Kaufberatung: Welches Netzteil brauche ich für meinen Gaming-PC?

Das Netzteil ist eine oft zu wenig beachtete Komponente im PC, dabei ist es eins für die Stabilität des Rechners sehr wichtigen Bauteile.

Um die Netzteile elektrischer Geräte machen viele sich eher selten Gedanken - da liegt halt eines bei, das wird schon passen. Es wäre aber falsch, daraus ein Urvertrauen zu bilden, dass Netzteile keine wichtige Komponente für die frisch gekaufte Elektronik wären.

Zumal so ein Gaming-PC etwas anspruchsvoller bei der Energieversorgung ist als ein Handy, Toaster oder Fernseher. Da wollen viele verschiedene Komponenten mit teils recht unterschiedlichen Anforderungen zuverlässig und aus einer Quelle mit genau der passenden Menge Strom und Spannung versorgt werden - und dann ändert sich das auch noch im Millisekundenbereich.

Bei der Entscheidung für einen passenden Energiespender ist aber auch die Leistung des Netzteils relevant, angegeben in Watt. Hier gibt es immer noch große Varianzen zwischen einzelnen Herstellern, bevorzugt aber zwischen Noname- und Marken-Netzteilen. Wir gehen natürlich noch genauer darauf ein, wie stark euer Netzteil letztendlich sein muss.

Darauf musst du beim Kauf eines Netzteiles achten

Primär vier Punkte solltet ihr beim Netzteilkauf berücksichtigen:

  • Leistung in Watt
  • Anschlüsse
  • Effizienz
  • Lautstärke

Generell raten wir zu Netzteilen bekannter Marken, da ihr dort eher die versprochene Leistung sowie alle nötigen Schutzschaltungen bekommt als beim Superschnäppchen von Wish.

Wie viel Watt braucht mein Netzteil?

Die Frage nach der Leistung ist nicht pauschal zu beantworten, da es aus wohl nachvollziehbaren Gründen stark darauf ankommt, welche Komponenten ihr sonst noch einsetzt und wie viel Strom sie benötigen. Eure Intuition täuscht euch nicht, wenn ihr spontan auf die Grafikkarte und die CPU als die größten Verbraucher tippt. Daher ist die Leistungsaufnahme dieser beiden Komponenten auch maßgeblich für die Netzteilwahl verantwortlich. Allerdings genehmigen sich auch RAM, Laufwerke, Beleuchtung und, nicht zu unterschätzen, USB-Geräte Energie aus dem Netzteil und müssen daher in die Abschätzung einbezogen werden.

Wenn ihr ein zu schwaches Netzteil für eure Komponenten wählt, müsst ihr zwar nicht mit Explosionen rechnen, ein dauernd bei Last abstürzender PC ist aber ebenfalls mehr als ärgerlich. Wenn ihr ein zu schwaches Netzteil für eure Komponenten wählt, müsst ihr zwar nicht mit Explosionen rechnen, ein dauernd bei Last abstürzender PC ist aber ebenfalls mehr als ärgerlich.

Ein zu schwaches Netzteil schaltet sich im Idealfall ab, wenn es zu lange mit zu hoher Last betrieben wird. Achtet der Hersteller aber aus Kostengründen nicht auf Schutzschaltungen, kann das für Netzteil und unter Umständen auch weitere PC-Komponenten gefährlich sein - wir raten daher zu Markennetzteilen, bei denen ihr im Normalfall (außer einem kurzen Schreck) keine negativen Folgen zu befürchten habt.

Ein Beispiel: Ihr stellt euch einen PC mit einer Geforce RTX 4070 Ti zusammen, diese genehmigt sich unter voller Last etwas weniger als 300 Watt. Als CPU gehen wir von einem Core i7-13700K aus. Dieser darf bis zu 253 Watt aufnehmen - und auch wenn das oft nur für kurze Zeit geschieht, muss das Netzteil natürlich damit umgehen können. Bedenkt auch, dass Overclocking zu deutlich höheren Energieaufnahmen führt.

Alleine diese beiden Komponenten genehmigen sich also unter Last über 500 Watt. Für Mainboard, RAM und weitere PC-Bestandteile lassen sich pauschal gut 100 Watt ansetzen, ein wenig Puffer eingerechnet. Plant ihr, stromhungrige USB-Geräte anzuschließen, sollte das auch in eure Netzteilberechnungen einfließen, schließlich sind über 100 Watt per Power Delivery realisierbar und müssen vom Netzteil auch dann bedient werden können, wenn ihr gerade die virtuelle Welt verwüstet oder rettet.

