Diese 5 Apps gehören auf euer Handy, wenn euch Sicherheit am Herzen liegt

Nicht nur euer Rechner kann das Ziel von Malware werden. Auch beim Handy gilt es, aufzupassen. Wir zeigen euch 5 App-Tipps, die für mehr Sicherheit sorgen.

Kein anderes technisches Gerät ist so sehr mit uns verwachsen wie unser Smartphone. Ganze 20 Stunden pro Woche kommt das Handy bei den Deutschen zum Einsatz - und das in allen Lebenslagen.

Ob auf der Arbeit, Zuhause oder beim Sport: Überall tragen wir unser Smartphone mit uns herum und nutzen es zum Surften, Telefonieren oder Musik hören.

Umso wichtiger ist es, dass wir uns Gedanken um die Sicherheit unseres Smartphones machen. Neben unserem eigenen Verhalten und den richtigen Einstellungen in iOS und Android sind es vor allem auch Apps, die uns dabei helfen können.

Wir haben daher im Folgenden fünf Arten von Sicherheits-Apps herausgesucht, die auf eurem Handy nicht fehlen sollten. Zu jeder gibt es dann natürlich auch noch Empfehlungen, welche Apps genau wir aus dem Play Store beziehungsweise App Store herunterladen würden.

1. Passwort-Manager

Euer Passwort kann noch so lang und komplex sein: Wenn ihr es für all eure Accounts verwendet, ist es nicht sicher. Stattdessen lautet der Goldstandard, jedes Passwort nur einmal zu verwenden. Aber wer soll sich das alles merken?

Natürlich ein Passwort-Manager. Die gibt es nicht nur für den Desktop-PC und Laptop, sondern auch als App fürs Smartphone. Viele Anbieter geben euch sogar die Möglichkeit, beide Gerätetypen miteinander zu synchronisieren.

Gute Passwort-Manager gibt es oft gegen Geld, aber auch bei den kostenlosen Alternativen finden sich empfehlenswerte Anbieter - oft mit einem etwas abgespeckten Umfang. Unsere App-Empfehlungen für Passwort-Manager-Apps sind:

Warum der beliebte Passwort-Manager LastPass nicht in unseren Empfehlungen auftaucht? Das erfahrt ihr in Linhs Artikel:

2. Zwei-Faktor-App

Noch sicherer seid ihr unterwegs, wenn ihr eure Accounts zudem mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) schützt. Das heißt: Ihr verwendet neben dem Passwort noch einen zweiten Faktor, der für den Zugang notwendig ist.

Ein beliebter zweiter Faktor ist der physische Zugang zu eurem Smartphone. Wer den nicht hat, kann sich trotz bekanntem Passwort nicht einloggen.

In der Praxis funktioniert das so: Wann immer ihr euch in einen Account einloggen wollt, wird ein Code an euer Smartphone verschickt. Den müsst ihr dann im Anmeldefenster eingeben, sonst geht es nicht weiter.

Um euer Smartphone als zweiten Faktor zu nutzen, verwendet ihr am besten eine unserer Zweifaktor-App-Empfehlungen. Viele Unternehmen bieten auch SMS als App-Alternative an. Das ist zwar sicherer als gar keine 2FA. Ihr lauft damit aber in Gefahr, Opfer von Phishing oder Social Engineering zu werden.

Unsere App-Empfehlungen für 2FA sind:

Warum ist 2FA per SMS unsicherer?

Bei der 2FA über SMS gibt es zwei große Angriffsvektoren, die das Verfahren unsicherer machen.

Beim Phishing setzen sich die Angreifer zwischen euer Endgerät und den Dienst, der die 2FA verschickt. Dazu werden zuvor meist E-Mails oder SMS versandt, die Malware enthalten. Klickt ihr auf den entsprechenden Link oder Download, können sich die Angreifer bei euch einnisten - und erhalten den entsprechenden 2FA-Code, um sich damit in eure Konten einzuloggen.

Beim Social Engineering seid üblicherweise nicht ihr das Ziel, sondern euer Tarif-Anbieter. Dort geben sich die Angreifer beispielsweise als euch aus und fragen eine neue SIM-Karte an (sogenanntes SIM-Swapping). Die 2FA-SMS geht dann nicht mehr an euch, sondern an die Angreifer.

3. Firewall

Warum eine Firewall auf dem Handy Sinn macht? Erstaunlicherweise nicht so sehr, weil sie euch vor Gefahren aus dem dunklen, bösen Netz schützt. Vielmehr verhindert eine Handy-Firewall, dass installierte Apps ganz dreist eure Daten abfließen lassen.

In der Firewall legt ihr dafür fest, welche Apps Zugang zum Internet erhalten. Einmal festgelegt, habt ihr dann meist wenig Ärger und könnt die Firewall im Alltag ihre Arbeit im Hintergrund erledigen lassen.

Die Krux an der Sache: Für einige Apps braucht ihr Root-Zugriff auf euer Smartphone, müsst euch also zusätzliche Rechte durch sogenanntes Rooten beschaffen. Dafür gibt es eine Reihe von Anleitungen im Netz, wir würden Otto-Normal-Nutzern aber davon abraten.

Denn nicht nur macht ihr euch so angreifbar für Cyberkriminelle. Auch erlischt durch das Rooten jeglicher Garantieanspruch auf euer Smartphone.

Glücklicherweise gibt es auch eine empfehlenswerte Firewall-App für Android, die ihr selbst ohne Root-Rechte nutzen könnt:

Mit NetGuard blockieren wir unerwünschten Datenabfluss. Mit NetGuard blockieren wir unerwünschten Datenabfluss.

4. Tor-Browser

Anonym im Netz surfen? Dafür gibt es doch VPNs!

Stimmt, und für manche Anwendungsfälle wie das Umgehen von Geoblocking sind VPNs auch die beste Wahl. Wer aber wirklich Wert auf Anonymität legt, ist mit dem Tor-Browser besser bestellt.

Nicht nur, weil ihr dabei nicht einem einzelnen VPN-Anbieter vertrauen müsst, dass er eure Daten nicht weitergibt. Auch ist es deutlich schwieriger, euch über das Tor-Netzwerk mit seinen tausenden Browsern zurückzuverfolgen.

Und jetzt die gute Nachricht: Den Tor-Browser gibt es auch als App - sowohl für Android als auch für iOS

Nina warnt vor Katastrophen und gibt Tipps, wie man sich im Notfall verhalten sollte. Nina warnt vor Katastrophen und gibt Tipps, wie man sich im Notfall verhalten sollte.

5. Warnapp

Alle bisherigen App-Empfehlungen dienten vor allem dazu, euch vor digitalen Gefahren zu schützen. Aber auch im analogen Leben kann euch euer Handy vor Katastrophen schützen.

Egal ob Erdbeben, Hochwasser, Brandgefahr oder Sturmwarnung: eine App, die vor natürlichen wie menschengemachten Gefahren warnt, sollte auf keinem Handy fehlen.

Hier habt ihr die Wahl zwischen zwei verschiedenen Apps, die euch im Extremfall informieren:

Welche Anwendungen verwendet ihr, um euer Smartphone sicherer zu machen? Haben wir eine wichtige App-Empfehlung vergessen? Stimmt ihr mit unseren Tipps überein? Und war für euch etwas Neues dabei, dass ihr direkt installieren möchtet? Wir freuen uns auf eure Meinungen und Empfehlungen in den Kommentaren!

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