Samsung Galaxy Z Fold 7 im Test: Endlich werden die Foldables erwachsen

Samsungs neues Fold 7 überzeugt im Test mit willkommenen Neuerungen. Neben der extrem schlanken Bauweise stehen vor allem Leistung und Kamera im Fokus. Der Test zeigt jedoch auch kleine Schwächen, mit denen ihr leben müsst.

Das neue Samsung Galaxy Z Fold 7 überzeugt im Test mit konsequenten Verbesserungen, die es deutlich von den Vorgängermodellen abheben. (Bildquelle: GameStar Tech) Das neue Samsung Galaxy Z Fold 7 überzeugt im Test mit konsequenten Verbesserungen, die es deutlich von den Vorgängermodellen abheben. (Bildquelle: GameStar Tech)

Samsung hat mit dem Galaxy Z Fold 7 einen beeindruckenden Sprung nach vorn gemacht. Das neue Falthandy ist extrem schlank, bietet jede Menge Leistung und übernimmt die Kamera des Galaxy S25 Ultra.

Das Gesamtpaket ist stark, vor allem im Vergleich mit den Vorgängermodellen. Das sollte es allerdings auch, denn einerseits schläft die Konkurrenz nicht, andererseits ist auch der Einstiegspreis von 2.100 Euro auch eine Ansage.

Ich konnte das Galaxy Z Fold 7 ausgiebig testen und bin positiv überrascht. Allerdings gibt es auch alte und neue Makel, die nicht jeden interessierten Käufer freuen dürften.

Transparenzhinweis: Samsung hat mir das Galaxy Z Fold 7 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Samsung Galaxy Z Fold 7
Samsung Galaxy Z Fold 7
Endlich hat Samsung beim Fold 7 das geschafft, was bei den Vorgängern immer ein Kompromiss war: Das Gerät ist so dünn geworden, dass es sich zusammengeklappt anfühlt wie ein normales Smartphone. Gleichzeitig bringen die Kamera aus dem S25 Ultra und der Snapdragon 8 Elite einen deutlichen Qualitätssprung mit sich.

Dafür fällt der der S-Pen-Support leider weg. Die extrem dünne Bauweise kommt zudem nicht ohne Kompromisse: Der Kamerabuckel ist sehr groß und lässt das Handy stark kippeln, wenn es auf dem Tisch liegt. Zudem ist es nicht ganz einfach zu öffnen.
  • Extrem dünn
  • Sehr gute Hauptkamera aus dem S25 Ultra
  • Top-Performance dank Snapdragon 8 Elite
  • Helle und scharfe Displays
  • 7 Jahre Android- und Sicherheits-Updates
  • Frontkamera deutlich besser als den Vorgängern
  • Kein S-Pen-Support mehr
  • Kippelt durch die große Kamerainsel sehr doll auf dem Tisch
  • Etwas schwer zu öffnen
  • Nur IP48-Schutz
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So habe ich getestet

Ich habe das Galaxy Z Fold 7 sechs Tage im Alltag genutzt und das Gerät so vielseitig wie möglich verwendet. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.

Spezifikationen

Technische Daten des Samsung Galaxy Z Fold 7
Display (Außen)Dynamic LTPO AMOLED 2X, 6,5", 1.080x2.520, 120Hz
Display (Innen)Foldable AMOLED 2X, 8,0", 1.968x2.184, 120Hz
AbmessungenGefaltet: 158,4x72,8x8,9mm / Offen: 158,4x143,2x4,2mm
Gewicht215g
OS-VersionAndroid 16, OneUI 8
Geplante Updates7 Jahre
Kamera200MP+10MP+12MP (3x optisch, OIS)
Frontkameras10MP außen, 10MP innen
ProzessorSnapdragon 8 Gen 4 (Octa-Core bis 4,47GHz)
RAM/Speicher12/256GB, 12/512GB, 16/1TB
Akku4.400mAh, 25W (kabel), 15W (kabellos), 4,5W Reverse Wireless
Display-EntsperrmethodeFingerabdruck (seitlich), Gesicht
AnschlussUSB-C 3.2
IP-ZertifizierungIP48
KonnektivitätWiFi 7, Bluetooth 5.4, NFC, 5G, GPS etc.
FarbenBlue Shadow, Silver Shadow, Jet Black
Preis (UVP)ab 2.099 Euro (UVP)

Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy Z Fold 7 startet bei 2.099 Euro (UVP) für die Variante mit 256 Gigabyte Speicher und 12 Gigabyte RAM. Die mittlere Ausstattung mit 512 Gigabyte kostet 2.219 Euro, das Top-Modell mit einem Terabyte Speicher und 16 Gigabyte RAM schlägt mit 2.519 Euro zu Buche. Erhältlich ist das Smartphone in den Farben Blue Shadow, Silver Shadow, Jet Black.


Lieferumfang

Der Lieferumfang des Galaxy Z Fold 7 fällt wie bei modernen Premium-Smartphones mittlerweile sehr überschaubar aus.

Im Paket befinden sich neben dem Smartphone:

  • USB-C-auf-USB-C-Ladekabel (1 Meter)
  • SIM-Eject-Tool
  • Schnellstartanleitung
Marinus Martin
Marinus Martin

Marinus testet seit 2024 diverse Smartphones für GameStar Tech. Nach dem Disaster beim ersten Galaxy Fold kann er sich noch gut daran erinnern, wie Samsung auf der IFA in Berlin eine Revision zeigte, die man nur unter den wachsamen Augen der Mitarbeiter vorsichtig begutachten durfte. Mittlerweile ist viel Zeit verstrichen und die Foldables sind deutlich besser geworden. Seine letzte »Fold-Erfahrung« hatte Marinus vor drei Jahren beim Test des Galaxy Z Fold 4. Deswegen war er besonders gespannt, wie sich Foldables seitdem weiterentwickelt haben.

Ein Netzteil legt Samsung nicht bei. Da das Handy mit bis zu 25 Watt kabelgebunden aufgeladen werden kann, solltet ihr zu einem entsprechend leistungsfähigen Ladegerät greifen.

Ich muss sagen, dass ich im Hinblick auf den Preis ein bisschen enttäuscht vom Lieferumfang bin. Immerhin ist das neue Fold nun 100 Euro teurer geworden. Zumindest eine Hülle hätte der Hersteller beilegen können, um den Schutz des doch empfindlichen Gerätes zu erhöhen. Diese verkauft Samsung allerdings separat ab 45 Euro.


Video starten 26:26 BLINDTEST: Dieses Smartphone macht die besten Fotos!


Design und Verarbeitung

Das Erste, was beim Galaxy Z Fold 7 auffällt, ist seine beachtliche Schlankheit. Samsung hat es geschafft, das Foldable so dünn zu bauen, dass es zusammengeklappt nur 8,9 Millimeter misst - das ist tatsächlich dünner als einige aktuelle Top-Smartphones wie etwa das Nothing Phone 3.

Im aufgeklappten Zustand sind es sogar nur 4,2 Millimeter, kaum dicker als die verbaute USB-C-Buchse.

Beeindruckend ist auch das Gewicht: Mit 215 Gramm ist das Fold 7 nämlich sogar etwas leichter als das Galaxy S25 Ultra, das bei 218 Gramm liegt.

Der Rahmen besteht aus robustem Aluminium, das Samsung »Advanced Armor Aluminium« nennt. Das Außen-Display ist durch Gorilla Glass Victus Ceramic 2 und die gläserne Rückseite durch Gorilla Glass Victus 2 geschützt. Das Innen-Display besteht aus Kunststoff – schließlich lässt sich Glas noch nicht falten.

Die Verarbeitung ist makellos - ich finde keine scharfen Kanten oder unsaubere Übergänge.

