KI-Brille trifft Actioncam: BleeqUp Ranger liefert Kamera, Coach und Kopfhörer in einem

Kamera, Navigation, Sport-Coach und Kopfhörer: Die BleeqUp Ranger packt überraschend viel Technik in eine Sportbrille.

Auf den ersten Blick eine klassische Bikerbrille, dahinter steckt deutlich mehr: Die BleeqUp Ranger kombiniert Sportbrille, Actioncam, Open-Ear-Audio und KI-Funktionen. Auf den ersten Blick eine klassische Bikerbrille, dahinter steckt deutlich mehr: Die BleeqUp Ranger kombiniert Sportbrille, Actioncam, Open-Ear-Audio und KI-Funktionen.

Smart Glasses sollen gerade zum nächsten großen Wearable werden. BleeqUp geht mit der Ranger allerdings einen klaren Spezialweg.

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine ganz normale Biker- oder Outdoor-Brille. Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass hier Kamera, Audio, Navigation und KI-Funktionen direkt in den Bügeln stecken.

Auf der IFA konnte ich die Ranger ausprobieren. Und tatsächlich steckt in den Bügeln deutlich mehr, als man der Sportbrille zunächst ansieht.


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Eine Actioncam direkt vor den Augen

Das offensichtlichste Feature ist die integrierte Kamera. Statt beim Radfahren, Laufen oder Wandern eine zusätzliche Actioncam am Helm oder Körper zu befestigen, nimmt die Ranger direkt aus der eigenen Perspektive auf.

Die Kamera lässt sich dabei in drei verschiedenen Einstellungen nutzen, zwischen denen gewechselt werden kann. Bedient wird die Brille über kleine Tasten an den Bügeln.

Diese fallen optisch kaum auf, lassen sich mit den Fingern aber erstaunlich einfach ertasten. Das ist wichtig, wenn man während einer Tour nicht erst nach dem richtigen Knopf suchen möchte. Alternativ kann man aber auch ein Extra-Device erwerben, das zum Beispiel Platz am Lenker findet.

Kleine, gut ertastbare Tasten an den Bügeln ermöglichen die Bedienung auch unterwegs, ohne dafür ständig das Smartphone hervorholen zu müssen. Kleine, gut ertastbare Tasten an den Bügeln ermöglichen die Bedienung auch unterwegs, ohne dafür ständig das Smartphone hervorholen zu müssen.

Läuft eine Aufnahme, weist ein weißes Signallicht über der Kameralinse darauf hin. Die aufgenommenen Videos lassen sich anschließend in der zugehörigen App ansehen und bearbeiten. Damit soll die Ranger nicht nur das Aufnehmen, sondern auch den Weg zum fertigen Clip möglichst einfach machen.

Ganz nebensächlich ist dieser Hinweis auf die Aufnahme nicht. Spätestens seit der Diskussion um Metas Smart Glasses wird darüber gestritten, wie offensichtlich Kamerabrillen für andere Menschen als solche erkennbar sein sollten.

BleeqUp ist sich dieser Diskussion bewusst. Auf der IFA erklärt man mir, dass sie schon aufgrund ihrer Bauform deutlich stärker nach Sport-Wearable als nach gewöhnlicher Brille aus und signalisiert zusätzlich per Licht, wenn die Kamera läuft.

Das beseitigt nicht jede Datenschutzfrage, macht den vorgesehenen Einsatzzweck aber wesentlich eindeutiger: Die Ranger möchte in erster Linie Sportbrille und Actioncam miteinander verbinden.

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Die KI soll nicht nur Videos schneiden

Interessanter wird es allerdings bei den Funktionen, die über die reine Kamera hinausgehen. BleeqUp möchte die Ranger zu einer Art digitalen Begleiter für das Training machen.

Dazu gehören etwa proaktive KI-Sicherheitswarnungen, Richtungsanweisungen und ein AI Emergency Recording, das in kritischen Situationen relevante Aufnahmen sichern soll.

Ein AI Sports Voice Assistant soll wiederum Informationen während des Trainings liefern, ohne dass dafür ständig das Smartphone herausgeholt werden muss.

Nach dem Sport sollen sich die gesammelten Daten außerdem zur Auswertung des Workouts nutzen lassen. Damit bewegt sich die Ranger irgendwo zwischen Actioncam, Sport-Wearable und persönlichem KI-Assistenten.

Kleine, gut ertastbare Tasten an den Bügeln ermöglichen die Bedienung auch unterwegs, ohne dafür ständig das Smartphone hervorholen zu müssen. Kleine, gut ertastbare Tasten an den Bügeln ermöglichen die Bedienung auch unterwegs, ohne dafür ständig das Smartphone hervorholen zu müssen.

Dazu kommt Audio direkt aus den Bügeln. Bei meinem kurzen Test auf der IFA war ich davon durchaus überrascht: Trotz des Messetrubels klang der Sound klar und erstaunlich präsent.

Natürlich ersetzt ein kurzer Eindruck auf einer Messe keinen ausführlichen Audio-Test. Für Navigationshinweise, Sprachassistenz oder einen Podcast während einer Fahrradtour wirkte die Lösung aber bereits ziemlich überzeugend.

BleeqUp hat einen klareren Anwendungsfall: Ich gehe raus, mache Sport und möchte filmen, navigieren, Audio hören und mein Training erfassen, ohne dafür mehrere Geräte bedienen zu müssen.

Ob die KI-Funktionen dabei im Alltag tatsächlich so hilfreich sind, wie sie auf dem Papier klingen, und wie gut Kamera, Akku und Bedienung nach mehreren Stunden Sport funktionieren, müsste ein ausführlicher Test zeigen.

Nach meinem ersten Eindruck auf der IFA ist die Ranger aber vor allem eines: eine ziemlich spannende Interpretation davon, was eine smarte Brille eigentlich sein kann.


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