Der unscheinbare USB C kann im Zweifel auch über 100 Watt übertragen. Die meisten PC-Mainboards sind darauf zwar nicht ausgelegt, es ist aber trotzdem sinnvoll, bei der Netzteilwahl auch ein paar zusätzliche Watt für USB-Geräte einzurechnen. Der unscheinbare USB C kann im Zweifel auch über 100 Watt übertragen. Die meisten PC-Mainboards sind darauf zwar nicht ausgelegt, es ist aber trotzdem sinnvoll, bei der Netzteilwahl auch ein paar zusätzliche Watt für USB-Geräte einzurechnen.

Welche Anschlüsse benötige ich am Netzteil?

Es ist übersichtlich geworden im PC - seit Massenspeicher bevorzugt als M.2-Riegel verbaut werden, sind immer seltener SATA-Stromanschlüsse nötig. Ihr merkt schon, neue Hardwaretrends sorgen auch bei Netzteilen für Änderungen. Gleiches gilt für die immer stromhungrigeren Highend-Grafikkarten.

Wirklich benötigt und daher auch bei jedem Netzteil vorhanden ist ein 24-Pin-Anschluss für die Stromversorgung von Mainboard, CPU und weiteren Komponenten. Dazu kommt ein 4/8-Pin-Anschluss für zusätzliche 12V - moderne CPUs wie Intels Core i9 bedienen sich hier kräftig. Besonders günstige Netzteile haben mitunter nur einen 4-Pin-Anschluss für 12V, was eher für kleinere PCs als für Highend-Maschinen ausreicht.

Unterschiede gibt es hingegen bei den für Grafikkarten vorgesehenen Anschlüssen. Selbst Mittelklasse-Karten benötigen mittlerweile mindestens einen, eher zwei 6-Pin-Anschlüsse für PCIe-Grafikkarten. Netzteile ganz ohne PCIe-Stromstecker solltet ihr daher generell nicht kaufen. Einer dieser 6-Pin-Stecker kann 75 Watt zur Grafikkarte befördern, für leistungsfähigere Karten werden aber auch Stecker mit 8 Pins benötigt. Diese sind für je 150 Watt ausgelegt.

Schon eine Geforce GTX 8800 hatte PCIe-Stromstecker, wie sie heute noch genutzt werden. Hier: 2x 6-Pin wie sie fast jedes Netzteil bietet. Schon eine Geforce GTX 8800 hatte PCIe-Stromstecker, wie sie heute noch genutzt werden. Hier: 2x 6-Pin wie sie fast jedes Netzteil bietet.

Neue Leistungsregionen schlägt indes Nvidia ein, die gut 450 Watt einer RTX 4090 aber auch die geringeren Stromgelüste kleinerer Karten will Nvidia über einen neuartigen 12-Pin-Stecker bedient sehen. Zum Kauf verfügbare Netzteile mit solchen Anschlüssen müsst ihr aber noch mit der Lupe suchen, weshalb meist doch wieder Adapter auf die bekannten 8-Pin-Anschlüsse genutzt werden. Custom-Karten verzichten meist gleich ganz auf den 12-Pin-Stecker. Wollt ihr eine solche Karte nutzen, sollten aber auch 3x 8-Pin-PCIe-Stecker beim Netzteil vorhanden sein.

Setzt ihr neben M.2-SSDs noch SATA-SSDs oder Festplatten ein, braucht ihr auch die vorhin bereits totgesagten SATA-Stromstecker, diese bietet aber jedes verfügbare ATX-Netzteil in meist ausreichender Menge.

Links im Bild seht ihr den SATA-Stromstecker, jedes Laufwerk braucht einen eigenen. Damit wird es im PC schnell unübersichtlich - ein Grund mehr für M.2-Laufwerke. Links im Bild seht ihr den SATA-Stromstecker, jedes Laufwerk braucht einen eigenen. Damit wird es im PC schnell unübersichtlich - ein Grund mehr für M.2-Laufwerke.

