Der neue Herr der Ringe-Film wird mit KI gedreht – der Regisseur erklärt selbst, wofür die Technologie genutzt wird

Andy Serkis nutzt KI für den nächsten Mittelerde-Kinofilm und liefert die passende Begründung selbst.

KI dürfte unter anderem bei Elijah Wood zum Einsatz kommen. (Bild: Warner Bros.) KI dürfte unter anderem bei Elijah Wood zum Einsatz kommen. (Bild: Warner Bros.)

Ende 2027 soll mit »Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum« der erste Live-Action-Film aus dem Mittelerde-Universum seit den Hobbit-Verfilmungen in die Kinos kommen.

Der Regisseur und Gollum-Darsteller Andy Serkis hat schon angekündigt, dass beim Filmen KI zum Einsatz kommen wird. Nun hat er auch erklärt, wofür die Technik genutzt werden soll.

KI soll zur Immersion beitragen

Die »Herr der Ringe«-Trilogie von Peter Jackson zeichnet sich für viele Film- und Fantasy-Fans nicht zuletzt auch dadurch aus, dass vieles in den Filmen, von den Kulissen bis hin zu den Effekten, »echt« ist, also nicht aus dem Computer stammt.

Dass bei dem neuen Film nun vom Einsatz von KI die Rede ist, dürfte da in dem ein oder anderen den Drang hervorrufen, zu Fuß nach Mordor zu spazieren und das ganze Projekt eigenhändig in den Schicksalsberg zu werfen.

Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass auch bei den »alten« Filmen eine Art von KI genutzt wurde, ohne die die beeindruckenden Massenschlachten überhaupt nicht möglich gewesen wären.


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Gegen den Zahn der Zeit

Zudem gibt es laut Regisseur Andy Serkis einen guten Grund für die KI-Nutzung. In einem Interview erklärt der Gollum-Darsteller:

»Wir werden einige Charaktere 'verjüngen' und maschinelles Lernen ist Teil dieses Prozesses.«

Angesichts dessen, dass unter anderem Elijah Wood (Frodo) und Sir Ian McKellen (Gandalf) mehr als 25 Jahre nach dem Kinostart von »Die Gefährten« wieder in ihre Rollen schlüpfen werden und der neue Film vor der Trilogie angesiedelt ist, ergibt eine solche digitale »Verjüngung« durchaus Sinn.

Serkis versichert allerdings auch, dass er eben nicht einfach KI-Bilder verwenden möchte:

»Aber wir erstellen in unserem Film keine KI-Aufnahmen, jede Einstellung wird auf traditionelle Weise erstellt. Eines der Dinge, die ich bei diesem Film unbedingt umsetzen wollte, war, all die großartigen filmischen Techniken – von Miniaturen bis hin zu Prothesen – wieder aufleben zu lassen und miteinander zu verbinden, denn das entspricht meinem Geschmack. Ich mag es, wenn man verschiedene Filmtechniken miteinander vermischt.«

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Die Mittelerde-Fans müssen sich also erstmal keine Sorgen machen, dass »Die Jagd nach Gollum« zum seelenlosen KI-Slop verkommt.

Viel mehr wird die Technologie eingesetzt, damit am Ende möglichst das ganze Film-Universum aus einem Guss erscheint. Wie gut das am Ende gelingt, bleibt aber gleichzeitig abzuwarten.


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