Was weniger gut gelungen ist: Das Öffnen des Gerätes ist aufgrund der dünnen Bauweise etwas schwierig, da man mit den Fingern nicht immer Halt findet. Zudem ist das Scharnier straff eingestellt, was zwar für mehr Stabilität sorgt, aber auch etwas mehr Kraft erfordert.

Hier muss man immer beide Hände verwenden und hat dennoch mitunter Angst, dass einem das Handy beim Aufklappen aus der Hand rutscht.

Was ebenfalls problematisch ist: Die rückseitige Kamerainsel ist sehr groß und ragt weit aus dem Gehäuse heraus. Dadurch kippelt das Gerät sehr stark, vor allem wenn es zusammengeklappt auf dem Tisch liegt. Alleine das wäre für mich ein Grund, eine Hülle zu nutzen, damit es plan auf der Oberfläche liegt.

Der Fingerabdrucksensor sitzt im Power-Button an der rechten Seite und funktioniert zuverlässig. Das Entsperren geht schnell und auch mit leicht feuchten Fingern gibt es keine Probleme.

Mit der IP48-Zertifizierung müsst ihr weiterhin vorsichtiger mit dem Gerät umgehen als etwa mit dem S25 Ultra (IP68). Gegen Staub ist es nur bedingt geschützt und bei Wasser solltet ihr aufpassen.

Anschlüsse und Tasten:

  • Rechte Seite: Power-Button mit Fingerabdrucksensor, Lautstärkewippe
  • Oberseite: Mikrofon für Geräuschunterdrückung, Lautsprecher, SIM-Kartenfach
  • Unterseite: USB-C, Lautsprecher, Mikrofon

Display

Das Galaxy Z Fold 7 besitzt zwei AMOLED-Displays, die beide mit 120 Hertz Bildwiederholrate arbeiten. Das äußere Display misst 6,5 Zoll und besitzt eine Auflösung von 1.080 x 2.520 Pixeln. Es ist scharf, hell und bietet genauso tolle Farben und Kontraste.

Das innere Faltdisplay ist mit 8 Zoll noch einmal deutlich größer und bietet eine Auflösung von 1.968 x 2.184 Pixeln. Damit besitzt es etwa die Größe eines kleinen Tablets, auch wenn das Seitenverhältnis mit 6:5 nicht für alle Tätigkeiten geeignet ist. Viele Apps und Spiele nutzen die volle Fläche, Videos hingegen werden mit dickem, schwarzem Balken gezeigt.

Beide Displays erreichen eine lokale Spitzenhelligkeit von 2.600 Nits bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten. Zur maximalen, vollflächigen Helligkeit macht Samsung keine Angabe. Die Webseite GSMArena hat rund 1.400 Nits gemessen.

Das ist hell genug, um den Bildschirminhalt bei starkem Sonnenschein gut ablesen zu können – das ist auch meine Erfahrung mit dem Handy, wo aktuell die August-Sonne wieder ziemlich brennt.

Der Falz ist immer noch sichtbar und spürbar. Samsung hat es auch bei der siebten Generation nicht geschafft, die Knickstelle komplett verschwinden oder stärker schrumpfen zu lassen. Auch wenn der Knick recht prominent ist: Bei der Bedienung fällt es gar nicht so sehr auf.

Ein Rückschritt als Fortschritt bei der Frontkamera: Samsung hat die unsichtbare Unter-Display-Kamera gegen eine klassische Punch-Hole-Kamera getauscht. Das war die richtige Entscheidung, denn die Unter-Display-Kamera der Vorgängermodelle war wirklich schlecht - die Bilder waren milchig und niedrig aufgelöst.

Das kleinere Außen-Display mit 6,5 Zoll eignet sich hervorragend als vollwertiges Smartphone-Display, das große Innendisplay macht bei Apps wie Google Maps oder Spielen wie Genshin Impact oder Asphalt Legends richtig Spaß.

