Auf den Finanzmärkten der Welt herrscht Unsicherheit und Chaos. Der Grund: die Zölle des US-amerikanischen Präsidenten.
Der verfolgt dabei vor allem ein Ziel: Es soll laut seiner Aussage mehr im Inland produziert werden. Das betrifft auch die Tech-Branche und das allseits beliebte Apple iPhone.
Dass das aber nicht möglich ist, wenn ähnliche Preise wie aktuell gehalten werden sollen, haben Tim Cook und Steve Jobs schon vor Jahren erklärt. Laut Experten wäre es sogar nur mit Kosten pro iPhone machbar, die über dem Kaufpreis von so manchem Auto liegen.
Ein besonderes (und besonders teures) Apple-Produkt im Härte-Dauer-Test: Die Apple Vision Pro
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Ich habe 72 Stunden die Apple Vision Pro getragen – und nie gedacht, was das mit mir macht
Es gibt nicht genügend Fachkräfte im Land
Im Februar hatte Apple angekündigt, 500 Milliarden US-Dollar zu investieren (Tagesschau berichtete). Die fließen jedoch nicht in die Produktion im eigenen Land.
Bereits 2017 erklärte Tim Cook in einem Video des Fortune-Magazins, wieso sie das iPhone in China herstellen lassen. Den USA mangele es an Fachkräften:
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Im Video gibt der Apple-CEO an, dass sein Unternehmen nicht wegen der günstigen Personalkosten in China produzieren lässt, sondern wegen der hohen Dichte an Fachkräften vor Ort.
Tim Cook führt aus, dass es sich beim Zusammenbauen der hergestellten Produkte um fortschrittliche und präzise Prozesse handelt, für die sowohl eine Ausbildung als auch die entsprechenden Werkzeuge vorhanden sein müssen.
Wenn wir ein in den USA ein Meeting mit allen Werkzeugbauingenieuren abhalten, bin ich mir nicht sicher, ob wir einen ganzen Raum gefüllt bekommen. In China könnte man mehrere Football-Felder mit ihnen füllen.
Kurzgesagt: China besitzt mehr Fachkräfte als die USA, die es braucht, um Produkte wie das iPhone herzustellen. Hier geht es vor allem um Quantität, um die benötigten Produktmengen herstellen zu können.
Steve Jobs blies seinerzeit ins selbe Horn. Laut seiner Biografie (via Amazon) sagte die Apple-Legende bereits gegenüber Ex-Präsident Barack Obama, dass man in den USA nicht genügend Leute finden und einstellen könne.
So viel würde ein in den USA produziertes iPhone kosten
CNN hat sich kürzlich mit diesem Szenario auseinandergesetzt und einen Experten gefragt.
Dan Ives, globaler Leiter der Technologieforschung beim Finanzdienstleister Wedbush Securities, vermutet, dass ein iPhone mehr als dreimal so viel kosten würde, stellte man es in den USA her. Er rechnet mit einem Preis von mindestens 3.500 US-Dollar.
Der Experte fügte hinzu, dass es Apple 30 Milliarden US-Dollar und drei Jahre kosten würde, nur zehn Prozent seiner Lieferkette in die USA zu verlagern.
Gegenüber Forbes gab ein Investor 2018 sogar wesentlich extremere Preise an. Zu dem Zeitpunkt ging er davon aus, dass ein iPhone zwischen 30.000 und 100.000 US-Dollar kosten würde, wenn Apple die Produktion in die USA verlagern würde.
Trumps Ziel, Produktionen ins eigene Land zurückzuholen, scheint damit utopisch. Aktuell sind die Zölle ab dem heutigen Tag für 90 Tage ausgesetzt – außer für China. Wie sich der Markt und die Preise für Technik entwickeln werden, bleibt abzuwarten.

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