Effizienz und Lautstärke sind nicht zu unterschätzen

Viele Gaming-PCs sind abseits vom Gaming regelrechte Leisetreter, die nur unter Last ihre Lüfter aufheulen lassen. Wenn beim konzentrierten Arbeiten aber ein übermäßig lautes Netzteil stört, hat die Investition in eine ansonsten auf leise getrimmte Kühlung wenig gebracht.

Für die Lautstärke ist natürlich der im Netzteil verbaute Lüfter verantwortlich. Aber nicht nur: Auch die dort anliegende Lüfterkurve sowie die generelle Erwärmung des Netzteiles spielen eine Rolle für die Lautstärke. Achtet beim Kauf also auch auf die Lautstärkeangaben - gibt es keine vom Hersteller, wären wir skeptisch.

Netzteile erzeugen Abwärme, die irgendwie abtransportiert werden muss. Oft ist ein günstiges No-Name-Netzteil der Grund für exorbitant laute PCs - achtet beim Kauf des Netzteils daher unbedingt auf leise Lüfter für den Energielieferanten. Netzteile erzeugen Abwärme, die irgendwie abtransportiert werden muss. Oft ist ein günstiges No-Name-Netzteil der Grund für exorbitant laute PCs - achtet beim Kauf des Netzteils daher unbedingt auf leise Lüfter für den Energielieferanten.

Aber auch die Effizienz des Energielieferanten spielt eine Rolle. Wird unnötig Strom verbraten, steigt neben der Stromrechnung auch die vom Lüfter zu bewältigende Abwärme an. Hilfreich bei der Effizienz-Einstufung sind Label wie die bekannten 80+ Auszeichnungen in Bronze, Silber, Gold, Platinum oder Titanium. Oder ganz ohne Edelmetall als schwächste Stufe.

Allerdings sind Netzteile in ihrer Lastgrenze deutlich weniger effizient als bei geringerer Auslastung. Genehmigt sich euer PC unter Last also beispielsweise 500 Watt, würden wir raten, das Netzteil etwas höher zu dimensionieren. Nicht nur, um Lastspitzen besser abfangen zu können, sondern auch, da es so effizienter arbeiten kann.

Ein als 80+ zertifiziertes Netzteil nutzt mindestens 80% der aufgenommenen Energie auch tatsächlich für den PC. Ganz verhindern lassen sich diese Verluste (die übrigens direkt in Wärme umgewandelt den Lüfter beschäftigen und die Wohnung heizen) nicht, wohl aber minimieren. Ein Netzteil mit 80+ Platinum muss schon 90% des aufgenommenen Stromes (bei 20% Last) in für den PC nutzbare Energie umwandeln können. Zu große Aufpreise für nur wenige Prozent Effizienz sind aber ebenfalls nicht wirtschaftlich - ein bezahlbares Netzteil mit 80+ Gold kann für euch unter Umständen also die bessere Wahl sein als ein sehr teures mit Platinum-Auszeichnung und ansonsten gleichen Werten.

Da sich auch Gaming-PCs oft in Lastbereichen um 20% aufhalten - beim Internetsurfen, Youtube oder Officetools muss der Rechner nur wenig arbeiten - ist die Effizient in diesem Bereich nicht ganz unwichtig für die kommende Stromrechnung. Die beste Effizienz haben Netzteile üblicherweise im Bereich um 50% Auslastung.

Mit ATX 3.0 werden die Anforderungen für die Effizienz des Netzteiles noch einmal verschärft, die aktuell noch gängigen ATX-2.4-Netzteile staffeln sich hingegen wie hier in der Tabelle zu sehen - ein Gerät ohne 80+ solltet ihr nicht mehr kaufen. Mit ATX 3.0 werden die Anforderungen für die Effizienz des Netzteiles noch einmal verschärft, die aktuell noch gängigen ATX-2.4-Netzteile staffeln sich hingegen wie hier in der Tabelle zu sehen - ein Gerät ohne 80+ solltet ihr nicht mehr kaufen.

Grundlagen zu modernen PC-Netzteilen

Wie bereits erwähnt und irgendwie auch naheliegend braucht jede Komponente in eurem PC Strom um zu funktionieren. In der PC-Frühzeit mussten Netzteile gute Leistungen im Bereich 3,3 Volt und 5 Volt bieten, heutzutage konzentriert sich fast jede Komponente auf 12 Volt. Euer Netzteil wandelt also den mit 220 Volt aus der Steckdose kommenden Strom in die von Mainboard, Laufwerken, Erweiterungskarten und Prozessoren benötigten Spannungen und sorgt für ausreichend aber nicht zu viel Power - eine Gratwanderung für störungsfreies Gaming.

