Es fühlt sich so nostalgisch-verbohrt an, heute noch von Baldurs Gate 2, Star Wars: Knights of the Old Republic oder Neverwinter Nights zu schwärmen - aber verdammt noch mal, das waren eben die Hochzeiten von Bioware und die interessieren mich inzwischen mehr als die unsichere Zukunft des gebeutelten Rollenspielstudios!
Das Layout von Irenicus' Dungeon zu Beginn von Schatten von Amn könnte ich vermutlich noch heute mit verbundenen Augen zeichnen. Der Gedanke an DEN Twist in Jade Empire sorgt noch immer für Gänsehaut. Unvergessen bleibt auch mein Durchgang auf der dunklen Seite der Macht in Knights of the Old Republic. Damals zwang ich den Wookiee Zaalbar, seine treue Gefährtin Mission Vao zu beseitigen. So brutal.
Mit Mass Effect folgte 2007 ein Meilenstein der Science-Fiction. Fast 20 Jahre und drei Nachfolger später ist das Rollenspiel für mich immer noch Synonym für absolute Bioware-Spitzenklasse - und es wurde von den Sequels nie übertroffen. Nein, nicht mal von Mass Effect 2, das für viele den Höhepunkt der Serie darstellt!
Die meiste Kritik bekommen im Rückblick das umstrittene Finale der ursprünglichen Trilogie oder der umstrittene Andromeda-Ableger mit Open World ab. Doch die für mich gröbsten Probleme begannen wesentlich früher: Sie liegen im Fundament begraben, das bereits mit dem zweiten Teil ins Wanken geriet.
Ein Universum voller Leben und echter Mythen
Mass Effect war nicht nur ein Spiel, es war eine außergewöhnlich dichte Welt, die Bioware mir damit öffnete. Dieses Universum fühlte sich von der ersten Sekunde an lebendig und so an, als hätte es bereits vor der Ankunft des Helden existiert. Daran scheitern so einige Entwickler!
Langjährige politische Konflikte prägten die Beziehungen der außerirdischen Völker, während die Menschheit als Neuling in der Galaxie um Anerkennung kämpfen musste, dabei aber den Entscheidungen des galaktischen Rates auf der riesigen Citadel-Raumstation unterworfen war.
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