Hoffnungen für Borderlands 3 - Bloß kein »modernes« Service Game!

Die Ankündigung von Borderlands 3 steht wohl kurz bevor. Maurice hofft vor allem, dass sich die Serie nicht zu sehr von aktuellen Trends mitreißen lässt.

von Maurice Weber,
26.03.2019 18:25 Uhr

Borderlands 3 sollte nicht anderen Spielen hinterherlaufen, sondern wieder seine angestammte Führungsposition einnehmen, findet Maurice.Borderlands 3 sollte nicht anderen Spielen hinterherlaufen, sondern wieder seine angestammte Führungsposition einnehmen, findet Maurice.

Gute Story braucht's nicht, so lange man nur genügend Loot ausschüttet, und das wichtigste ist sowieso eine möglichst lange Roadmap - zehn Jahre sind super, gern noch mehr! Diesen Weisheiten scheint sich fast jeder Lootshooter der letzten Jahre verschrieben zu haben, von Destiny 2 bis Anthem. Dabei zeigte doch zwei Jahre vor dem ersten Destiny schon der Urvater des Genres, wie's besser geht: Borderlands!

Und genau deswegen hoffe ich, dass Borderlands 3 sich daran erinnern wird, dass diese Serie vor den ganzen modernen Lootshootern da war - und selbstbewusst genug ist, ihnen jetzt nicht hinterherzurennen!

Der Autor
Maurice Weber ist offensichtlich selbst dann noch ein grummliger altmodischer Sack, wenn's um so neumodische Themen wie Lootshooter geht. Die sind ein Genre, das er eigentlich mögen will - schließlich mag er als alter Diablo-Fan alles, wo's um bergeweise Beute geht - aber bei den neueren Exemplaren fand er immer ein Haar in der Suppe. Nur bei Borderlands 2 nicht.

Borderlands, bleib dir treu!

Teil 2 von Borderlands mag einer der ersten Lootshooter gewesen sein, ist aber für mich bis heute das Paradebeispiel für das Genre. Etwa, weil es sich nicht hinter der Ausrede versteckt, dass so ein Spiel doch gar keine tolle Story braucht. Borderlands 2 zeigt, dass jedes Spiel von einer starken Geschichte profitieren kann. Es zieht mit Handsome Jack einen fantastischen Bösewicht auf, bringt mich mit beinahe jeder Quest zum Lachen - und schafft es obendrauf trotz aller Absurdität, mich sogar noch ernsthaft zu berühren!

Und all das bereits zum Release. Ja, Borderlands 2 hatte auch DLCs, bekam Patches und sogar Mikrotransaktionen in Form der Charakter-Outfits. Aber es bot trotzdem bereits zum Launch ein fantastisches Paket. Eine umfangreiche Welt, eine lange Kampagne, Vielfalt an jeder Ecke. Ich musste mich nicht auf eine lange Roadmap verlassen, um ein tolles Produkt zu kriegen. Was mir dann nur umso mehr Lust gemacht hat, das mit DLC-Käufen zu belohnen. Die Zusatzinhalte waren vielleicht nicht alle genial, aber es waren echte Highlights dabei wie die herrlich eigene Mechromancer-Klasse und die dicke Bonus-Story Tiny Tina's Assault on Dragon Keep.

Borderlands 2 - Test-Video zur PC-Version 9:38 Borderlands 2 - Test-Video zur PC-Version

Und vor allem war Borderlands 2 einfach ein richtig guter Lootshooter mit bergeweise abgedrehter Knarren und Feinde. Das Spiel beschränkte sich bei allem Umfang aber auf das, was eben nötig war. Eine große geteilte Online-Welt brauche ich gar nicht, meine drei Koop-Kollegen reichen mir völlig aus!

Ja, es gibt Bereiche, bei denen ich mir Verbesserungen wünsche. Was das wuchtige Schießgefühl angeht, ist Borderlands 2 inzwischen doch hinter die moderne Konkurrenz zurückgefallen. Ebenso in Sachen Komfortfunktionen. Bessere Menüs und dafür weniger nerviges manuelles Munitionssammeln darf's dann doch sein. Und so cool die Charakterklassen auch waren, blieb für mich immer noch Raum für mehr als eine aktive Fähigkeit und sonst nur passive Skilltrees. Vor allem, wenn da noch Dinge wie ein paar Prozentchen mehr Schild drinsteckten.

Aber im Herzen wünsche ich mir von Borderlands 3 keine Revolution. Ich will einfach nur Borderlands 2 in besser. Nicht in »moderner«.

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