Im Falle der Fälle muss das Netzteil aber auch Störungen im Stromnetz ausgleichen können ohne die Bauteile eures PCs zu beschädigen. Selbst wenn sich das Netzteil im Zweifel einfach nur abschaltet ist das besser, als wenn es eure teure Grafikkarte oder CPU grillt.

Qualitativ minderwertige Netzteile ohne die nötigen Schutzschaltungen beim ersten Hochfahren mit der nagelneuen RTX 4090 (Symbolbild). Qualitativ minderwertige Netzteile ohne die nötigen Schutzschaltungen beim ersten Hochfahren mit der nagelneuen RTX 4090 (Symbolbild).

Schutzschaltungen im Netzteil

Um die Komponenten im PC im Zweifelsfall effektiv zu schützen, benötigt ein Netzteil Schutzschaltungen. Im Grunde sollten bei in Deutschland legal verkauften Netzteilen alle relevanten Schutzschaltungen vorhanden sein, bei Bestellungen von unbekannten Marken aus dem Ausland solltet ihr aber genauer hinschauen. Oder es gleich sein lassen, wir raten dringend dazu, ausgerechnet beim Netzteil nicht zu viel sparen zu wollen. Das gilt übrigens auch für die oft günstig angebotenen Kombinationen aus preiswertem Gehäuse und beiliegendem Netzteil. Neben der oft sehr abschreckenden Lautstärke ist bei diesen Netzteilen auch die Qualität mitunter fraglich.

Einige wichtige Schutzschaltungen, die in einem Netzteil enthalten sein sollten, sind:

  • Überstromschutz (OCP): Schützt die angeschlossenen Komponenten vor Schäden durch einen zu hohen Stromfluss.
  • Überspannungsschutz (OVP): Schützt die angeschlossenen Komponenten vor Schäden durch eine zu hohe Spannung.
  • Übertemperaturschutz (OTP): Schützt das Netzteil vor Schäden durch Überhitzung und schaltet es automatisch aus, wenn die Temperatur zu hoch wird.
  • Kurzschluss- und Überlastschutz (SCP/OLP): Schützt das Netzteil vor Schäden durch einen Kurzschluss oder eine Überlast der angeschlossenen Komponenten.
  • Unter-/Überspannungsschutz (UVP/OVP): Schützt das Netzteil vor Schäden durch unzureichende oder zu hohe Spannung.

12VHPWR wird nötig: Grafikkarten brauchen immer mehr Strom

Bei ATX-Netzteilen steht der neue Standard ATX 3.0 bevor. Dieser sieht deutlich höhere Energiemengen für Grafikkarten vor, maximal 600 Watt sollen die Pixelschubser aus einem Kabel bekommen können. Das ist angesichts immer energiehungrigerer GPUs durchaus sinnvoll. Der neue Anschluss ist dazu deutlich kompakter als 2x 8 Pin. Zusätzlich zu den 12 Pins zur Stromversorgung gibt es noch eine Reihe Pins zur Datenübertragung, damit sich GPU und Netzteil besser absprechen können.

Netzteile für ATX 3.0 benötigen eine dedizierte Leitung für die neuen 12-poligen PCIe-Stromstecker, bei allen anderen kann adaptiert werden. Netzteile für ATX 3.0 benötigen eine dedizierte Leitung für die neuen 12-poligen PCIe-Stromstecker, bei allen anderen kann adaptiert werden.

Einige Hersteller modularer Netzteile haben bereits reagiert und Kabelstränge für diese Anschlüsse auf den Markt gebracht. Ansonsten liegt entsprechenden GPUs ein Adapter auf die bisher üblichen 6+2 bzw. 8-Pin-Stecker bei. Mit diesen gab es in der Vergangenheit aber Probleme - nicht richtig eingesteckt konnte es zu Überhitzung und sogar Schmelzen des Steckers kommen. Das dürfte dem Erfolg des neuen Steckers aber langfristig nicht im Wege stehen, da er in der von Intel aufgestellten ATX-3.0-Norm vorgesehen ist.

