Bosch antwortet auf die Frage, ob Magneten am Kühlschrank den Verbrauch erhöhen und erklärt, was ihn am stärksten beeinflusst

Es ist so, wie ihr wahrscheinlich vermutet: Kühlschrankmagneten spielen keine Rolle für den Stromverbrauch. Praktische Spartipps gibt es aber dennoch.

Keine Sorge: Ihr müsst euch nicht von euren Kühlschrankmagneten verabschieden. (Symbolbild: stock.adobe.com - Andrius) Keine Sorge: Ihr müsst euch nicht von euren Kühlschrankmagneten verabschieden. (Symbolbild: stock.adobe.com - Andrius)

Es gibt den Mythos, dass Magneten an der Tür eines Kühlschranks seinen Verbrauch erhöhen oder sogar schädlich für die Technik sind.

Die Webseite wmn.de warnt deshalb davor, Magneten am Kühlschrank anzubringen und Endesa, der größte private Energieversorger Spaniens, greift diesen Mythos in einem eigenen Blog-Eintrag auf.

Die Sorge entsteht laut Endesa wohl im Zusammenhang mit vermuteten Wechselwirkungen zwischen den Magnetfeldern der Kühlschrankmagnete und der elektromagnetischen Kraft des Kühlschranks selbst.

Was sagt ein deutscher Hersteller dazu?

Wir haben bei Bosch nachgefragt, ob Kühlschrankmagneten negative Auswirkungen auf den Verbrauch oder andere Bereiche haben können und die gleiche Antwort erhalten, die auch Endesa gibt.

Dieser Mythos stimmt nicht. Konkret äußert sich Bosch dazu wie folgt:

Bei Verwendung von wenigen Magneten an der Kühlschranktür sind keine Fehlfunktionen am Gerät zu erwarten, ggf. können Kratzer auf der Oberfläche entstehen. Werden so viele Magnete an der Kühlschranktür angebracht, dass das Gewicht der Tür massiv erhöht wird, kann es zur Verkürzung der Lebensdauer des Türscharniers kommen.

Andere Hersteller wie LG antworten uns ähnlich:

Tatsächlich ist dies nur ein Mythos – Kühlschrankmagneten haben keinen Einfluss auf den Verbrauch, die Lebensdauer oder Lebensmittel. Die Magnete auf der Außenseite des Kühlschranks haben keinerlei Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit oder die innere Kälteleistung des Geräts.

Während man an der Kühlschranktür also getrost Magneten anbringen kann, ohne sich Sorgen um einen höheren Verbrauch machen zu müssen, gibt es andere Aspekte, die den Verbrauch wirklich erhöhen.

Auch zu diesem Thema haben sich Bosch und LG uns gegenüber geäußert.

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Tipps für weniger Stromverbrauch eures Kühlschranks

Im Zuge der in den letzten Jahren oft steigenden Energiepreise stehen die Chancen gut, dass ihr die entscheidenden Energietipps für euren Kühlschrank bereits kennt. Aber eine Auffrischung kann nie schaden.

Folgende Aspekte sind unter anderem laut Angaben von Bosch besonders wichtig:

1. Position und Reinigung

Neben einem gewissen Abstand zur Wand solltet ihr darauf achten, dass der Raum trocken und gut belüftbar ist und dass keine größeren Wärmequellen den Kühlschrank unnötig aufheizen (z.B. Ofen, Heizkörper, direkte Sonneneinstrahlung).

Es ist außerdem hilfreich sein, die Rückseite soweit möglich erreichbar zu machen. So könnt ihr vorhandene Lüftungsgitter gelegentlich von Staub befreien.

2. Richtiger Umgang im Alltag

Es gibt einige einfache Grundregeln bei der Benutzung des Kühlschranks, die helfen, seinen Energieverbrauch zu senken:

  • Je seltener und kürzer ihr die Tür öffnet, desto besser.
  • Auch eine angemessene Größe ist wichtig, da ein leerer Kühlschrank mehr arbeiten muss als ein voller.
  • Stellt nur bereits abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank.
  • Besitzt euer Gerät keine Abtauautomatik, solltet ihr regelmäßig selbst an das Abtauen denken.
  • Tiefgefrorenes über Nacht im Kühlschrank aufzutauen, sorgt nicht nur für ein schonendes Auftauen, sondern gibt auch hilfreiche Kälte an den Kühlschrank ab.

3. Wo soll was im Kühlschrank hin?

LG wird in diesem Punkt uns gegenüber sehr konkret und nennt die folgenden Empfehlungen (mit Verweis auf den Umstand, dass es im Kühlschrank unten kälter beziehungsweise oben wärmer ist):

  • Gemüse und Obst werden unten gelagert (Gemüsefach).
  • Fleisch, Fisch und Wurst auch möglichst unten lagern.
  • In der Mitte des Kühlschranks Milch, Joghurt und Sahne lagern.
  • Oben Butter, Marmelade und Käse lagern.

4. Die optimalen Temperaturen

Je niedriger die eingestellte Temperatur eines Kühlschranks (beziehungsweise je höher die gewählte Stufe), desto mehr Energie verbraucht er. Deshalb ist es wichtig, angemessene Werte auszuwählen.

Laut E.ON macht bereits ein Erhöhen der Temperatur um 1 Grad Celsius einen Unterschied im Bereich von 6 Prozent des Strombedarfs des Geräts.

Folgende Richtwerte empfiehlt der große deutsche Energieversorger:

  • Kühlschrank: 7 Grad Celsius
  • Gefrierschrank: -18 Grad Celsius

Fazit: Die richtigen Maßnahmen helfen beim Stromsparen

Wer kein Fan von Kühlschrankmagneten ist, kann zumindest nicht behaupten, dass sie schlecht für den Verbrauch sind, um sie loszuwerden.

Einfache Wege, den Verbrauch eures Kühlschranks zu senken, gibt es aber dennoch, wie die Tipps oben zeigen.

Das ist umso wichtiger, da Kühl- und Gefrierschränke immerzu laufen (auch wenn sie dabei nicht permanent viel Energie verbrauchen).

Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr noch mehr Tipps zum Senken des Energieverbrauchs im Haushalt parat habt!

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