr für Ventilatoren generell nicht viel übrig? Schreibt es mir in die Kommentare.

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