Das iPhone Air 2 soll eine Schwäche des Vorgängers beheben, dabei liegt das größte Problem an anderer Stelle

Meinung: Autor Patrick hält viel vom iPhone Air, trotz seiner Probleme. Eine bestimmte Verbesserung wird das schmale Handy aber nicht zum Erfolg führen.

Das iPhone Air hat seine spürbaren Nachteile, aber Apple macht auch einiges richtig. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech). Das iPhone Air hat seine spürbaren Nachteile, aber Apple macht auch einiges richtig. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech).

Keiner hat nach ultradünnen Handys gefragt und doch diskutiert die Smartphone-Welt 2025 über die schmalen Geräte. Die einen winken sie kopfschüttelnd ab, die anderen lieben sie.

Unabhängig davon, was man von diesem Trend hält: Das iPhone Air ist ein sehr gutes Smartphone, das Apple mit einem (zu) hohen Preisetikett versehen hat. Genau hier liegt mein Problem mit dem Handy.

Da hilft auch keine Ultraweitwinkelkamera, die laut neuesten Gerüchten (via MacRumors) bei der zweiten Generation integriert werden soll.

Patrick Schneider
Patrick Schneider

Im Jahr 2010 tippte Patrick auf das HTC Desire HD, sein erstes (Android-)Smartphone. Neben einem HD-Display warb der Hersteller mit stolzen 1,0 GByte RAM. Unser Autor kennt also noch die Zeiten, in denen Apps wie »RAM Cleaner« die Charts im Play Store anführten. Heute, 15 Jahre später, beschäftigt er sich nach wie vor intensiv mit Smartphones, sowohl beruflich als auch privat.

Das eigentliche Problem mit dem iPhone Air

Jedes Jahr verspricht Apple das »beste iPhone-Line-up aller Zeiten«. Dieses Jahr trifft es aus meiner Sicht zu: Das Standardmodell ist verlockend gut ausgestattet, die Pro-Serie wird ihrem Namen mehr als gerecht und das iPhone Air richtet sich an alle, die etwas Neues in den Händen halten wollen.

Nur preislich passt das dünne Smartphone nicht ins Portfolio:

  • Mit einer UVP von 1.200 Euro ist das iPhone Air stolze 250 Euro teurer als das Standardmodell und »nur« 100 Euro günstiger als das iPhone 17 Pro.
  • Ihr erhaltet für wesentlich mehr Geld nicht nur weniger Funktionen im Vergleich zum iPhone 17, sondern für unwesentlich weniger Geld drastisch weniger Ausstattung im Vergleich zum iPhone 17 Pro.

Kein guter Deal. Zumindest in Deutschland verweilt das Air-Modell als Ladenhüter. Während zum Release der Pro- und Standardmodelle mit einer Wartezeit zu rechnen war, konnte das iPhone Air sofort ausgeliefert werden.

Inzwischen liegt der Straßenpreis des neuen Modells sogar bei 999 Euro, deutlich unter der UVP. Ich sage: Das hätte zum Release maximal der Startpreis sein sollen. Die wenigen Kompromisse im Vergleich zum Standardmodell sind somit deutlich besser zu verdauen.

Das »muss« das iPhone Air 2 können

Während Samsung an seiner Edge-Serie zweifelt und sie möglicherweise einstellt, setzt Apple den Trend offenbar fort. Ein iPhone Air 2 wird also womöglich kommen, und das meiner Meinung nach zu Recht.

Apple macht mit dem schmalen Smartphone einiges richtig – Samsung mit seinem Galaxy S25 Edge übrigens auch.

Video starten 2:22 Das iPhone Air nach 30 Tagen – mein Fazit!

Wie ich das Unternehmen aus Cupertino kenne, wird sich am Preis allerdings wenig ändern. Damit das iPhone Air 2 für über 1.000 Euro ein schmackhafter Deal sein kann, braucht es Verbesserungen:

  • USB 3.1: Im Jahr 2025 sollte kein Smartphone mehr mit USB 2.0 ausgestattet sein. USB 3.1 ist mit einer Datenübertragung von 10 Gbit/s deutlich schneller als USB 2.0 mit 480 Mbit/s.
  • Stereo-Lautsprecher: Die Mono-Lautsprecher des iPhone Air klingen flach und vergleichsweise leise. Stereo-Sound macht einen massiven Unterschied.
  • RAW-Fotos: Wenn das iPhone Air 2 wie sein Vorgänger preislich an das kleine Pro heranreicht, muss Apple die Liste der (Software-)Features aufstocken. Dazu gehört etwa die Möglichkeit, komprimierte RAW-Fotos für eine bessere Nachbearbeitung aufzunehmen.

Eine Ultraweitwinkelkamera halte ich dagegen nicht zwingend für notwendig. Mit der Behauptung, dass die Hauptkamera das vermutlich am meisten genutzte Objektiv eines Smartphones ist, lehne ich mich nicht weit aus dem Fenster.

In der Regel verfügt sie über die höchste Bildqualität und ist der Standard für die meisten Aufnahmesituationen im Alltag. Die Möglichkeit, RAW-Fotos aufzunehmen, stellt einen starken Kompromiss zu weniger Kameras dar.

Und was ist mit einer besseren Akkulaufzeit? Mehr ist hier immer besser. Mit einer Displayzeit von viereinhalb bis fünf Stunden bin ich aber zufrieden, insbesondere angesichts des komfortablen Formfaktors. Das Update auf iOS 26.0.1 hat die Laufzeit deutlich verbessert.

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Der klassische erste Wurf

Mit dem iPhone Air hat Apple die sogenannten »Early Adopter« angesprochen. Das sind Personen, die neue Produkte oder Technologien frühzeitig nutzen und dabei mögliche Nachteile bewusst in Kauf nehmen.

Das iPhone Air ist der klassische erste Wurf, der mit der Zeit hoffentlich immer besser wird, ähnlich wie bei den Foldables.

Möglicherweise bleiben derartige Smartphones aber in der Nische, weil der Preis weiterhin nicht stimmt, erneut ähnlich wie bei den Foldables.

Neben Apple und Samsung springen immer mehr Hersteller auf den Zug der schmalen Smartphones auf. So stellte Motorola kürzlich sein Edge 70 vor. Xiaomi und Huawei arbeiten anscheinend ebenfalls an einem direkten Konkurrenten zum iPhone Air.

Was ist eure Meinung zu diesem Smartphone-Trend? Was haltet ihr vom iPhone Air im Speziellen? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!

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