64 Prozent der Befragten glauben, KI kostet Arbeitsplätze – Experten sind da viel gelassener

Man darf positiv in die Zukunft blicken: KI-Experten blicken generell optimistischer in die Zukunft mit Künstlicher Intelligenz als die breite Bevölkerung. Das ergibt eine Umfrage aus den USA.

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt verändern – aber nicht unbedingt nur zum Negativen. (Bildquelle: Din Nasahrudin, Adobe Stock) Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt verändern – aber nicht unbedingt nur zum Negativen. (Bildquelle: Din Nasahrudin, Adobe Stock)

Eine US-amerikanische Umfrage hat zwei Gruppen befragt, wie sie in die Zukunft der Gesellschaft mit KI blicken: Auf der einen Seite KI-Experten und auf der anderen Seite normale Bürger. Die Prognosen beider Gruppen klaffen teilweise deutlich auseinander.

Generell sehen Experten die Zukunft positiver, und ihre Prognose für einen speziellen Bereich darf alle optimistisch stimmen.

Das ist passiert:

Das Pew Research Center in den USA hat eine Umfrage durchgeführt zum Thema: Welche Erwartungen gibt es bezüglich der Chancen und Risiken von KI in der Zukunft?

Dabei wurden im Sommer und Herbst 2024 auf der einen Seite eine Gruppe von 1.013 KI-Experten und auf der anderen Seite 5.410 Erwachsene aus der breiten Bevölkerung befragt.

Als KI-Experten identifizierten die Macher der Umfrage US-amerikanische Bürger aus 21 Konferenzen mit KI-Fokus aus den Jahren 2023 und 2024, die dort als Autoren oder Präsentierende in Erscheinung getreten sind.

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Experten sind eher begeistert, die Allgemeinheit eher besorgt

Die Umfrage zeigt nicht übermäßig begeisterte Experten gegenüber einer chronisch misstrauischen Gesamtbevölkerung. Aber bei der ganz generellen Einschätzung, ob KI nun eher gut oder schlecht für uns sein wird, da unterscheiden sich die Ansichten beider Gruppen deutlich:

  • 56 Prozent der Experten meinen, dass KI einen sehr oder relativ positiven Einfluss auf die USA in den nächsten 20 Jahren haben wird. Dagegen sind nur 17 Prozent der Befragten aus der Allgemeinbevölkerung dieser Ansicht.
  • 47 Prozent der befragten Experten bezeichnen sich als eher begeistert als besorgt (more excited than concerned) über die zunehmende Nutzung von KI im Alltag. Dagegen sind unter den Erwachsenen aus der Allgemeinbevölkerung 51 Prozent eher besorgt als begeistert.

Fachleute sehen für die Arbeitswelt eher die Chancen

Ebenfalls klafft eine große Lücke zwischen der Prognose der Experten und der der Allgemeinbevölkerung, wenn es um die Arbeit geht:

  • 73 Prozent der Fachleute gehen davon aus, dass KI einen sehr oder relativ positiven Einfluss darauf haben wird, wie Menschen über die nächsten 20 Jahre arbeiten. Das sehen die in der Umfrage befragten Bürger nur zu 23 Prozent so.
  • Gerade die Sorge vor Stellenabbau ist in der Bevölkerung mit 64 Prozent erhöht. Das prognostizieren dagegen nur 39 Prozent der Experten

Bei der Frage, welche Berufe wohl am ehesten durch KI bedroht seien, besteht größere Einigkeit zwischen Experten und Bürgern:

  • Eine erhöhte Gefahr für Kassierer sehen in beiden Gruppen ganze 75 Prozent.
  • Bei Journalisten besteht auch Einigkeit: Hier sehen 60 Prozent in beiden Gruppen einen drohenden Stellenabbau.
  • Auch Software-Entwickler halten 50 Prozent der KI-Experten für potenziell betroffen. Das sehen in der Allgemeinbevölkerung 48 Prozent so.
  • Deutlich klafft die Meinung bei Lkw-Fahrern auseinander: Hier ist diesmal die Bevölkerung optimistischer. Nur 33 Prozent der Bürger teilen die Ansicht, dass KI den Beruf verdrängen könnte. Dagegen stehen 62 Prozent der Experten.

In einem Bereich blicken die Experten besonders positiv in die Zukunft – und der betrifft uns alle

Generell dürfen solche Zahlen aber optimistisch machen: Menschen, die sich beruflich mit der Entwicklung von KI in verschiedenen Sektoren beschäftigen, blicken positiver in die Zukunft.

Für einen bestimmten Bereich sind die Experten besonders zuversichtlich: 84 Prozent von ihnen erwarten relativ bis hohe positive Entwicklungen durch KI in den nächsten 20 Jahren in der medizinischen Versorgung. Das sehen nur 44 Prozent der Befragten aus der allgemeinen Bevölkerung genauso.

Gerade die Medizin haben vielleicht nicht alle sofort im Blick haben, wenn von Künstlicher Intelligenz gesprochen wird. Aber gleichzeitig können alle vom technischen Fortschritt in diesem Bereich profitieren.

Was denkt ihr darüber? Seht ihr bestimmte Berufsgruppen als besonders gefährdet an? Und muss die potenzielle Übernahme von Tätigkeiten durch KI überhaupt etwas Schlechtes sein? Schreibt uns eure Gedanken in die Kommentare!

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