Von Daten zu Masse: Wie das Internet dank DNA und Einstein auf die Waage kommt

Wiegen lässt sich viel, auch das Internet? Verschiedene Ansätze, führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Bei einem ist Einstein mit an Bord, bei dem neuesten der Baustein von Leben persönlich, DNA.

Das Internet zu wiegen, verkommt schnell zu einer kniffligen Angelegenheit – aber es ist theoretisch machbar. (Symbolbild-Quelle: Pixabay) Das Internet zu wiegen, verkommt schnell zu einer kniffligen Angelegenheit – aber es ist theoretisch machbar. (Symbolbild-Quelle: Pixabay)

Ihr watet buchstäblich klickend durch eine Masse, das Internet. Jedes Video, jedes Bild, jede Zeile, selbst diese, die ihr hier gerade lest, mästet das Internet. Seit Jahrzehnten wächst es stetig an, Byte für Byte. Inzwischen sind es laut Statista rund 200 Milliarden Zettabyte (ZB). Ein ZB entspricht einer Billion Gigabyte (GB).

Doch wie viele Kilos, Gramms oder was auch immer brächte das Internet auf eine imaginäre Waage, wenn wir seinen Inhalt wiegen könnten? Wir gehen dieser Frage für euch nach!

Hinweis: Diese Frage bleibt, egal wie ernsthaft wir versuchen, sie zu beantworten, theoretischer Natur. Nehmt es einfach als ein von Fakten lose gestütztes Gedankenexperiment.

Daten, ab auf die Waage!

Nicht zuletzt Dienste wie Steam, Instagram und YouTube sorgen seit Jahren gemeinsam mit Dutzenden weiteren für eine stete Anhäufung von Daten.

Diese existieren auf Datenträgern, rasen per Funk zwischen All und Erde herum oder jagen durch Kabel rund um den Globus. Um all das zu wiegen, als wäre es Materie und eben keine Nullen, Einsen oder Signale in Leitungen, müssen wir sie umwandeln.

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Wie Wired in Kooperation mit Christopher White darstellt, ginge dies, indem wir uns vorstellen, alle Daten an einem Platz zu speichern. White schlägt als Präsident eines IT-Forschungsverbandes gedanklich vor, die hierfür nötige Energiemenge als Wert zu nehmen und diese in Masse umzurechnen. Nach Einsteins Formel E=mc² lässt sich das bewerkstelligen. Herauskäme eine verschwindend geringe Masse, die nicht mal ein Milligramm erreicht.

Etwas handfester wird es bei einer Idee, die sich auf kürzlich vorgestellte Überlegungen zur Speicherkapazität von DNA stützt. Hierbei geht es um die Basisbausteine allen Lebens auf Erden.

  • 1 Gramm an DNA könne demnach 215 Petabytes (PB) speichern.
  • 1 PB umfasst 1024 Terabyte (TB)
  • 1 TB nimmt 1024 GB an Platz ein

Für die heutzutage gespeicherte Datenmenge des Internets bräuchten wir rund 1,1 Tonnen an DNA. Das ist etwas mehr als ein moderner Kleinwagen (via motor1).

Eine andere Berechnungsmethode nach dem Harvard-Physiker Russell Seitz wäre, die elektrische Energie für die Server und Signalverstärker in Masse umzuwandeln.

Da würde eine Handvoll Erdbeeren oder eine fette Kartoffel herauskommen. Allerdings wird dieser Ansatz inzwischen als veraltet abgetan und gilt laut White als beliebig. Der Wert sei mehr eine bloße statistische Spielerei.

Die Frage nach dem Gewicht des Internets bleibt laut White gegenüber Wired aber ohnehin arg theoretischer Natur: »Das Internet ist letztendlich undurchschau- und objektiv unwiegbar«.

Aber sein Einfluss und fühlbares Gewicht auf und in all unseren Leben ist kaum zu verkennen. Es entkommt wie so oft als weltumspannendes, quasi durch uns lebendiges Netz klassischen Schubladen unseres Denkens – oder Messens.

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