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Knappe 14nm-CPUs: Intel entschuldigt sich für erneute Lieferengpässe

Intel hat sich kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts für die anhaltenden Lieferengpässe bei der 14nm- und 10nm-CPU-Produktion entschuldigt.

von Sara Petzold,
24.11.2019 10:16 Uhr

Intel kämpft weiterhin mit Lieferschwierigkeiten bei 14nm- und 10nm-CPUs. Intel kämpft weiterhin mit Lieferschwierigkeiten bei 14nm- und 10nm-CPUs.

Trotz verstärkter Bemühungen um eine höhere Produktion hat Intel kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts 2019 erneut mit Lieferengpässen im Bereich der 14nm-CPUs zu kämpfen. Jetzt hat sich das Unternehmen in einem Brief an die eigenen Großkunden für die Probleme entschuldigt, denn dort macht sich die Knappheit am stärksten bemerkbar.

Im Einzelhandel sind CPUs wie der Core i9 9900K und der i7 9700K (sowie deren F-Varianten ohne integrierte Grafikeinheit) zwar nicht überall erhältlich, aber durchaus noch verfügbar. Allerdings weist Intel in dem Schreiben auch daraufhin, dass mit weiteren Engpässen zu rechnen sei (via ComputerBase).

Die von Intel in dem Brief an Großkunden angesprochenen Lieferschwierigkeiten beziehen sich vornehmlich auf Server, Workstation und Mobilprozessoren. Desktop-CPUs wie der Core i9 9900K sind im Endkundenmarkt dagegen noch relativ gut verfügbar, wenn auch nicht im Übermaß. Die von Intel in dem Brief an Großkunden angesprochenen Lieferschwierigkeiten beziehen sich vornehmlich auf Server, Workstation und Mobilprozessoren. Desktop-CPUs wie der Core i9 9900K sind im Endkundenmarkt dagegen noch relativ gut verfügbar, wenn auch nicht im Übermaß.

Intel schreibt, man bemühe sich weiterhin darum, der Nachfrage Herr zu werden, indem man die 14nm-Wafer-Produktion sowie die 10nm-Produktion weiter ankurbele. Konkret heißt es in dem Brief von Michelle Johnston Holthaus, EVP General Manager bei Intel:

"Ich möchte [...] mich für die Folgen, die die neuerlichen PC-CPU-Lieferengpässe auf Ihr Geschäft haben, entschuldigen und Ihnen für Ihre fortdauernde Partnerschaft danken. Ich möchte Sie außerdem über unsere Handlungen und unsere Investionen auf dem Laufenden halten, die das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage verbessern und Sie mit den in Sachen Leistung führenden Intel-Produkten unterstützen sollen. Trotz unserer größten Bemühungen haben wir diese Herausforderung noch nicht gemeistert."

"In Reaktion auf die anhaltend starke Nachfrage haben wir Rekordmengen an Capex [»Capital expenditure«, sprich: Geld - Anmerk. der Red.] investiert, die unsere 14nm Wafer-Kapazität in diesem Jahr erweitern und gleichzeitig die 10nm-Produktion steigern. Zusätzlich zum Ausbau von Intels eigenen Herstellungskapazitäten machen wir vermehrt Gebrauch von Drittfertigern, um Intels differenziertes Herstellungsverfahren zur vermehrten Produktion von Intel-CPUs zu ermächtigen. "

"Die zusätzliche Kapazität erlaubt es uns, das CPU-Angebot in der zweiten Jahrenshälfte im Vergleich zur ersten Jahreshälfte im zweistelligen Prozentbereich zu erweitern. Allerdings hat das anhaltende Marktwachstum unsere Bemühungen überholt und die Vorhersagen Dritter übertroffen. Das Angebot bleibt in unserem PC-Geschäft knapp, wo wir mit begrenzten Inventarvorräten agieren."

Aber auch bei AMD gibt es Lieferprobleme, obwohl AMD behauptet genug 7nm-Kapazitäten bei Auftragsfertiger TSMC zugestanden bekommen zu haben. Aber vor allem das bisherige Ryzen 3000-Flaggschiff Ryzen 9 3900X mit zwölf Kernen ist seit Launch im Juli 2019 kaum verfügbar. Nächste Woche soll dann der Ryzen 9 3950X mit sechzehn Kernen sowie die neuen Threadripper 3000-CPUs in den Handel kommen - wir sind gespannt, ob und wie lange diese lieferbar sein werden

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