Die dritte Staffel von House of the Dragon beginnt mit einem Knall. Denn mit der Schlacht in der Gurgel bekommen wir endlich die große Seeschlacht zwischen den Söldnern der Triarchie und der Flotte der Schwarzen Targaryens zu sehen, auf die Fans schon lange sehnsüchtig gewartet haben.
Doch das Mysterium aus den Büchern, um das es hier gehen soll, hat mit dieser Schlacht nichts zu tun. Denn der hierfür relevante Handlungsstrang von House of the Dragon spielt sich an einem von der Seeschlacht weit entfernten Ort ab. Kleine Spoilerwarnung: In den folgenden Absätzen geht es um Handlungsdetails aus House of the Dragon, Staffel 3, Folge 1.
Zu Beginn der dritten Staffel halten die drei Drachensamen - uneheliche Kinder der Targaryens und Velaryons mit der Fähigkeit, Drachen zu reiten - Ulf (Tom Bennett), Hugh Hammer (Kieran Bew) und Addam von Holk (Clinton Liberty) in den Flusslanden Wache, um gegebenenfalls Aemond Targaryen (Ewan Mitchell) abfangen zu können. Die Schwarzen rechnen damit, dass sich dieser nach Harrenhal begibt; also schlagen die drei Krieger Rhaenyras auf einer Insel im Götterauge, dem größten See von Westeros, ihr Lager auf.
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Doch dort sind sie nicht allein. Denn bei der bescheidenen Insel, die sich die drei für ihren Hinterhalt ausgesucht haben, handelt es sich um einen der magischsten Orte von Westeros: die sogenannte Insel der Gesichter. Es ist der einzige Ort im Süden von Westeros, wo noch in großer Zahl Wehrholzbäume wachsen. Vor langer Zeit wurde hier ein Pakt zwischen den Kindern des Waldes und den ersten Menschen besiegelt.
Jedem Baum auf der Insel wurde ein Gesicht in die Rinde geschnitzt, damit die Götter über den Frieden wachen können. Hier sind Mächte am Werk, die sich dem Verstand der Sterblichen entziehen. Entsprechend sind die Männer und ihre Drachen unruhig.
Während Ulf beim Toilettengang plötzlich von einer schwarzen Ziege erschreckt wird, können Addam und Hugo ihren Augen kaum trauen: Auf einem Hügel erblicken sie eine gehörnte Gestalt mit Ziegenbeinen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich hierbei um einen Grünen Mann handelt, eine Sagengestalt, um die sich jahrtausendealte Legenden ranken.
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Wer sind die Grünen Männer?
Die Green Men, wie sie im englischsprachigen Original genannt werden, sind laut der offiziellen Westeros-Lore eine Art uralter Orden, der nach dem Friedenspakt zwischen den ersten Menschen und den Kindern des Waldes geschaffen wurde, um über die heilige Insel der Gesichter zu wachen.
Diese Pflicht erfüllen sie nun schon seit vielen Tausenden von Jahren und wehen jeden, der versucht, schwimmend oder per Boot die Insel zu erreichen, mit einem mächtigen Wind fort. Als die Andalen von Essos aus in Westeros einfielen, waren sie wohl auch deshalb unfähig, die Grünen Männer zu besiegen. Für einen Drachenreiter ist ein bisschen Windmagie aber offensichtlich kein Hindernis.
Laut der Geschichten der alten Nan haben die Grünen Männer dunkle, borkige Haut, tragen Hörner auf dem Kopf und reiten auf Elchen. In der Serien-Adaption von House of the Dragon werden sie nun als Faun-ähnliche Wesen dargestellt.
Bereits im Finale von Staffel 2 tritt einer der Männer kurz hinter einem Wehrholzbaum hervor, als Daemon Targaryen im Götterhain von Harrenhal eine düstere Zukunftsvision zu sehen bekommt. Auch der jetzige Auftritt beschränkt sich nur auf einige wenige Sekunden - ist allerdings deutlich mehr als eine Vision. Denn nach der Sichtung des Grünen Mannes und dem plötzlichen Auftauchen der Hexe Alys Rivers suchen die drei Drachenreiter ihr Heil in der Flucht.
Womöglich könnten die Grünen Männer bald noch deutlich wichtiger für die Handlung von House of the Dragon werden; denn in der Vorlage von George R.R. Martin trifft sich Addam von Holk später sogar noch mit ihnen. Die Mutterserie Game of Thrones hat die Existenz der Grünen Männer bislang weitgehend ignoriert.
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