Bei Videos ist die Bild-in-Bild-Funktion praktisch. Da das Display so groß ist, kann man problemlos Videos in einer Ecke laufen zu lassen und dabei andere Apps zu nutzen.


Prozessor und Speicher

Im Galaxy Z Fold 7 werkelt der Qualcomm Snapdragon 8 Elite, den wir unter anderem auch aus dem Galaxy S25 Ultra kennen. Der Prozessor bietet eine sehr gute Performance und liegt im Hinblick auf die Leistung deutlich vor dem Vorgänger.

So teste ich die Performance
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.

Im direkten Vergleich liegt das Fold 7 in den Benchmarks knapp hinter dem Galaxy S25 Ultra. Das könnte einerseits an den derzeit höheren Temperaturen als beim S25 Ultra-Test im Winter liegen. Andererseits ist das Fold 7 aber ausgeklappt deutlich dünner und bietet dahingehend womöglich ein etwas schwächeres Kühlsystem, sodass das System die Leistung schneller bremst.

Im Alltag fällt der Unterschied indes nicht auf.

Apps öffnen sich blitzschnell, Multitasking mit mehreren geöffneten Anwendungen ist überhaupt kein Problem. Selbst anspruchsvolle Spiele wie Genshin Impact laufen auf höchsten Einstellungen flüssig.

Geekbench CPU Single Core
Samsung Galaxy Z Fold 7

  • Bewertung
Samsung Galaxy S25
3248
Samsung Galaxy S25 Ultra
3201
Honor Magic7 Pro
3186
Redmagic 10S Pro
3154
Samsung Galaxy Z Fold 7
3136
Nubia Z70 Ultra
3135
Poco F7 Pro
2216
Nothing Phone (3)
2201
Poco F7
2078
Samsung Galaxy A56
1359
Nothing Phone (3a) Pro
1167
Samsung Galaxy A36
1080
Samsung Galaxy A26
1012
CMF Phone 2 Pro
1003
Poco M7 Pro
945
HMD Fusion
922
  • 0
  • 660
  • 1320
  • 1980
  • 2640
  • 3300

Geekbench CPU Multi Core
Samsung Galaxy Z Fold 7

  • Bewertung
Samsung Galaxy S25
10188
Samsung Galaxy S25 Ultra
10137
Redmagic 10S Pro
9912
Honor Magic7 Pro
9863
Samsung Galaxy Z Fold 7
9759
Nubia Z70 Ultra
9602
Nothing Phone (3)
7020
Poco F7 Pro
6700
Poco F7
6434
Samsung Galaxy A56
3884
Nothing Phone (3a) Pro
3273
Samsung Galaxy A36
2945
Samsung Galaxy A26
2858
CMF Phone 2 Pro
2783
Poco M7 Pro
2315
HMD Fusion
2226
  • 0
  • 2200
  • 4400
  • 6600
  • 8800
  • 11000

AnTuTu Benchmark
Samsung Galaxy Z Fold 7

  • Bewertung
Redmagic 10S Pro
2859587
Honor Magic7 Pro
2765339
Samsung Galaxy S25 Ultra
2721019
Samsung Galaxy S25
2676028
Nubia Z70 Ultra
2461787
Samsung Galaxy Z Fold 7
2292255
Nothing Phone (3)
2012758
Poco F7 Pro
2007206
Poco F7
1943634
Samsung Galaxy A56
906542
Nothing Phone (3a) Pro
820500
CMF Phone 2 Pro
688504
Samsung Galaxy A36
614277
Samsung Galaxy A26
583689
Poco M7 Pro
463683
HMD Fusion
444558
  • 0
  • 580000
  • 1160000
  • 1740000
  • 2320000
  • 2900000

Das Fold 7 gibt es wahlweise mit 12 oder 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Selbst die kleinere Variante reicht für alle Alltagsaufgaben völlig aus. Bei der Top-Ausstattung mit einem Terabyte Speicher bekommt ihr die 16-Gigabyte-Version.