Nötig wird der neue Anschluss durch den immer weiter steigenden Stromhunger moderner Highend-Grafikkarten. Eine Geforce RTX 4090 ist für eine Leistungsaufnahme von bis zu 450 Watt - bei OC-Modellen gerne auch mehr - ausgelegt. Dabei werden fast ausschließlich die PCIe-Stromstecker des Netzteils belastet und kaum noch der PCIe-Slot selbst, was die Anforderungen an die Anschlüsse noch einmal erhöht. Kommende GPU-Generationen könnten noch einmal mehr Energie aufnehmen, so dass auch trotz des ansonsten überall geltenden Trends zum Energiesparen stärkere Anschlüsse nötig werden.

Der neue Standard ATX 3.0 mit PCIe 5

ATX 3.0 ist die neueste Version des seit 1995 von Intel betreuten ATX-Netzteilstandards, in eurem PC steckt aber wahrscheinlich noch ein Modell nach ATX 2.4. Die neue Version bringt mehrere interessante Änderungen und Verbesserungen gegenüber früheren Versionen des Standards, allerdings müsst ihr trotzdem nicht sofort loslaufen und euer Netzteil auswechseln. Einige der wichtigsten Änderungen sind:

  • Höhere Leistung: ATX 3.0 ermöglicht es Netzteilen, bis zu 2.500 Watt Leistung bereitzustellen, im Vergleich zu den 1.500 Watt der vorherigen ATX-Versionen.
  • Höhere Effizienz: ATX 3.0 erfordert, dass Netzteile mindestens 80 Plus Titanium zertifiziert sind, was bedeutet, dass sie mindestens 96% der eingespeisten Energie effizient nutzen. Dies führt zu einer geringeren Belastung der Umwelt und zu niedrigeren Stromrechnungen für den Benutzer.
  • Neue Stecker: ATX 3.0 erfordert den Einsatz von neuen Stromsteckern, wie z.B. dem "Flat Flexible Cable" (FFC) oder "Flat Flexible Power Connector" (FFPC), die mehr Leistung und Flexibilität bieten, um die Leistungsanforderungen zukünftiger Prozessoren und Grafikkarten zu erfüllen. Dazu gehört auch der von aktuellen Nvidia-Karten bekannte 12VHPWR-Anschluss, der bei allen ATX-3.0-PSUs mit mehr als 450 Watt obligatorisch ist.
  • Unterstützung für Power-On-Demand- und Dynamic-Voltage-Frequency-Scaling-Technologien: ATX 3.0 unterstützt Technologien, die es ermöglichen, den Stromverbrauch des Systems zu optimieren und die Leistung zu dynamisch an die Anforderungen anzupassen.

Der 12-Pin-Stecker ist eigentlich ein 16-Pin-Stecker, da neben den für den Stromfluss nötigen Pins noch vier Kontakte zur Datenübertragung zwischen Netzteil und GPU vorgesehen sind. Der 12-Pin-Stecker ist eigentlich ein 16-Pin-Stecker, da neben den für den Stromfluss nötigen Pins noch vier Kontakte zur Datenübertragung zwischen Netzteil und GPU vorgesehen sind.

Neben höheren Leistungen und modernen GPU-Stromanschlüssen sorgt ATX 3.0 vor allem auch für eine höhere Effizienz abseits von Hochlastszenarien. Die meiste Zeit verbringt ein PC üblicherweise damit, nur einen Bruchteil seiner Leistung auszufahren. In diesen Situationen steigert sich die Effizienz besonders, was sich am Ende bei der Stromrechnung positiv bemerkbar machen dürfte. Zugegeben, diese Einsparungen fressen die deutlich höheren Kosten der neuen Netzteile wieder auf.

Muss es ATX 3.0 sein?

Muss ich mir jetzt also zum neuen PC auch ein Netzteil nach ATX 3.0 zulegen? Nicht unbedingt. Auch für die aktuelle und wohl auch die nächste Hardwaregeneration reicht ein ATX 2.4-Netzteil noch aus. Abseits vom Highend wohl auch noch ein paar weitere Hardwaregenerationen. Wenn ihr aber eh beschlossen habt, beim nächsten Netzteilkauf nicht zu sparen, würden wir gleich zu einem Modell nach neuestem Standard greifen.


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