Sie boten ihm 15 Millionen Dollar für sein Farmland, doch statt zuzuschlagen, schickte der 86-jährige Landwirt sie wieder nach Hause

Ein Landwirt aus den USA hat verhindert, dass aus seinem Land ein KI-Rechenzentrum wird.

Der US-amerikanische Landwirt hat verhindert, dass auf seinem Land ein Rechenzentrum gebaut wird. (Bild: Fox43 News, Geoffrey Moffett on Unsplash) Der US-amerikanische Landwirt hat verhindert, dass auf seinem Land ein Rechenzentrum gebaut wird. (Bild: Fox43 News, Geoffrey Moffett on Unsplash)

Der Ausbau und die Entwicklung von KI werden immer mehr auch zu einem Energie- und einem Platzproblem. In den USA ist nun ein Landwirt viral gegangen, der eine riesige Summe für sein Land abgelehnt hat, damit es weiter der Landwirtschaft dient.

Rechenzentren bedrohen die Landwirtschaft

KI-Modelle weiterzuentwickeln, stellt OpenAI, Google, Anthropic und Co. immer wieder vor Probleme. Einerseits geht es dabei um die Fähigkeiten der Modelle selbst, andererseits aber auch um die Infrastruktur, die dafür benötigt wird.

Video starten 2:42 In »The AI Doc: Or How I Became an Apocaloptimist« kommen die wichtigsten Stimmen der KI-Branche zu Wort

Damit KI so genutzt und weiterentwickelt werden kann, wie es schon jetzt der Fall ist, braucht es unvorstellbare Mengen an Rechenleistung. Die Datenzentren, die diese Rechenleistung liefern sollen, verbrauchen dabei ebenfalls Unmengen an Energie.

Zudem reichen die aktuell vorhandenen Rechenzentren nicht aus, um den Bedarf in Zukunft zu decken. Aus diesem Grund werden derzeit weltweit, aber vor allem in den USA, neue Rechenzentren aus dem Boden gestampft.

Geld scheint dabei kaum eine Rolle zu spielen und so werden große Landflächen einfach aufgekauft. In den USA gibt es schon jetzt Widerstand gegen dieses Vorgehen.

Passend dazu ist kürzlich auch die Geschichte von Mervin Raudabaugh bekannt geworden. Der 86-jährige Landwirt aus Pennsylvania hat mehrere Angebote von Rechenzentrumsbetreibern für sein Land abgelehnt.

Ihm wurden dabei 60.000 US-Dollar pro Acre (ca. 0,4 Hektar) angeboten. Insgesamt hätte sich die Summe auf knapp 15 Millionen US-Dollar belaufen. Raudabaugh verkaufte sein Land stattdessen für 1,9 Millionen US-Dollar an eine Organisation zum Erhalt landwirtschaftlicher Nutzflächen.

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Diese Organisation sorgt dafür, dass das Land auch in Zukunft landwirtschaftlich genutzt wird, egal, wem es dann gehört. Der Landwirt gab an, dass er verhindern wollte, dass seine zwei Höfe zerstört werden. Gleichzeitig sei der finanzielle Schaden für ihn überschaubar.

Auch in Deutschland wird der Platz übrigens knapp. Eine neue Idee ist deshalb, schwimmende Solarpaneele direkt auf künstlichen Gewässern einzusetzen.

Ein solches Angebot abzulehnen, muss man sich natürlich auch leisten können. Bei den großen KI-Firmen sitzt der Geldbeutel aktuell ziemlich locker und für viele andere Landwirte dürften solche Angebote deutlich verlockender sein. Raudabaugh ist daher wahrscheinlich eher als Ausnahme denn als Norm zu betrachten.

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