5 wichtige Tipps, die ihr vor dem Kauf eines Kindle kennen müsst

Ihr wollt euch schon länger einen Kindle kaufen? Wir geben euch fünf Tipps, die ihr vor dem Kauf kennen solltet.

Ein Kindle kann euch viel Freude bringen, allerdings solltet ihr ein paar Dinge vor dem Kauf beachten. (Quelle: Foto von Adrienne Andersen via Pexels) Ein Kindle kann euch viel Freude bringen, allerdings solltet ihr ein paar Dinge vor dem Kauf beachten. (Quelle: Foto von Adrienne Andersen via Pexels)

E-Reader sind praktisch, leicht und sparen Platz. Der Kindle von Amazon hat sich als eines der beliebtesten Modelle durchgesetzt. Doch Kindle ist nicht gleich Kindle: Amazon bietet aktuell gleich fünf Modelle mit verschiedenen Funktionen an.

Vor dem Kauf lohnt sich also ein genauer Blick auf eure Bedürfnisse, denn je nach Leseverhalten kann ein anderes Modell besser zu euch passen.

Wir zeigen euch die fünf wichtigsten Dinge, die ihr vor dem Kauf eines Kindle unbedingt wissen solltet. So vermeidet ihr Fehlkäufe, unnötige Kosten und habt lange Freude an eurem neuen digitalen Lesegerät.

1. Kennt euer Leseverhalten

Der Kindle Paperwhite gilt für viele als das Standardmodell des Kindle: ein solider Allrounder mit ausgewogenem Verhältnis aus Preis (neu zirka 180 Euro), Leistung und Leseerlebnis. Wer regelmäßig liest, eine gute Displayqualität schätzt und auch mal draußen lesen möchte, ist mit dem Paperwhite in der Regel gut bedient.

Abweichungen von diesem Modell lohnen sich je nach individueller Nutzung. Wer zum Beispiel nur gelegentlich liest, auf einen größeren Bildschirm verzichten kann oder ein besonders kompaktes Gerät für unterwegs sucht (Stichwort: kleine Handtasche), findet im günstigeren Basismodell eine solide Alternative. Diese kostet zirka 70 Euro weniger.

Auf der anderen Seite lohnt sich ein Blick auf den Kindle Oasis oder das Scribe-Modell, wenn es um spezielle Anforderungen geht. Der Oasis richtet sich eher an Vielleser mit Anspruch auf besonders komfortables Lesen, während das Scribe-Modell zusätzliche Funktionen für Notizen bietet – praktisch für alle, die nicht nur lesen, sondern auch viel schreiben oder markieren wollen.

Amazon bietet auf seiner Website eine Übersicht zu den Funktionen aller Modelle – allerdings ohne Preisangaben.

2. Prüft das eBook-Ökosystem von Kindle

Amazon ist als Unternehmen natürlich daran interessiert, euch mit den eigenen Produkten und Verfügbarkeiten zu versorgen. Das bedeutet allerdings auch, dass die E-Reader nicht mit allen gängigen eBook-Dateiformaten kompatibel sind.

In der Produktbeschreibung von Amazon könnt ihr einsehen, wie viele Dateiformate unterstützt werden. Ein Blick lohnt sich. In der Produktbeschreibung von Amazon könnt ihr einsehen, wie viele Dateiformate unterstützt werden. Ein Blick lohnt sich.

So können Bücher aus dem Tolino-Store auf dem Kindle nicht wiedergegeben werden. Zwar gibt es gute Converter, die euch viele Dateien in das richtige Format konvertieren, aber dennoch bleibt ihr in der Regel an ein Ökosystem gebunden.

Wer dies nicht möchte, sollte deshalb einen Blick auf Alternativen, wie den Tolino, werfen. Die Tolino-Geräte unterstützen das EPUB-Format nativ und sind stärker mit unabhängigen Buchhändlern verzahnt, was ein Pluspunkt für alle sein kann, die Wert auf offene Standards legen.

3. Achtet auf den richtigen Speicher

Ein einzelnes eBook ist oft nur ein paar MB groß. Da kann schnell der Gedanke aufkommen, dass die 8 oder sogar 16 GB Speicher des Kindle mehr als genug sind.

Das stimmt, solange man wirklich nur reine Textromane liest. Aber sobald man Hörbücher über Audible, illustrierte eBooks, PDFs oder Comics mit auf das Gerät lädt, sieht die Sache anders aus. Die Inhalte sind deutlich speicherintensiver und können den vorhandenen Platz schnell füllen.

Ein Beispiel für die Dateigrößen von Audiobooks: Links lädt ein Hörbuch mit ca. 10 Stunden Laufzeit für knapp 300 MB. Rechts sehen wir den Klassiker Jurassic Park für 276 MB und einer Laufzeit von ca. 16 Stunden. Ein Beispiel für die Dateigrößen von Audiobooks: Links lädt ein Hörbuch mit ca. 10 Stunden Laufzeit für knapp 300 MB. Rechts sehen wir den Klassiker Jurassic Park für 276 MB und einer Laufzeit von ca. 16 Stunden.