Erweitern lässt sich der Speicher nicht - ihr solltet also vor dem Kauf überlegen, wie viel ihr benötigt. 256 Gigabyte sind für die meisten Nutzer ausreichend, wer viele Videos und Fotos macht, sollte zur 512-Gigabyte-Variante greifen.


Akkulaufzeit

Das Galaxy Z Fold 7 besitzt einen 4.400 Milliamperestunden-Akku - identisch zum Vorgänger. Die Laufzeit hat sich trotzdem etwas verbessert, was am effizienteren Snapdragon 8 Elite liegt.

Dieses Mal ohne Benchmark: Das Benchmark-Tool PCMark funktioniert bei den Foldables nicht. Laut Hardwarezone handelt es sich um einen Bug in OneUI 8 bei den neuen Falthandys. Ich konnte daher keinen objektiven Benchmark durchführen, sondern kann nur meine praktischen Erfahrungen schildern.

Bei gemischter Nutzung mit kleinerem und größerem Display kam ich problemlos anderthalb Tage hin, bevor ich aufladen musste. Das ist für ein Foldable ein sehr gutes Ergebnis.

Die Nutzung des großen Innendisplays verbraucht erwartungsgemäß mehr Strom als das äußere Display. Wenn ihr hauptsächlich das kleine Display nutzt, sind auch zwei Tage möglich.

Geladen wird mit bis zu 25 Watt - das ist nicht besonders schnell.

Zum Vergleich: Das Honor Magic V lädt kabelgebunden immerhin mit bis zu 66 Watt. Kabelloses Laden funktioniert beim Fold 7 mit bis zu 15 Watt.


Kamera

Das Kamerasystem ist für mich eines der Highlights des Galaxy Z Fold 7. Samsung hat endlich die Hauptkamera des S25 Ultra ins Foldable übertragen und damit einen großen Sprung nach vorn gemacht.

Die Optik löst mit 200 Megapixeln auf und bietet eine f/1.7-Blende sowie optische Bildstabilisierung. Das ist derselbe Sensor wie im S25 Ultra und ein echter Fortschritt gegenüber dem 50-Megapixel-Sensor des Fold 6.

Dazu kommen:

  • Eine 10-Megapixel-Telekamera mit 3-fach optischem Zoom (f/2.4) und OIS
  • Eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2) mit 120-Grad-Sichtfeld

Was fehlt: Das 5-fach-Periskop-Teleobjektiv des S25 Ultra. Samsung hat sich angesichts der dünnen Bauform für einen 3-fach-Zoom entschieden - verständlich, aber schade.

Die Bildqualität kann sich sehen lassen: Die Hauptkamera macht kontrastreiche und farbenfrohe Aufnahmen mit vielen Details. Die Bilder gefallen mir genauso gut wie die des S25 Ultra.

Die Linse bietet zudem einen zweifachen Zoom per In-Sensor-Crop. Die Ergebnisse sind mitunter besser als die der 10-Megapixel-Telekamera, die teilweise etwas weichzeichnet.

Der Ultraweitwinkel liefert bei gutem Licht gute Ergebnisse, auch wenn Samsung hier im Gegensatz zum S25 Ultra nur einen 12-Megapixel-Sensor verbaut.

Hier kommen einige Beispielaufnahmen. Bei den Landschaftsaufnahmen mit vier unterschiedlichen Zoomstufen ist die Reihenfolge wie folgt: Ultraweitwinkel, Hauptkamera, Hauptkamera Crop (2x Zoom), Telezoom (3x Zoom).

Die Kameraqualität bewegt sich in etwa auf dem Niveau des Galaxy S25 Ultra - zumindest die der Hauptkamera. Zoom und Ultraweitwinkel fallen gegenüber dem Ultra etwas ab.

