Meine Frau ist ein echter Skyrim-Meister: Über 700 handverlesene Mods, selbst korrigierte Übersetzungen und ein beeindruckendes Know-how für Konsolenbefehle haben das Spiel zu ihrer zweiten Heimat gemacht. Sie kennt sich also aus!
Doch plötzlich trat ein mysteriöses Problem auf. Ohne Vorwarnung wurde der Bildschirm ihres Notebooks mitten im Spiel einfach schwarz. Keine Fehlermeldungen – nur Dunkelheit. Sie selbst war ratlos, also wand sie sich an mich. Und das war der Beginn einer kuriosen technischen Detektivgeschichte, die selbst erfahrene PC-Nutzer überraschen dürfte.
Die Fehleranalyse
Bevor das Problem auftrat, hatte ich Windows 10 durch Windows 11 ersetzt - mit vollständigem Backup und Wiederherstellung aller Skyrim-Mods. Das schreit eigentlich nach Fehlern. Aber wider Erwarten startete das Spiel danach mit allen Mods.
Die Fehlersuche
Ein Notebook, das urplötzlich beim Spielen ausgeht? Klassiker! Es überhitzt bestimmt! Ich dachte mit Grauen daran zurück, wann ich es zuletzt gesäubert hatte und holte mit Luftgebläse und Tüchern einiges an Dreck raus. Gerade in den Lüftern und Kühlkörpern hatte sich einiges angesammelt.
Mit Core Temp überwachte ich anschließend die Temperatur und unterzog das Spiel einem kleinen Test - keine Probleme. Laut meiner Frau wäre es bei ihr längst abgestürzt.
Dann spielte sie ein Weilchen. Und ... Hello Darkness my old friend! Gut. Das Problem muss also woanders liegen.
Etwas stimmt bei diesem Absturz nicht!
Nächster Gedanke: Das Notebook ist von 2019, und die Motherboard-Firmware war nicht mehr aktuell. Also update ich sie. Nach wenigen Spielminuten kommt meine Frau wieder an: Dunkelheit!
Vielleicht macht die Nvidia-App Probleme? Bei der Installation konfigurierte die die Grafikoptionen für Skyrim. Ich vermutete, dass sich das vielleicht mit der Grafikmod ENB nicht verträgt. Denn die greift stärker in die Engine von Skyrim ein. Vielleicht kommt sich da ja was in die Quere. Also entfernte ich die Nvidia-Einstellungen - komplizierter als gedacht. Im Test klappte es, als meine Frau spielte dagegen nicht.
Doch dann fiel mir etwas merkwürdiges auf. Denn beim Druck auf den Anschalter bootete der PC nicht. Er präsentierte direkt das Login-Fenster. Und Skyrim lief nach wie vor im Hintergrund. Der PC geht also nur in Standby! Doch wieso?
KI, KI an der Wand, wo ist der Fehler bei diesem PC?
Nun konnte ich spezifischer suchen. Doch Google lieferte nur generische Lösungen aus vermutlich KI-generierten Artikeln: Überhitzung, Virenscanner, Festplatte, Hardwaredefekt - die üblichen Verdächtigen.
Da kann ich auch direkt eine KI fragen. Vielleicht spuckt sie ja was neues aus! Auch hier zuerst die Standardlösungen, doch dann eine interessante Zeile:
Überprüfe, ob Magneten den Standby-Sensor des Notebooks auslösen.
Magneten und Technik
Seit meiner Kindheit sagte man mir: Keine Magneten am PC-Gehäuse!
Immerhin kann sowas die Festplatte kaputtmachen. Und auch, wenn das in Zeiten von SSDs nicht mehr der Fall ist, so lese ich heutzutage Geschichten, wo etwa Gadgets mit Magnethalterung die Kühlung des Steam Deck stören, was zu erhöhten Temperaturen führt und so Schäden verursacht. Entsprechend würde ich die Kombination externer Magnet + Technik nach wie vor nicht empfehlen.
Ich fragte meine Frau nach ihrem neuen Smartwatch-Armband. Ein auf Amazon durchaus gut bewertetes von Vancle. Der Verschluss? Magnetisch!
Ich teste es und gehe mit dem Magnet über die Tastatur - plötzlich zieht es das Armband durchaus stark an den PC heran und der Bildschirm wird schwarz! Was passierte? Immer, wenn meine Frau mit M
die Karte in Skyrim zu öffnen wollte, kam der Magnetverschluss nahe genug, um den Klappsensor auszulösen. Denn der funktioniert über einen im Notebook verbauten Magneten und einen Hall-Sensor, der durch diesen ausgelöst wird.
Wenn bei eurem PC das nächste Mal einfach so der Bildschirm ausgeht, kann es nicht schaden, nach Magneten in der Nähe zu suchen. Zwar dürfte das hier beschriebene Verhalten eine seltene Ausnahme sein, aber man kann ja nie wissen.
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