Gerade wer viel unterwegs liest oder ein Gerät mit der ganzen Familie teilen will, sollte den verfügbaren Speicherplatz im Blick behalten. Zwar bieten größere Speichergrößen mehr Flexibilität – etwa, wenn man viele Hörbücher oder umfangreiche PDF-Dateien speichern möchte, für viele reicht aber bereits die kleinere Variante vollkommen aus.

E-Books sind in der Regel sehr speicherfreundlich: Selbst auf den kleineren Modellen lassen sich problemlos Hunderte, oft sogar Tausende Bücher mitnehmen. Wer also vor allem klassische E-Books liest und seine Bibliothek regelmäßig verwaltet (zum Beispiel durch Löschen gelesener Titel oder Nutzung der Cloud), kann mit der Basisausstattung gut sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

4. Kindle-Werbung - ja oder nein?

Auf den ersten Blick klingt das Angebot verlockend: Für rund 20 Euro weniger bekommt man den gleichen Kindle mit dem kleinen Hinweis mit Werbung.

Was man leicht übersehen kann: Dies sind Werbeanzeigen, die auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. Zwar beeinträchtigen sie das eigentliche Leseerlebnis nicht direkt - beim Lesen selbst taucht keine Werbung auf - aber jedes Mal, wenn man den Kindle aus dem Standby holt, wird man zuerst mit einem Werbebanner begrüßt.

Amazon weist daraufhin, dass die Variante mit Werbung gekauft wird. Der Preis kann damit deutlich günstiger ausfallen. Amazon weist daraufhin, dass die Variante mit Werbung gekauft wird. Der Preis kann damit deutlich günstiger ausfallen.

Das mag wie ein kleiner Kompromiss wirken, wird aber auf Dauer für viele Nutzer zum Ärgernis. Der Trick, dies über den Kundendienst, deaktivieren zu lassen, soll laut Reddit-Berichten leider auch nicht mehr funktionieren. 

Ein Tipp, um die Werbung zu umgehen, kann der Griff zur Kindle Kids Edition sein. Das haben wir euch in diesem Artikel einmal aufbereitet.

Die werbefinanzierte Kindle-Version zeigt auf dem Sperrbildschirm und in Menüs gelegentlich personalisierte Werbung an. Wer damit kein Problem hat, kann zunächst zur günstigeren Variante greifen – denn falls sich das später doch als störend herausstellt, lässt sich die Werbung jederzeit gegen eine einmalige Gebühr entfernen. Der Preis für das Upgrade entspricht dabei in der Regel dem Aufpreis zur werbefreien Version beim Neukauf.

Anders gesagt: Es kostet nichts extra, wenn man es erst einmal ausprobiert und später entscheidet – also eine gute Option für alle, die sparen wollen und sich noch nicht sicher sind, wie sehr sie die Werbung wirklich stört.

5. Kindle Unlimited ist nicht automatisch inklusive

Aufgepasst: Wer sich einen Kindle kauft, hat automatisch Zugriff auf eine riesige Auswahl an eBooks. Schließlich ist es ein Gerät von Amazon. Und Amazon hat doch gefühlt alle Bücher, oder?

Die Preisübersicht von Kindle Unlimited zeigt: Das Abo kostet bis zu 11,75 Euro pro Monat. Die Preisübersicht von Kindle Unlimited zeigt: Das Abo kostet bis zu 11,75 Euro pro Monat.

Die Realität sieht etwas anders aus: Ohne ein zusätzliches Abo – konkret Kindle Unlimited – kauft man die meisten Bücher ganz klassisch einzeln. Die Preise liegen dabei häufig zwischen 5 und 15 Euro pro Titel.

Allerdings sind E-Books in vielen Fällen günstiger als ihre gedruckten Ausgaben. Wer viel liest, kann also langfristig durchaus sparen – vor allem, wenn man regelmäßig bei Angeboten zuschlägt oder Klassiker liest, die oft kostenlos oder stark reduziert angeboten werden. Ein Kindle ersetzt also nicht unbedingt ein Abo-Modell, aber er bietet eine flexible, platzsparende und auf Dauer oft kostengünstigere Art zu lesen. Ob sich das Abo lohnt, haben wir uns hier einmal für euch angeschaut.

Das kann sich schnell summieren, wenn man viel liest. Zwar gibt es Prime Reading (eine kleine eBook-Auswahl für alle mit Amazon Prime), aber die Auswahl ist eher begrenzt und wechselt regelmäßig. Auch Gratis-eBooks sind verfügbar, aber hier handelt es sich meist um Klassiker oder wenig bekannte Self-Publishing-Titel.

Kindle Unlimited wiederum kostet etwa 11,75 Euro im Monat und bietet Zugriff auf über eine Million eBooks, inklusive einiger Hörbücher. Das klingt gut, aber nicht alle Bestseller oder Neuerscheinungen sind enthalten. Wer ganz bestimmte Titel lesen will, wird trotzdem oft draufzahlen müssen.

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