Im Jahre 2027 können Fans nach Hogwarts zurückkehren, denn HBO arbeitet an einem Reboot von Harry Potter. Mit Chris Columbus fand die Reihe damals ihren Anfang: Der 66-jährige Regisseur inszenierte sowohl Der Stein der Weisen als auch Die Kammer des Schreckens.
Ganze 24 Jahre später kann sich der Filmemacher aber nicht mehr vorstellen, noch einmal in der Zauberwelt hinter der Kamera zu stehen - und das hat einen triftigen Grund.
2:17
Harry Potter: Die HBO-Serie verfilmt bald das erste Buch - So sah Hogwarts im Original von 2001 aus
Mehr Möglichkeiten, aber trotzdem keine Rückkehr
Auf der Premiere seines neuen Netflix-Films The Thursday Murder Club findet Columbus deutliche Worte zu einem möglichen magischen Comeback (via Variety). Er hat seine Version von Harrys Geschichte erzählt und »es gibt in der Welt nichts mehr für ihn zu tun.«
Trotzdem beneidet er die kreativen Köpfe hinter Harrys neuen Abenteuern, die durch das Serienformat viel mehr Möglichkeiten haben. Denn einigen Szenen und Figuren trauert Columbus immer noch etwas nach:
Das Interessante daran ist, dass wir mit dem ersten, zweiten und dritten Buch alles umsetzen wollten. Wir wollten all das auf die Leinwand bringen, hatten jedoch nicht die Möglichkeit dazu.
Wir konnten diese unglaubliche Szene [wird im nächsten Abschnitt erklärt - Anm. d. Red.] nie in den Film integrieren, aber ich bin mir sicher, dass sie in der HBO-Serie zu sehen sein wird. Für mich ist dies also eine Gelegenheit, all diese Szenen zum Leben zu erwecken.
Columbus nennt dabei auch gleich einige Beispiele. So hätte er gerne den Poltergeist Peeves eingebaut, der in Hogwarts so manchen Schabernack treibt oder die Szene im ersten Buch, in der Harry, Ron und Hermine ein Zaubertrank-Rätsel lösen müssen und befürchten, dass sie sich selbst vergiften.
Was denkt Columbus über die Rowling-Problematik?
Die Kontroverse rund um J.K. Rowling überschattet schon seit Jahren das Franchise. Die 60-jährige Buchautorin spricht sich regelmäßig öffentlich gegen LGBTQIA+-Rechte aus, was bei der queeren Community natürlich alles andere als gut ankommt. Auch Columbus lässt die Diskussion nicht kalt und er findet deutliche Worte:
Ich trenne manchmal gerne den Künstler vom Kunstwerk, ich halte das für wichtig. Es ist bedauerlich, was passiert ist. Ich stimme mit dem, was sie sagt, ganz und gar nicht überein. Aber es ist einfach traurig, sehr traurig.
Mehr zu der Thematik könnt ihr euch unter dem folgenden Artikel durchlesen:
Die neue HBO-Serie ist derzeit auf sieben Staffeln ausgelegt - also eine Season pro Buch. Insgesamt soll die Show zehn Jahre lang laufen. Die Dreharbeiten sind bereits in vollem Gange, und die Besetzungsliste füllt sich immer mehr.
Falls ihr noch mehr dazu wissen möchtet, verlinken wir euch in dem obigen Kasten einige passende Artikel.