Dennoch ist das ein enormer Fortschritt gegenüber den Vorgängermodellen. Nun müsst ihr bei einem Fold bei der Kamera keine großen Kompromisse mehr eingehen.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen am Abend liefert die Kamera solide, wenn auch nicht überragende Ergebnisse. Die Aufnahmen sind in jedem Fall brauchbar, auch wenn sie mitunter stärker weichgezeichnet sind. Die Hauptkamera liefert hierbei die besten Ergebnisse, Ultraweitwinkel und Telezoom fallen etwas ab.

Die Frontkameras - sowohl außen als auch innen - lösen mit 10 Megapixeln auf. Die Qualität ist nicht überragend, aber für Selfies und Videochats völlig ausreichend. Die neue Punch-Hole-Kamera im Innen-Display ist ein echter Fortschritt gegenüber der Unter-Display-Kamera der Vorgänger.

Die ersten zwei Fotos kommen von der äußeren Frontkamera, die anderen beiden von der inneren. Einmal habe ich das Selfie bei direktem Sonnenlicht von außen aufgenommen, einmal bei deutlich weniger Licht im Innenraum.

Videos könnt ihr in 8K mit 30 fps oder 4K mit 60 fps aufnehmen. Die Qualität ist gut und die optische Bildstabilisierung sorgt für ruhige Aufnahmen.


Lautsprecher

Die beiden Lautsprecher des Galaxy Z Fold 7 bieten einen ordentlichen Stereo-Klang, der auch im Bassbereich ein zumindest solides Fundament besitzt. Der Sound klingt dadurch recht voluminös und reicht locker für Videos oder Podcasts auf der Couch oder in der Küche beim Kochen.

Die maximale Lautstärke ist ausreichend hoch und der Klang bleibt auch bei hoher Lautstärke verzerrungsfrei. Natürlich sind die Handy-Lautsprecher kein Ersatz für Bluetooth-Speaker, aber für ein Smartphone bieten sie eine durchaus bessere Qualität als viele Konkurrenzmodelle.

Die Laufzeitverzögerung und Lautstärke der beiden Lautsprecher sind gut eingestellt, sodass sich die Klangbühne in der Mitte des Handys befindet, wenn man es im Querformat hält.


Konnektivität

Das Galaxy Z Fold 7 lässt bei der Konnektivität praktisch keine Wünsche offen. Neben WiFi 7 sind auch Bluetooth 5.4 und Dual-eSIM-Funktionalität an Bord.

Die Konnektivitätsausstattung im Überblick:

  • 5G
  • WiFi 7
  • Bluetooth 5.4
  • NFC
  • Ultra Wideband (UWB)
  • GPS, GALILEO, GLONASS, BDS, QZSS
  • USB-C 3.2
  • Dual-SIM + Dual-eSIM (max. 2 gleichzeitig aktiv)

Das Ultra Wideband (UWB) ermöglicht nicht nur die präzise Ortung von Galaxy SmartTags, sondern auch Features wie das nahtlose Weiterreichen von Inhalten zwischen Samsung-Geräten.


Betriebssystem und Updates

Das Galaxy Z Fold 7 wird mit Android 16 und OneUI 8 ausgeliefert und ist damit eines der ersten Smartphones mit der neuen Android-Version. Samsung verspricht sieben Jahre Updates - sowohl für das Betriebssystem als auch für Sicherheitspatches.

OneUI 8 bringt einige interessante Neuerungen mit:

  • Live-Benachrichtigungen, die sich dynamisch aktualisieren können
  • Verbesserte Multitasking-Funktionen für die optimale Nutzung des großen Displays
  • Erweiterte KI-Features mit Galaxy AI
  • Adaptive Uhr für den Sperrbildschirm
  • Verbesserter Audio Eraser in der Galerie-App

Android 16 selbst bringt ebenfalls viele Neuerungen mit sich:

  • Adaptive Bildwiederholraten für bessere Akkulaufzeit
  • Neue Kamera-APIs für verbesserte Nachtaufnahmen in Drittanbieter-Apps
  • Verbesserte Privacy-Features mit granularer Kontrolle über App-Berechtigungen

Galaxy AI bleibt natürlich auch beim Fold 7 eines der beworbenen Features. Funktionen wie Circle to Search, der Objektradierer oder Live-Übersetzungen sind an Bord und funktionieren gut.


