Der Speicherplatz, den manche Spiele auf der Festplatte beanspruchen, ist schon seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Einige Titel setzen weit über 100 GB voraus, ohne dabei auffällig mehr Inhalte zu bieten als deutlich kleinere Spiele. Dass eine Optimierung möglich ist, zeigt jetzt Helldivers 2.
Helldivers 2 schrumpft auf ein Sechstel zusammen
Der beliebte Koop-Shooter von Arrowhead Games ist eines dieser Spiele, die gefühlt unverhältnismäßig viel Speicherplatz einnehmen. Satte 154 GB braucht der Titel. Jetzt haben die Entwickler eine Slim-Version veröffentlicht und diesen Wert auf gerade einmal 23 GB verkleinert.
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Gibt's eine bessere Ausrede, um wieder mal Helldivers 2 zu starten, als ein Kettenschwert wie aus Warhammer 40K? Eben!
In einem Blog-Artikel auf Steam erklärt das Studio, dass sie schon länger an einer Optimierung der PC-Version arbeiten, der eingesparte Speicherplatz bisher aber immer kleiner war als die neu hinzugefügten Inhalte.
Die Slim-Version wurde jetzt vorerst als Beta gestartet, um sicherzustellen, dass es keine gravierenden Probleme gibt. Wer teilnehmen will, kann den Build »prod_slim« unter »Betas« im »Properties«-Tab in der Steam-Bibliothek aktivieren.
Auf Reddit wird ein entsprechender Post dazu intensiv diskutiert. In nur 16 Stunden hat der Beitrag schon mehr als 18.000 Likes und fast 1.000 Kommentare gesammelt. Ein Nutzer schreibt etwa »Der Unterschied ist einfach ein ganzes CoD-Spiel«.
Link zum Reddit-Inhalt
Insgesamt wird der Schritt natürlich begrüßt, ruft aber auch einmal mehr Kritik an anderen Entwicklern hervor. Spiele wie eben Call of Duty, God of War: Ragnarök oder Street Fighter 6 sollten sich daran mal ein Beispiel nehmen, so der Tenor. Ganz so einfach dürfte das aber nicht sein.
Wie hat Arrowhead das geschafft? Wie in dem Blog-Beitrag weiter erklärt wird, fußt die massive Einsparung vor allem darauf, dass jede Menge doppelte Daten entfernt wurden, die ursprünglich da waren, um ein möglichst gutes Spielgefühl für HDD-Nutzer zu ermöglichen.
Industriedaten hätten darauf hingewiesen, dass die Ladezeiten mit einer HDD deutlich länger ausfallen würden als mit einer SSD. Mittlerweile habe man aber ausreichend eigene Daten gesammelt, die einen deutlich kleineren Unterschied nahelegen.
Selbst in der Slim-Version seien die Ladezeiten mit einer HDD nur ein paar Sekunden länger als bei SSD-Nutzern. Wenn die Beta erfolgreich verläuft, soll die Slim-Version die Legacy-Version komplett ersetzen. Wer den Speicherplatz also gerade erübrigen kann, kann auch einfach abwarten und Libertea trinken.
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