Das ThinkBook Plus Gen 6 Rollable ist endlich auf meinem Schreibtisch eingetroffen und befindet sich gerade im Test. Bereits seit Lenovo das Gerät Anfang des Jahres auf der CES vorgestellt hatte, liege ich dem Hersteller beharrlich in den Ohren, dass ich unbedingt ein Muster davon haben möchte.
Jetzt ist es endlich so weit und ich muss gestehen, dass ich schon lange nicht mehr aufgeregt bin, wenn ich einen neuen Laptop auspacke. Aber beim ThinkBook Plus Gen 6 Rollable ist das komplett anders. Gewöhnlich schließe ich immer einen Test ab, verpacke das alte
Gerät wieder, leite den Rückversand ein und erst dann packe ich das nächste Muster aus.
Was ist an dem Teil so besonders?
Beim Rollable hatte ich mich dann aber überhaupt nicht im Griff, kaum war der Bote von UPS da, gab es für meine Neugier kein Halten mehr. Doch was ist so besonders an diesem Notebook? Das Lenovo ThinkBook Plus Gen 6 Rollable ist der erste Laptop, dessen Display ihr auf Knopfdruck elektrisch ausfahren könnt. Genauer gesagt wird aus einem kompakten 14-Zoll-Display ein 16,7-Zoll-Bildschirm.
Wenn man zum ersten Mal die magische Taste drückt und sich das Panel wie von Geisterhand in die Länge zieht, hat das etwas vollkommen Surreales, anders kann ich es nicht beschreiben. Dieser Eindruck ist sogar noch krasser als bei meinem ersten Foldable-Smartphone. Allerdings gewöhnt man sich auch erschreckend schnell an diesen Anblick. Bereits am nächsten Tag stellt sich eine gewisse Routine ein.
Ein flexibles OLED-Panel ist der Schlüssel
Lenovo verbaut im ThinkBook Plus Gen 6 Rollable ein flexibles POLED-Panel, das im Ausgangszustand vertikal aufgerollt ist. Im Normalzustand beträgt die Auflösung 2.000 x 1.600 Pixel, im ausgefahrenen Zustand werden daraus ungewöhnliche 2.000 x 2.350 Pixel. Das ergibt dann ein recht langgezogenes Bild im 8:9 Format, das sich aber ideal für die Bearbeitung von Tabellen eignet.
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Lenovo ThinkBook Plus Gen 6 Rollable
Auch die anderen technischen Daten des Displays können sich sehen lassen:
- Maximale Helligkeit: 400 cd/m² (laut Hersteller)
- Farbraumabdeckung: 100 Prozent DCI-P3
- Maximale Bildwiederholfrequenz: Variabel zwischen 10 bis 120 Hz
Wie lange das wohl hält?
Genau wie bei den ersten faltbaren Smartphones stellt sich auch beim ThinkBook Rollable die Frage, wie lange sich das Display problemlos ein- bzw. ausfahren lässt. Bei genaueren Angaben zur Haltbarkeit, bleibt Lenovo allerdings wage:
Der präzisionsentwickelte motorische Rollmechanismus wird strengen Qualitätsprüfungen unterzogen und garantiert eine reibungslose Erweiterung und lange anhaltende Leistung sowie eine Langlebigkeit auf militärischem Niveau für das Gerät. (Lenovo Webseite)
Für den Test zum ThinkBook Rollable versuche ich dem Hersteller in jedem Fall einige detailliertere Informationen zu entlocken.
Ich lege mich fest: So sieht die Zukunft aus!
Das ThinkBook Rollable kann für mich nur der Anfang sein. Wie erwähnt, lässt sich hier das Display vertikal vergrößern. Ich warte mit Spannung darauf, wann es erste Geräte gibt, bei denen sich das Panel horizontal erweitern lässt. Am besten dann gleich zu beiden Seiten, damit kein unsymmetrischer Eindruck entsteht.
So könnte dann vielleicht aus einem 15-Zoll-Notebook ein Modell mit 17- oder sogar 18-Zoll-Display werden. Falls ihr euch die Frage stellt, welche verschiedenen Panel-Typen es bei Laptops so gibt, findet ihr die Antworten in meinem Artikel TN, IPS, Mini-LED oder doch OLED? So wählt ihr das perfekte Laptop-Display für eure Bedürfnisse
.
Diese Entwicklung wäre dann auch nicht mehr nur für den Einsatz im Büro interessant, sondern insbesondere auch für Spieler. Ich hoffe sehr, dass Lenovo diesen Weg konsequent weiterverfolgt. Mit einer weiteren Verbreitung sollten dann auch die Preise fallen.
Aktuell müsst ihr für ein Lenovo ThinkBook Plus Gen 6 Rollable mindestens 3.200 Euro auf den Tisch legen. Das ist sehr viel Geld für ein reines Office-Gerät, aber Innovation hat am Anfang wohl immer ihren Preis. Mehr gibt es in Kürze im ausführlichen Test.

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