Auf der gamescom gab es haufenweise neues Gameplay zu Anno 117: Pax Romana zu sehen. Das Aufbauspiel war hier erstmals einer großen Öffentlichkeit zugänglich, und auch wir haben natürlich die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, um noch ein paar Stunden mehr in diesem römischen Inselparadies zu verbringen.
Aber nicht nur das, wir haben auch mit den Entwicklern gesprochen. Etwa mit dem Creative Director Manuel Reinher, der uns für einen Plausch auf unserer gamescom-Bühne ... oder in dem Fall: in unserem gamescom-Theater besuchen kam.
Dabei kamen wir auf die vielen Entscheidungsmöglichkeiten in Anno 117 zu sprechen und dass es sich anfühlt, als könne man viel schneller die höchsten Gebäudestufen erreichen. Dafür gibt es natürlich gute Gründe, wie Manuel im Talk verrät – und das liegt auch an uns. Denn die meisten Anno-1800-Spieler haben das Endgame nie gesehen.
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Das große Anno 117 Gipfeltreffen mit Maurice, Steinwallen, Writing Bull und radlerauge - live von der gamescom
Die meisten von euch bauen keine Weltausstellung
Während der Tagung unseres Anno-Senats, in der mit Maurice, Steinwallen, Writing Bull, Radlerauge, Heiko und eben Manuel einige der klügsten Anno-Köpfe Deutschlands zusammensaßen, wurde das Spieltempo angesprochen. Das fühlt sich etwa laut des Anno-Effizienzweltmeisters (das stimmt wirklich) Radlerauge spürbar flotter an, als noch in Anno 1800.
Kurz danach wies Manuel darauf hin, dass es nicht daran liege, dass Anno 117 ein kleineres Spiel sei. Im Gegenteil. Laut des Creative Director wird Anno 117 zum Release etwa 20 Prozent mehr Gebäude beinhalten, als das Grundspiel von Anno 1800.
Dass Spielerinnen und Spieler trotzdem etwas schneller in die späteren Spielabschnitte gelangen, ist aber Absicht und hängt mit optionalen Spielrouten zusammen und auch damit, dass in Anno 1800 der größte Teil niemals ins Endgame kommt:
Du kannst schneller ins Endgame kommen, du kannst schneller das Kolosseum bauen – aber du musst es nicht. Wenn du wirklich auf eine volle Versorgung gehen möchtest und den letzten Winkel ausloten möchtest, dann hat das Spiel super viele Optionen. Und das war uns auch wichtig. Denn wir fanden es immer schade [...], einen Großteil des Contents sehen die meisten Leute niemals. Weil sie niemals ein Monument bauen werden. Weil sie niemals in beiden Provinzen bis ans Ende gehen können. In Anno 1800 schafft es die Masse nicht ins Endgame.
Das ist die Antwort von Anno 117 darauf
Dass ihr in Anno 117 etwas flotter selbst richtig prachtvolle Gebäude wie das Kolosseum bauen könnt, ohne die Komplexität zu opfern, ist dem weniger linearen Gameplay zu verdanken. Anno 117 setzt sehr stark auf Entscheidungen. Darunter:
- In welcher Provinz wollt ihr starten?
- Wollt ihr beide oder nur eine bebauen?
- Welche Ressourcen wollt ihr fürs Aufsteigen beschaffen?
- Welche Technologien wollt ihr erforschen?
- Welche Götter wollt ihr anbeten?
- Wird Albion romanisiert oder nicht?
All das macht es möglich, entweder eine sehr unkomplizierte oder eine herausfordernde Route bis zum Endgame einzuschlagen. Wer bisher in Anno 1800 also verzweifelt ist, bevor auch nur das Fundament der Weltausstellung stand, kann den kürzesten Weg dorthin wählen.
Spannend wird in diesem Fall aber auch, ob es sich dann trotzdem noch verdient anfühlt und ob es nicht nur Hürden, sondern auch langfristige Vorteile mit sich bringt, den komplexeren Weg zu gehen. Das wissen wir aber wohl erst, wenn das Spiel am 13. November erscheint.

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