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Das neue geheime Ende von Kingdom Come 2 wirkt auf den ersten Blick schön, ist aber in Wirklichkeit erschreckend brutal

Unter bestimmten Umständen schaltet ihr ein verstecktes Finale der Geschichte von Heinrich frei. Und das ist nur auf den ersten Blick ein Happy End.

Die beiden gucken zu Recht wenig begeistert drein: Im neuen versteckten Ende geht es nicht gut für sie aus. Die beiden gucken zu Recht wenig begeistert drein: Im neuen versteckten Ende geht es nicht gut für sie aus.

Heinrich kann zur wahren Ein-Mann-Armee werden und in Kingdom Come: Deliverance 2 eine geradezu übermenschliche Tat vollbringen. Seit Patch 1.4 führt das nun zu einem versteckten Ende, das auf den ersten Blick ziemlich freudvoll wirkt. Wer sich aber mit Geschichte auskennt, sieht die brutale Wahrheit dahinter.

Wir gehen an dieser Stelle nicht auf das offizielle Ende der Geschichte ein, müssen aber zumindest ein paar Eckdaten der finalen Mission nennen. Und natürlich die reale Vergangenheit – zählt das als Spoiler…? Entscheidet ihr.

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Ein wahrhaftig schreckliches Ende

Klartext: Ihr bekommt eine spezielle Botschaft, wenn es euch gelingt, das gesamte Soldaten-Camp bei Opatowitz zu beseitigen. Also quasi Sigismunds verbleibende Armee im Alleingang vernichten. Schwer zu schaffen, aber nicht unmöglich.

Dann taucht folgende Meldung auf, bei der offenbar ein Satzteil am Ende fehlt (sie ergibt aber trotzdem Sinn):

Du hast den Lauf der Geschichte verändert! Sigismund hat seine Armee verloren und ist unehrenhaft nach Ungarn zurückgekehrt. König Wenzel hat dich als Radzigs rechtmäßigen Erben anerkannt, du lebtest glücklich bis 1416, als du mit deinem Vater nach Kuttenberg aufgebrochen bist, [sic]

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Das ist doch nett! Heinrich durfte für seine Heldentat seinen Bastard-Status abgeben und in den Rang eines Adligen aufsteigen. Ein Happy End also? Moment, was soll die 1416 heißen?

Dazu gucken wir kurz mal in die Biografie des echten Sir Radzig Kobyla. Der wurde im Februar 1416 nach Kuttenberg geschickt, um dort Steuern von Minenarbeitern einzutreiben. Unglücklicherweise hatten lokale Kleriker die Arbeiter gegen Kobyla aufgehetzt, der den umstrittenen Prediger Jan Hus unterstützte. 

Die Arbeiter attackierten Kobyla und seine Begleiter (in dieser alternativen Zeitlinie also auch den guten Heinrich), ermordeten sie und zerstampften die sterblichen Überreste auf der Straße. So tragisch endet also das Leben von Heinrich in dieser Timeline – wow. Gut, wenigstens blieben ihm dann die Hussitenkriege erspart…

Es ist das zweite versteckte Ende im Rollenspiel-Meisterwerk, das eine inoffizielle neue Zeitlinie öffnet. Das erste erreicht ihr, indem ihr euch bei einem Bankett mit einem Messer an den Königsanwärter Sigismund anschleicht und ihn erdolcht. Da ergeht es Heinrich auch schlecht, und zwar nach wenigen Sekunden. Aber immerhin geht er in die Geschichtsbücher ein.

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