Der Einsatz von KI ist besonders in der Kunst stark umstritten. Gerade die Filmbranche ist seit Jahren im Aufruhr wegen der neuen Technologie und ihrer Möglichkeiten. Laut einer langjährigen Branchenkennerin wird schon jetzt mehr KI genutzt, als Hollywood-Studios zugeben möchten.
Keine Filme mehr ohne KI laut Insider
Seit es KI-Bild- und Videogeneratoren gibt, heißt es in regelmäßigen Abständen, Hollywood »sei am Ende«. Die Technologie könne Schauspieler, Kameraleute und quasi das gesamte Team einfach ersetzen. Erst kürzlich ging etwa ein KI-Clip viral, in dem sich Brad Pitt und Tom Cruise einen epischen Faustkampf liefern.
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Die Beziehung zwischen Hollywood und den KI-Firmen ist dabei ambivalent. Einerseits gibt es große Klagen von Studios aufgrund von möglichen Urheberrechtsverletzungen, andererseits hat Disney etwa selbst einen milliardenschweren Deal mit OpenAI geschlossen.
Die Frage, in welchem Umfang und wofür KI in der Filmproduktion verwendet wird, wird ebenfalls immer wieder diskutiert. In einem Interview mit Business Insider hat Janice Min, eine ehemalige Redakteurin des Hollywood Reporter, über ihre Einschätzung dazu gesprochen.
Laut Min würden in Hollywood gerade »alle ein bisschen lügen«, wenn es um die Nutzung von KI gehe. Es gäbe etwa keine Drehbuchautoren, die »auf eine leere Seite starren und nicht gleichzeitig mit Claude oder ChatGPT sprechen«.
Ein Hinweis darauf sei für sie auch, dass selbst die Academy, die sonst wie keine andere Institution das »Erbe von Hollywood« schütze, eine klare Aussage dazu vermeide. Sie führt weiter aus:
Ich würde mit einiger Sicherheit sagen, dass jeder einzelne der diesjährigen Oscar-Nominierten für den besten Film KI in seinem Produktionsprozess eingesetzt hat.
Die Aussagen lassen sich natürlich nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Es sollte aber angemerkt werden, dass die »Nutzung von KI« ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann. Das kann von einer technischen Verbesserung der Stimmen und Bilder bis hin zu komplett generierten Dialogen reichen.
Bei der Filmproduktion kamen zudem auch schon vor dem Start der großen KI-Welle automatisierte Tools zum Einsatz. Ob wirklich alle Autoren auf ChatGPT und Co. setzen, darf außerdem zumindest hinterfragt werden, nachdem diese einen der größten Streiks der Hollywood-Geschichte angezettelt haben.
So oder so wird die Debatte rund um KI in der Filmbranche aber nicht von heute auf morgen verschwinden. Je besser die Technologie wird, desto einfacher wird es auch sein, sie zu »verstecken«. Das bedeutet aber nicht, dass es bald nur noch komplett KI-generierte Filme geben wird.
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