Ich habe vor über zehn Jahren angefangen, mein Zuhause smart zu machen – damals mit den ersten LED-Birnen von Philips Hue.
Mittlerweile habe ich etliche smarte Lampen, Bewegungsmelder, Kameras und Co. im Einsatz, viele davon sogar für GameStar Tech getestet. Ich bin bei weitem kein Smart-Home-Enthusiast, aber habe schon extrem viel gesehen. Und auch probiert.
Ich dachte, mein Zuhause wäre schon ziemlich clever, bis ich auf ein kleines Gadget für gerade mal 30 Euro gestoßen bin: den SwitchBot Bot. Ein Gerät, das herkömmliche Schalter und Lampen smart macht – und erstaunlich flexibel eingesetzt werden kann.
Was ist das für ein Gerät?
Der SwitchBot Bot ist im Grunde ein kleiner, smarter Roboter, der mechanisch Tasten und Schalter betätigen kann. Er sieht aus wie ein kleiner Würfel mit einem ausfahrbaren Arm.
Ihr befestigt ihn einfach mit einem starken Klebestreifen auf oder neben dem Knopf, den er drücken soll. Die Steuerung erfolgt über die App manuell oder über Zeitpläne automatisch. In Kombination mit einem separat erhältlichen SwitchBot Hub sind auch Fern- und Sprachsteuerung über Alexa und Google möglich.
Er besitzt zwei Modi und kann eine Taste einfach drücken (und halten) oder einen Wippschalter umlegen, je nachdem, was euer Gerät benötigt. Die Dauer und die Anzahl der Bewegungen lässt sich flexibel in der SwitchBot-App einstellen.
Auf diese Weise verwandelt der Bot viele klassische Geräte, die sonst nicht smart wären, in steuerbare Helfer.
Mein Alltag mit dem SwitchBot Bot: So hilft mir das Gadget
Ich habe etliche Schalter mit dem SwitchBot ausprobiert. Hier einige Einsatzzwecke aus meinen Alltag für euch als Inspiration.
Waschmaschinensteuerung: Mein Toplader ist schon ein paar Jahre alt und hat leider keine Timer-Funktion. Bisher musste ich mir einen Wecker stellen, um die Waschmaschine zu starten, wenn mein Balkonkraftwerk am meisten Strom liefert oder das Ende des Waschvorgangs mit meinem Feierabend übereinstimmen soll.
Der SwitchBot nimmt mir hier einen Schritt ab. Ich muss zwar morgens noch die Waschmaschine anschalten, kann mich dann aber voll auf die Arbeit konzentrieren, weil der Bot automatisch 14 Uhr das Knöpfchen zum Starten drückt.
Drucker einschalten: Mein Sohn braucht viele Ausmalbilder. Sehr viele. Also läuft mehrmals am Tag der Drucker. Mit dem SwitchBot kann ich ihn nun aus der Ferne ein- oder ausschalten.
Auf diese Weise kann ich am iPad im Kinderzimmer gleich mehrere Bilder über WLAN zum Drucken in Auftrag geben; mein Sohn schnappt sich dann alle aus dem Drucker im Arbeitszimmer. Der Drucker wird zu einer gewissen Zeit automatisch ausgeschaltet – prima.
Steuerung von Schaltern: Der prädestinierte Einsatz des Bots sind Schalter von Lampen oder Rolläden. Der Bot sorgt bei mir dafür, dass das Licht im Badezimmer automatisch zur Bettruhe ausgeschaltet wird, falls wir es mal vergessen (oder mein Sohn wieder daran herumgespielt hat).
Im Übrigen habe ich eine Smart-Home-Szene namens Blackout, die ab Mitternacht alle smarten Lampen und Steckdosen ausschaltet. Der SwitchBot lässt sich mit einem Hub in diese integrieren.
Auch an meiner Kaffeemaschine kam der kleine Helfer zum Einsatz. Sie muss leider mit zwei Tasten bedient werden (Power und dann Kaffee starten), um einen Kaffee zu ziehen. Ich bräuchte daher zwei Bots oder zumindest eine smarte Steckdose an der Kaffeemaschine, damit diese automatisch startet.
Ich könnte den SwitchBot dann mit Verzögerung auslösen lassen, damit erst dann die Kaffeetaste gedrückt wird, wenn die Maschine hochgefahren und einmal durchgelaufen ist. Dieser Workaround ist jedoch umständlich und zeigt gut die Grenzen des kleinen Geräts auf.
Was ihr beim SwitchBot Bot beachten solltet
Der SwitchBot Bot ist enorm flexibel einsatzbar. Einige nutzen ihn beispielsweise, um ihren PC oder Thermostate einzuschalten. Andere haben ihn sogar am Kabelschalter einer Nachttischlampe angebracht. Allerdings ist er recht klobig und somit nicht gerade hübsch.
Eines sollte euch klar sein: Er funktioniert dann am besten, wenn ihr Geräte mit nur einem einzigen Knopf habt. Touchscreens kann er nicht bedienen und für komplexere Geräte mit mehreren Bedienfeldern wird es schnell umständlich.
Für simple An/Aus-Schalter ist er unschlagbar und arbeitet sehr zuverlässig. Die Installation ist übrigens super einfach: Die Einrichtung über die App ist selbsterklärend – kleine Übersetzungsfehler in der Anwendung sind zwar da, aber nichts Dramatisches.
Auch die Bluetooth-Reichweite ist begrenzt. Wenn ihr ihn also aus der Ferne steuern oder mit Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant nutzen möchtet, kommt ihr um einen zusätzlichen SwitchBot Hub nicht herum. Dieser kostet extra, aber die Investition lohnt sich für die volle Smart-Home-Integration.
Bedenkt auch, dass der Bot batteriebetrieben ist. Leider kann man den ihn nicht einfach aufladen, sondern muss die Batterie wechseln – was je nach Einsatzgebiet nach einigen Wochen oder Monaten der Fall sein dürfte.
Mein Fazit zum SwitchBot Bot
Der SwitchBot Bot ist definitiv eine Überlegung wert, wenn ihr eure bestehenden Geräte mit einfachen Schaltern clever automatisieren möchtet. Er ist kein Wundermittel für jedes Problem, aber für gezielte Anwendungen durchaus eine effektive und kostengünstige Lösung.
Der Kleber hält sehr fest, die Batterien halten bei sporadischer Nutzung sehr lange durch und mit einem Hub lässt sich der Bot nativ ins Smart Home integrieren.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Erfahrungen inspirieren. Wenn ihr den SwitchBot Bot bereits im Einsatz habt oder jetzt auf die Idee dazu gekommen seid, schreibt es gern in die Kommentare.

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