Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, wie Notebooks in Zukunft aussehen könnten? Falten wir künftig unsere mobilen Begleiter auf die Größe einer Kaugummiverpackung zusammen oder laufen wir vielleicht irgendwann alle mit Smartglasses durch die Welt? Schauen wir uns doch mal an, was die Zukunft so bringen könnte.
Davon, wie so ein Laptop aussehen soll, haben wir alle ein festes Bild vor Augen. Möglichst schlank und leicht sollten die Geräte sein, damit sie gut in eine Tasche passen und mitgenommen werden können.
Ein anschauliches Beispiel dafür ist das angekündigte Razer Blade 16, das in der neuesten Version nur noch 15 Millimeter dick sein soll und das trotz leistungsfähiger Hardware. Das wäre noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar gewesen.
Bevor wir einen Blick in die Zukunft werfen, sollten wir uns vielleicht mal ansehen, welche Entwicklungen Laptops bereits hinter sich haben. Als einer der ersten mehr oder weniger tragbaren Computer gilt heute der IBM 5100 aus dem Jahr 1975, den ihr auf dem Bild unten seht.
Das schlanke
Gerät brachte schlappe 25 Kilo auf die Waage und besaß einen integrierten 5-Zoll-Röhrenbildschirm, heute hat jedes Smartphone ein größeres Display. Je nach Konfiguration kostete das Gerät zwischen 8.975 bis 19.975 US-Dollar.
Zum Vergleich: Ein Notebook wie das Samsung Galaxy Book 2 Pro mit 13,3-Zoll-Display kostet heute rund 1.100 Euro, wiegt nur noch 870 Gramm und hat ein Vielfaches der Rechenleistung.
Falt- und rollbare Displays
Doch wie werden Laptops in Zukunft aussehen? Einen ersten Eindruck davon, wohin die Reise künftig gehen könnte, vermittelt das Asus Zenbook 17 Fold. Eigentlich handelt es sich bei dem Gerät um einen 17,3-Zoll-Touchscreen mit integrierter Hardware, den ihr zusammenfalten könnt. Für die Bedienung könnt ihr entweder auf eine externe Tastatur zurückgreifen oder euch ein virtuelles Keyboard auf dem unteren Teil des Displays einblenden lassen.
Zusammengefaltet ist das futuristische Gerät nur noch 12,5-Zoll groß. Bei Smartphones hat man sich an diesen Anblick bereits gewöhnt, bei einem Notebook ist die Technologie aber immer noch etwas Besonderes.
Einen Schritt weiter geht Lenovo mit dem gerade erst auf der CES vorgestellten ThinkBook Plus Gen6 Rollable AI. Bei diesem Laptop wird das Display nicht mehr gefaltet, sondern gerollt. Im ursprünglichen Zustand sieht der Rechner wie ein ganz normales 14-Zoll-Notebook aus. Auf Knopfdruck fährt das Display aber nach oben aus und erweitert die Bildfläche auf 16,7 Zoll.
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Lenovo stellt einen 2in1-Laptop mit Windows und Android vor
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese Technologie bald auch in anderen Laptops sehen werden. Dazu kommt, dass wir erst am Anfang dieser Entwicklung stehen. Stellt euch nur mal einen 17-Zoll-Gaming-Laptop vor, dessen Display ihr auf vielleicht 22 Zoll oder mehr vergrößern könnt.
Project Crystal
Die nächste Stufe in der Notebook-Evolution stellt dann das Project Crystal dar, das ebenfalls von Lenovo kommt. Tatsächlich wurde das Gerät schon letztes Jahr gezeigt. Es handelt sich um ein Notebook mit vollständig transparentem Display. Etwas in dieser Art kennt man sonst nur aus Science-Fiction-Filmen.
Interessant: Auf Knopfdruck soll es möglich sein, dass das Display undurchsichtig wird. Die Tastatur kommt ohne physische Tasten aus, stattdessen wird ein Touch-Keyboard eingeblendet. Der technische Unterbau des transparenten Displays soll wohl ein Mikro-LED-Panel sein, das eine Helligkeit von bis zu 1.000 Nits erreicht.
Welche Hardware im Inneren arbeitet, ist nicht bekannt, letztlich ist das bei einer Machbarkeitsstudie aber auch nicht relevant. Bisher hat Lenovo offenbar keine Pläne, Project Crystal in Serie zu bauen. Mit der Massenfertigung von Mikro-LED-Panels könnte sich das aber vielleicht noch ändern. Es stellt sich aber die Frage, welchen Mehrwert der transparente Bildschirm im Alltag haben soll?
Was kommt danach?
Vermutlich wird es irgendwann keine Notebooks mehr geben. An die Stelle der tragbaren Rechner werden dann Datenbrillen treten. Vielleicht wird es eine Mischung aus klassischen Smartglasses und einer VR-Brille.
Im Alltag haben wir dann Zugriff auf allerhand Daten, können E-Mails schreiben und telefonieren und wenn wir wirklich mal auf die Dienste eines Rechners zugreifen müssen, wird einfach in den VR-Modus geschaltet.
Vermutlich wären die Brillen alle mit einer Cloud vernetzt, die für größere Aufgaben auch die nötige Rechenleistung bereitstellt. Ein echter Albtraum für alle Datenschützer, oder?
Was denkt ihr, wie die Zukunft der Laptops aussehen wird?

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