Achtung, Spoiler: Der nachfolgende Artikel behandelt wesentliche Handlungselemente aus House of the Dragon, Staffel 3, Folge 7. Wenn ihr die neuen Folgen noch nicht gesehen habt, lest ihr ab hier auf eigene Gefahr!
Die dritte Staffel von House of the Dragon ist fast vorbei; die aktuelle siebte Folge bringt langsam aber sicher alle Figuren für ein feuriges Finale in Stellung. Dabei löst das Game-of-Thrones-Spinoff nun ganz nebenbei auch ein Rätsel, das Fans der Buchvorlage von George R.R. Martin bereits seit einigen Jahren beschäftigen dürfte. Es geht um den Verrat eines bestimmten Drachenreiters.
In der neuen Episode mit dem Titel »The Dragon in Winter« zeigt sich Ormund Hightower (James Norton) überraschend siegessicher. Eigentlich steht eine gewaltige Armee von Königin Rhaenyra (Emma D'Arcy) vor den Toren von Tumbleton - eigentlich also Grund genug für ihn, besorgt zu sein.
Doch der Anführer der Grünen brüstet sich damit, eine neue Figur in seinem metaphorischen Spiel gegen Rhaenyra auf dem Schachbrett zu haben. Und damit meint Ormund nicht etwa den gefangenen genommenen Lord Corlys Velaryon, sondern den vermeintlich Rhaenyra ergebenen Drachenreiter Ulf den Weißen (Tom Bennet).
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House of the Dragon: Im neuen Trailer zu Staffel 3 wird das ganze brutale Ausmaß des Targaryen-Bürgerkriegs deutlich
Ein verlockendes Angebot
Den Targaryen-Bastard von niederer Herkunft hatte Rhaenyra in Staffel 2 als Reiter für Silberschwinge rekrutiert, um die Reihen ihrer Drachenreiter aufzufüllen. Zuletzt sollte er Tumbleton im Auftrag der Königin überwachen. Doch mit seinem Stand an Rhaenyras Hof ist Ulf unzufrieden. Die Königin hatte ihm zuletzt verboten, sich in der Stadt mit dem niederen Pöbel zu betrinken; ihr Mann Daemon demütigte ihn öffentlich auf den Straßen von Königsmund. Dieses Zerwürfnis nutzt Ormund Hightower gnadenlos aus.
Er gaukelt dem unzufriedenen Drachenreiter nicht nur den Respekt vor, nachdem sich dieser schon immer gesehnt hat, sondern macht Ulf am Ende der Folge auch noch ein verdammt verlockendes Angebot: Da Corlys Velaryon in Ormunds Gewalt ist, ist das Amt des Herren von Driftmark aktuell unbesetzt. Ulf, der schon immer von einer eigenen Burg und Ländereien geträumt hat, soll zum Lord der Gezeiten aufsteigen - wenn er die Seiten wechselt. Der naive Ulf beißt natürlich an ...
Buchleser dürften bereits wissen, dass Ulf die Schwarze Fraktion verrät. Denn George R.R. Martin beschreibt in seiner Vorlage »Feuer und Blut« von 2018 Ulfs Seitenwechsel während der anstehenden Schlacht von Tumbleton. Das Buch liefert dazu allerdings keine genauen Hintergründe. Da Martin das Werk aus der Sicht fiktiver Geschichtsschreiber verfasst hat, blieben die Absprachen zwischen den Grünen und Ulf stets ein Mysterium.
House of the Dragon liefert jetzt endlich konkrete Antworten auf das Rätsel, wie es zum Verrat kam. Ormund Hightower ist mit Ulf bereits seit dessen Zeit in Königsmund in Kontakt. Wie genau bleibt zwar offen; denkbar ist allerdings die gute alte Brieftaube. Ormund manipuliert den gierigen Drachenreiter gezielt mit Versprechungen auf Macht und Ländereien, nachdem Daemon ihn in Königsmund verprellt hat.
Was bedeutet das fürs Staffelfinale von HotD S3?
Der Seitenwechsel ändert die Machtverhältnisse für das anstehende Staffelfinale dramatisch. Rhaenyra verliert mit Ulf einen ihrer wichtigen Drachenreiter an ihre Widersacher. Ob Ulf in der kommenden Schlacht wie in der Buchvorlage in handelt, muss die achte Folge zeigen.
Doch schon jetzt ist klar: Rhaenyra gerät zunehmend unter Druck. Denn in Folge 7 hat sie mit Rhaena (Phoebe Campbell) und Sheepstealer nicht nur ein potenzielles Reiter-Drachen-Duo für ihre Seite verloren; auch Aegon und sein Drache Sunfyre sind für die Grünen aufs Spielfeld zurückgekehrt. Entsprechend trifft Ulfs Verrat Rhaenyras Fraktion bis ins Mark.
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