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Seite 2: Legos Enterprise-D im Test: Das Riesenraumschiff ist eine Liebeserklärung von und für Fans von Star Trek - ist der Preis gerechtfertigt?

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Zwischen Genialität und Schluder

Weiter im Test geht's mit den erwähnen Warp-Gondeln oder Nacelles. Die werden relativ simpel an die beiden geschwungenen Stützen am Heck angeknipst, sind aber sehr clever und stabil designt. Zudem weisen sie ein Minimum an sichtbaren Noppen auf:

Die Eleganz des Modells hat mich bis zu diesem Zeitpunkt absolut überzeugt und es kommt beim Aufbau viel Star-Trek-Stimmung auf. Wenn es im unteren Teil einen Kritikpunkt gibt, dann betrifft er die Deflektorschüssel.

Die besteht aus zwei komplett neuen, aufwendig bedruckten Bauteilen, was für einen deutlich höheren Detailgrad als bei der Bluebrixx Enterprise-D sorgt. Allerdings sind sie und die umliegenden Steine so locker befestigt, dass mir dieser Part beim Hantieren mit der Enterprise mehrmals herunterfiel. Das ließe sich bestimmt besser umsetzen!

Deflektor #1 Schickt sieht er ja aus, der Deflektor.

Deflektor #2 Leider löst er sich gerne mal in seine Bestandteile auf, weil die nur locker am Rest des Raumschiffs befestigt sind.

Eine runde Sache?

Nach dem Wechsel zu Buch zwei der Anleitung wird mir schnell klar, wie gigantisch die Untertassensektion ist. Lego setzt hierbei auf einen Kern wie ein Wagenrad, an dessen Speichen die Oberfläche eingehängt wird, vergleichbar mit dem UCS Millennium Falcon aus der Star-Wars-Themenwelt.

Offen So sieht die Untertassensektion zu Beginn aus.

Zugedeckt Die Unterseite wird als erstes verkleidet.

Erstmals verbunden Dann werden die beiden Teile aufeinander gesteckt.

Passgenau Die Kombination aus unterschiedlichen schrägen Platten und Fliesen verleiht dem Schiff Struktur. Wer es gerne glatt hat, guckt aber in die Röhre.

Anschließend kommt es zu der erwähnten Phase, in der über ein Dutzend Mal die fast gleichen Bauschritte wiederholt werden müssen - das war der Part, der mir am wenigsten gefallen hat.

Die ganze Arbeit resultiert in einer Untertassensektion, die bei weitem nicht so glatt wie das Bluebrixx-Modell ist.

Gleichzeitig mit der Oberseite wird so auch die Unterseite bedeckt:

So aus der Nähe sieht die Unterseite etwas arg kantig aus. So aus der Nähe sieht die Unterseite etwas arg kantig aus.

Dabei schafft es Lego nicht ganz, das wunderbar geschwungene Design der Enterprise auch oben nachzubilden - das ist bei der Antriebssektion meiner Meinung nach deutlich besser gelungen.

Starke Leistung dagegen: Die Enterprise lässt sich wie in der Serie in zwei Teile aufspalten. Das funktioniert überraschend gut und problemlos, obwohl neben dem Eigengewicht lediglich ein kleiner Technik-Pin die beiden Parts zusammenhält. Dessen Design ist aber ein Geniestreich:

Der kleine weiße Böppel ist ein maßstabsgetreues Shuttle und verdeckt clever den Mechanismus, der Untertassen- und Antriebssektion zusammenhält. Stark! Der kleine weiße Böppel ist ein maßstabsgetreues Shuttle und verdeckt clever den Mechanismus, der Untertassen- und Antriebssektion zusammenhält. Stark!

Trotz kleinerer Probleme: Allein schon durch die Größe (das Lego-Modell hat rund 1.600 Bausteine mehr als die Bluebrixx-Version) erzielt die Enterprise einen eindrucksvollen Effekt und sieht fantastisch aus, quasi wie aus dem Bildschirm gesegelt. Am Ende kommen auch noch die bedruckten Fensterteile hinzu und komplettieren das Modell:

Fenster Die Optik ist überzeugend.

Hinten Die Aufkleber zu beiden Seiten stellen die sekundären Shuttle-Hangars dar. Bei den drei orangefarbenen Teilen, die den Impulsantrieb repräsentieren, handelt es sich um einen komplett neuen Farbton.

Von oben Die zwei gebogenen Schläuche stellen nicht nur die Phaser-Phalanx dar, sondern kaschieren auch etwas die Kanten auf der Oberfläche.

Komplettansicht #1 Und da ist sie in all ihrer Pracht!

Komplettansicht #2 Mit einer Länge von 60, einer Breite von 48 und einer Höhe von 27 Zentimetern ist die Enterprise wahrlich massiv.

Mein Fazit zu Lego 10356 USS Enterprise NCC-1701-D

Ok, wie habe ich das mit dem Neutral-Bleiben geschafft? Ganz gut, glaube ich. Die Mängel der Lego-Enterprise halten sich aber selbst bei einer objektiven Betrachtung in Grenzen. Der größte Stolperstein dürfte für viele wie so oft der Preis sein.

Rund 380 Euro sind eine Hausnummer, die Icons-Serie richtet sich aber auch an Erwachsene mit einem entsprechenden Gehalt. Für die ist es eine Frage der Leidenschaft: Wer Star Trek liebt und lebt, wird sich glaube ich sehr gerne dieses Modell ins Regal stellen. Es wäre aber wünschenswert, dass Lego noch das ein oder andere kleinere Set nachschiebt.

Pro
  • sehr originalgetreues Modell
  • wunderschöne Minifiguren
  • mehrere bedruckte Steine
  • massive Bauweise und enorme Größe
  • schöne Kurven beim Unterteil
  • spannende Bautechniken mit SNOT
  • hohe Stabilität trotz Trennfunktion
Kontra
  • Untertassensektion wirkt minimal kantig.
  • Deflektor ist viel zu instabil.
  • repetitiver Aufbau der Untertassensektion
  • durch den Preis von 380 Euro nur was für echte Sammler

Abschließend noch ein Wort zur Stabilität. Die ist wie erwähnt, mit Ausnahme des Deflektors, absolut zufriedenstellend. Ihr müsst allerdings wissen, wo ihr die Enterprise anfassen dürft.

Denn die Warp-Gondeln können kein Gewicht halten und die Untertassensektion ist abseits der Mitte ausgehöhlt. Wer dort zugreift, um das Schiff vom Ständer zu heben, spielt mit dem Feuer. Vorsichtshalber hat Lego deshalb sogar einen entsprechenden Warnhinweis in der Anleitung abgedruckt:

Schön in der Mitte anfassen, nicht außen, dann fällt euch die Enterprise auch nicht runter. Schön in der Mitte anfassen, nicht außen, dann fällt euch die Enterprise auch nicht runter.

Ich habe den Aufbau der Enterprise-D jedenfalls sehr genossen und wäre ohne das Rezensionsmuster wohl schwer in Versuchung geraten, den vollen Kaufpreis dafür zu bezahlen. Denn das vielleicht schönste Raumschiff der Sternenflotte ist - egal ob im Fernsehen oder als Lego-Modell - einfach ikonisch.

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