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Smart Play mit Verfallsdatum: Legos große Innovation hat ein fatales Problem, von dem der Hersteller selbst weiß

Die RFID-Tags in Lego Smart Play gehen irgendwann kaputt. Doch wie lange dauert das?

Wie lange lassen sich die Smart Tags von Lego verwenden? Bildquelle: Lego Wie lange lassen sich die Smart Tags von Lego verwenden? Bildquelle: Lego

Lego will die Klemmbausteinwelt mit Smart Play in ein neues Zeitalter führen, indem sie physisches und digitales Spielen fusionieren. Dabei gibt es jedoch ein Problem: Lego, das Spielzeug, das noch immer über Generationen hinweg weitergegeben wird, hat damit ein Verfallsdatum bekommen - zumindest die Smart Play Features.

Wie lange ihr Zeit habt und was Lego dazu sagt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Schnellzuweisung:

Nichts für die Ewigkeit

Lego Smart Play funktioniert, indem der Smart Brick als Lesegerät via Radiofrequenz die in anderen Steinen und Minifiguren eingebauten Smart Tags erkennt und so bestimmte Funktionen wie Geräusche und Töne auslöst. Es entsteht ein kleines Radiofrequenz-Netzwerk, in dem sogar Bewegungen und relative Abstände zueinander erkannt werden.

Was ist das Problem?

Bei den verbauten Tags handelt es sich um passive RFID-Tags, wie sie etwa bei elektronischen Zugangskontrollen oder manchen Bezahlkarten verwendet werden. Die haben jedoch wie alle anderen elektronischen Geräte ein Verfallsdatum. Ursache dafür sind meist ablösende Löt- und Bondstellen sowie allgemeine Materialermüdung.

Während viele Elektronikteile repariert werden können, ist das bei den RFID-Tags, die in den Lego-Steinen eingeschlossen sind, aktuell nicht ohne Weiteres möglich.

Video starten 1:03 Lego enthüllt Smart Play und will digitales und physisches Spielen verschmelzen

Wie lange dauert es, bis die RFID-Tags kaputt gehen?

Das ist nur schwer zu sagen. Ihr könnt davon ausgehen, dass die Tags unter normalen Umständen mindestens 20 bis 30 Jahre halten sollten. Es ist jedoch auch möglich, dass sie in über 50 Jahren noch funktionieren. Genau lässt sich das jedoch nicht prognostizieren. Dass die RFID-Tags ewig halten, ist ausgeschlossen.

Was sagt Lego dazu?

Unser GamePro-Kollege Sebastian Zeitz wurde von Lego nach London eingeladen und konnte sich die neuen Sets bereits anschauen. Dort hat er nicht nur neue Einblicke in die Funktionen eines bisher unangekündigten Sets erhalten, sondern konnte auch wegen der Haltbarkeit der Tags nachfragen.

Der Vertreter vor Ort sagte, dass sich Lego darüber im Klaren sei, dass die Tags irgendwann kaputtgehen können. Dabei stellte er jedoch heraus, dass Smart Play explizit zum Spielen gedacht sei und Spielzeug irgendwann kaputtgehen könne. Ein Zeitraum oder Maßnahmen, um das herauszuzögern, wurden nicht erwähnt.

Auch wenn es nicht direkt gesagt wurde, machte der Vertreter damit den Unterschied zu UCS- und 18+-Sets klar, die in erster Linie als Sammlerstücke fungieren und nicht eines Tages kaputtgehen sollten.

Wer gerne ein Spielzeug haben möchte, das noch die Urenkel benutzen können, sollte daher zu klassischen Klemmbausteinen greifen. Die wird es auch weiterhin geben, denn Lego betrachtet Smart Play als etwas Eigenständiges, ähnlich wie Technic und Duplo.

Lego will Smart Play noch weiterentwickeln. Es bleibt also spannend, welche Neuerungen in den nächsten Jahren auf uns warten werden.

Bis dahin erfahrt ihr in der Linkbox weiter oben alle wichtigen Infos zu Legos neuer Technologie. Und falls ihr auch abseits des Marktführers Interesse an Klemmbausteinen habt, findet ihr dort auch unseren ausführlichen Test zum Hai-Angriff von BlueBrixx.

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