Helldivers 2 hat eine lebendige und engagierte Community: Über 2 Jahre nach dem Release sind auf Steam täglich immer noch zehntausende Spielerinnen und Spieler online und auf Reddit werden fleißig Gameplay-Clips geteilt und diskutiert.
Aber die Fans werden auch schnell laut, wenn ihnen etwas nicht passt und aktuell ist die Stimmung schlecht: Mit dem Release der neuen Mechs, Balancing-Schwierigkeiten und einer enttäuschenden Fragerunde sind die Entwickler erneut in ein Fettnäpfchen getreten. Ein Blogpost auf Steam soll jetzt die Flammen löschen.
Was ist eigentlich los bei Helldivers 2?
Auf Steam zeichnen die Bewertungen der letzten dreißig Tage ein düsteres Bild: Nur 35 Prozent der rund 11.000 Rezensionen fallen positiv aus, damit landet Helldivers 2 bei einem größtenteils negativ
. Insgesamt steht der Shooter auf Steam zwar immer noch bei größtenteils positiv
, aktuell sind viele Fans aber eindeutig unglücklich. Ein Blick in die Reviews zeigt, dass sich aktuell mehrere Probleme überlagern:
Das Balancing ist inkohärent. Die Waffen fühlen sich entweder unglaublich an oder sind komplett nutzlos, ohne Konsistenz oder ein klares Ziel. Gegner werden gestärkt und Spieler-Werkzeuge abgeschwächt, jedes Update fühlt sich so an, als würde es das vorherige rückgängig machen, anstatt darauf aufzubauen. [...] Der galaktische Krieg, der die Identität des Spiels ausmachen soll, fühlt sich kaum noch lebendig an.
LibbyBekannte Bugs bleiben monatelang im Spiel. [...] Das Spiel wird ständig zugunsten der KI-Fraktionen angepasst, auf Kosten des Spielspaßes und manchmal auch der Spielbarkeit. Man konzentriert sich auf neue, profitsteigernde Warbonds, bevor überhaupt simple Fortschritts-Systeme fertiggestellt werden (wieso kann ich nicht das Visier auf meiner Pistole ändern?).
Ich würde sehr gerne von all dem Spaß erzählen, den ich mit diesem Spiel hatte und wenn die Probleme gelöst werden, werde ich diese Bewertung ändern.
RizzGod42069
1:24
»Standby for Titanfall« - Helldivers 2 kündigt Mech-Nachschub an und Fans denken sofort an einen legendären Shooter
Spielerinnen und Spieler sind zudem enttäuscht davon, dass mit den neuen Mechs zum ersten Mal Fahrzeuge hinter einer Paywall landen. Außerdem wird kritisiert, dass sich Entwickler Arrowhead generell zu sehr auf neue Inhalte und zu wenig auf den Kern des Spiels konzentriere. Auch mit den jüngsten Balancing-Entscheidungen sind viele Fans unglücklich.
Der Plan der Entwickler
Auf Steam haben die Entwickler jetzt reagiert: In einem Blogpost sprechen sie genauer über ihre Pläne und Ziele für Helldivers 2, in der Hoffnung zornige Fans zu besänftigen:
- Aktuell arbeite man daran, den Meta-Fortschritt und den galaktischen Krieg zu verbessern, erste Ergebnisse soll es im Sommer geben. Man habe das Team in diesem Bereich
deutlich
vergrößert. Geplant sind etwa:Bedeutsamere
Belohnungen und Community-Fortschrittssysteme. Im galaktischen Krieg soll es etwa wieder Stratagem-Unlocks geben.- Major Orders sollen zu thematischen Kampagnen weiterentwickelt werden, die mehrere Wochen dauern.
- Sich verzweigende Enden, klarere Risiken und Konsequenzen, die auf den Handlungen der Spielerinnen und Spieler basieren.
- Außerdem will man die Kommunikation mit den Fans verbessern:
- Balancing-Änderungen sollen besser erklärt werden und es soll keine versteckten Änderungen mehr geben.
- Es soll mehr Updates zur Entwicklung und kommenden Updates geben, sowie zu den drängendsten Problemen in Bereichen wie Technik und Performance, Balance, Fortschritt und galaktischer Krieg.
- Es soll mehr Beta-Tests mit Spielerinnen und Spielern geben.
- Fahrzeuge sollen auch in Zukunft durch Gameplay freigeschaltet werden und nicht, wie befürchtet, nur noch in Warbonds landen. Trotz des Debakels mit den neuen Mechs schließt man aber keine weiteren Warbonds mit Fahrzeugen aus.
- Es wird zudem an neuen Roten Stratagems und neuen Schiffsmodulen gearbeitet.
Ob die Fans mit den Versprechungen und Erklärungen der Entwickler zufrieden sind, muss sich erst zeigen. Mit dem Blogpost geht man immerhin auf so gut wie jedes Problem ein, das die Community in den letzten Wochen beschäftigt hat. Allerdings sind die Antworten vielleicht nicht immer das, was die Unzufriedenen hören wollen. Viele Spielerinnen und Spieler werden außerdem wohl erst Taten statt Worte sehen wollen.
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