50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Nein, die Szene mit den 60.000 Totenschädeln in Der Herr der Ringe war kein CGI: Jemand hat sie tatsächlich handbemalt und einzeln eingesammelt

Eine der beeindruckendsten Szenen aus Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs entpuppte sich im Nachhinein auch als eine der anspruchsvollsten.

Eine der beeindruckendsten Szenen aus Die Rückkehr des Königs sollte es ursprünglich gar nicht geben. Bildquelle: New Line Cinema Eine der beeindruckendsten Szenen aus Die Rückkehr des Königs sollte es ursprünglich gar nicht geben. Bildquelle: New Line Cinema

Peter Jacksons Verfilmung von der Herr-der-Ringe-Trilogie hat inzwischen über 20 Jahre auf dem Buckel, sieht aber immer noch fantastisch aus. Das liegt unter anderem daran, dass größtenteils auf CGI verzichtet und zu praktischen Effekten gegriffen wurde. Das gilt auch für die beeindruckende Schädellawine aus Die Rückkehr des Königs, in der unglaubliche 60.000 Totenköpfe zum Einsatz kamen.

Aus 200 wurden 60.000

Es geht um die Szene, in der Aragorn (Viggo Mortensen), Legolas (Orlando Bloom) und Gimli (John Rhys-Davies) von einer gigantischen Schädel-Lawine überrollt werden. Wer nur die Kino-Fassung von Die Rückkehr des Königs gesehen hat, kennt die Szene womöglich gar nicht. Sie wurde erst nach dem Kinostart gedreht und ist im Extended Cut enthalten.

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit. Alle Schädel, die ihr in der Filmszene seht, wurden per Hand bemalt und während des Drehs mehrfach händisch platziert.

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Wie in dem Video von MiddleEarthUpdates verraten wird, sollten zunächst nur 200 Schädel angefertigt werden. Doch dann wurde die benötigte Anzahl immer größer. Plötzlich waren es 2.000, daraus wurden 6.000, dann kamen 10.000, bald waren es 20.000 und am Ende erreichte die Produktion 60.000. Alle von ihnen wurden handbemalt.

Glücklicherweise musste nur ein Teil der Totenköpfe lebensgroß sein, denn Jackson drehte die Szene in zwei Perspektiven. Einmal als Nahaufnahme und dann aus einer Totalen, für die ein Miniaturmodell der Szenerie sowie dazugehörige Mini-Schädel gebaut wurden.

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Leider kein One Take

Damit alles vernünftig aussieht, mussten die einzelnen Schädel-Attrappen in einem ganz bestimmten Winkel fallen und dementsprechend sorgsam platziert werden. Das Problem: Die Konstruktion war ziemlich instabil und bei der geringsten Erschütterung fiel alles in sich zusammen.

Für jeden Take mussten die Totenköpfe händisch eingesammelt und an den richtigen Stellen platziert werden. Das war so viel Arbeit, dass auch die Schauspieler mit angepackt haben. Die haben sich daraus irgendwann einen Spaß gemacht und die Schädel in die Tragetaschen geworfen - ähnlich wie beim Basketball.

Es ist beeindruckend, dass Peter Jackson die Produzenten überzeugen konnte, diese aufwendige Szene noch zu drehen, obwohl der Film bereits mehr als erfolgreich veröffentlicht wurde. Mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar konnte der Film im Kino einspielen. Und auch bei den Oscars konnte Die Rückkehr des Königs abräumen und nahm elf Preise mit nach Hause.

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