Besondere Features

Das Besondere am Galaxy Z Fold 7 ist natürlich die Faltfunktion selbst. Ihr bekommt praktisch zwei Geräte in einem: Ein normales Smartphone und ein kleines Tablet.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Produktivität: Ihr könnt zwei Apps gleichzeitig nutzen oder eine App auf dem großen Display in einer Desktop-ähnlichen Ansicht verwenden
  • Entertainment: Videos und Spiele machen auf dem 8-Zoll-Display deutlich mehr Spaß
  • Flexibilität: Je nach Situation nutzt ihr das passende Display

Nachteile gibt es aber auch:

  • Gewöhnung: Man muss sich erst daran gewöhnen, wann man welches Display nutzt
  • Haltbarkeit: Das Faltdisplay ist empfindlicher als normale Displays
  • Software: Nicht alle Apps sind optimal für das große Display angepasst

Samsung hat beim Fold 7 bedauerlicherweise den Support für den S Pen gestrichen. Das ist gerade bei der Größe des Innendisplays schade - es ist nämlich ideal für Notizen oder zum Zeichnen. Samsung begründet das damit, dass bisherige Nutzer das Feature kaum genutzt haben. Trotzdem ist es aus meiner Sicht ein Rückschritt.

Dafür hat Samsung die Software-Optimierungen für Foldables weiter verbessert. Das Multitasking funktioniert sehr gut und viele Apps nutzen den zusätzlichen Platz sinnvoll aus.

Samsung DeX funktioniert auch auf dem Fold 7 und verwandelt euer Smartphone in einen Desktop-Computer, wenn ihr es an einen externen Monitor anschließt.


Solltet ihr euch das Samsung Galaxy Z Fold 7 kaufen?

Das Galaxy Z Fold 7 lohnt sich für euch, wenn...

  • ihr ein Foldable wollt, das so dünn ist wie ein normales Smartphone
  • euch eine hervorragende Kamera wichtig ist und ihr nicht mehr auf Qualität verzichten wollt
  • ihr häufiger produktiv arbeitet und den zusätzlichen Platz des großen Displays nutzen könnt
  • ihr bereit seid, über 2.000 Euro für ein Smartphone auszugeben

Mögliche Alternativen zum Samsung Galaxy Z Fold 7

Samsung Galaxy Z Flip 7: Wenn euch das Fold-Format zu groß ist, ist das Flip 7 eine interessante Alternative. Es ist deutlich günstiger (ab 1.199 Euro) und bietet eine ebenfalls gute Ausstattung in kompakterer Form.

Google Pixel 9 Pro Fold: Das Google-Foldable ist eine interessante Alternative im Buch-Format zum Fold 7. Es bietet ein nahezu ebenso großes 8-Zoll-Innendisplay, einen performanten Google Tensor G4-Chip und ein flexibles Kamerasystem. Im Angebot gibt es das Foldable mitunter schon für unter 1.300 Euro.

Das Galaxy Z Fold 7 markiert einen wichtigen Wendepunkt für die Samsung-Foldables. Endlich ist die Technik so weit, dass die Geräte nicht mehr so klobig sind, sondern als echte Smartphone-Alternative taugen.

Das Fold 7 ist extrem dünn geworden, bietet viel Power und hat die Kamera des S25 Ultra an Bord. Das sind echte Fortschritte gegenüber dem Fold 6. Der Preis ist zwar hoch, aber die großen Folds sind herstellerübergreifend insgesamt sehr teuer.

Wer bereit ist, über 2.000 Euro für ein Smartphone auszugeben und die Vorteile eines Foldables zu schätzen weiß, bekommt mit dem Galaxy Z Fold 7 ein sehr gutes Falthandy.

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