Videospiele und Filme sind zwei Welten, die man nicht miteinander vermischen sollte. Diese Aussage klingt mittlerweile falsch, aber in den 2000ern trifft sie definitiv zu.
Während ich mich heutzutage vor großartigen Lizenzspielen kaum noch retten kann – Indiana Jones und der große Kreis, RoboCop: Rogue City, 007: First Light –, bekomme ich damals sofort Angstschweiß, wenn ein neues Spiel zu einem Film herauskommt.
Der Tonus ist immer derselbe: Es mag zwar wie die Vorlage aussehen, aber das Gameplay wirkt lieblos draufgeschraubt. Reine Geldmache, murmeln enttäuschte Fans. Lizenzspiele gelten damals zurecht als verflucht.
Selbstverständlich gibt es strahlende Ausnahmen wie zum Beispiel bei Der Herr der Ringe. Spektakuläre Echtzeit-Strategiespiele und intensive Action-Adventures – es ist unglaublich, womit Publisher Electronic Arts uns damals verköstigt hat.
Aber Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs stellt im November 2003 alles Bisherige für mich in den Schatten. Das Action-Adventure hat originale Filmsequenzen, die direkt ins Gameplay übergehen, Couch-Koop-Gameplay und bis zu neun spielbare Charaktere.
Es gibt nur eine Sache, die das Spiel falsch macht: Heute nicht mehr erhältlich zu sein. In diesem Artikel präsentiere ich euch das beste Lizenzspiel aller Zeiten – und einen kleinen Funken Hoffnung.
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Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs im Preview-Video
Eine filmreife Formel
Eines ist vorab zu sagen: Die Rückkehr des Königs hätte es ohne die Verdienste seines Vorgängers nicht gegeben.
Nachdem Die Gefährten noch auf weitläufige Gebiete und eine sich langsam entfaltende Geschichte setzt, etabliert Die Zwei Türme eine neue und entscheidende Formel: Die Level sind deutlich kürzer, linearer und actionreicher. Die Charaktere kämpfen sich wie Tekken-Charaktere mit Kombo-Angriffen durch die Gegnerhorden und dürfen nach der Schlacht ihre Erfahrungspunkte in einem Skill-Shop für allerlei Moves und Verbesserungen ausgeben.
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