Lego und Co. haben ihre Umsatzzahlen für das erste Halbjahr 2025 veröffentlicht, und eines ist klar: Bei dem dänischen Spielzeughersteller läuft es weiterhin hervorragend. Mit einem Wachstum von satten 12 Prozent lässt der Konzern Hasbro und Mattel weit hinter sich.
Doch es gibt auch neue Konkurrenz: Pop-Mart, die Firma hinter dem Trend-Spielzeug Labubu, hat die Aufholjagd gestartet und liefert ein dreistelliges Wachstum.
Lego bleibt größter Spielwarenkonzern der Welt
Legos Umsatz ist in den ersten sechs Monaten des Jahres um zwölf Prozent auf umgerechnet 4,6 Milliarden Euro gewachsen. Zur Einordnung: Beim globalen Spielwarenmarkt waren es im selben Zeitraum nur
sieben Prozent. Legos operativer Gewinn stieg um 10 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Nach Steuer und Zinsen bleibt laut einer öffentlichen Bekanntmachung ein Gewinn von etwa 870 Mio. Euro.
Lego-Chef Niels Christiansen gibt bekannt, weiterhin global expandieren zu wollen. Im ersten Halbjahr 2025 gab es bereits Investitionen von umgerechnet, 562 Mio. Euro. Darunter befinden sich neue Produktionsstandorte in den USA, etwa um die erhöhten Zölle zu umgehen.
Im Gegensatz zu einem Großteil der Konkurrenz besitzt Lego eigene Fabriken und kann so dynamischer auf Marktsituationen reagieren. Andere Hersteller müssen etwa für das Weihnachtsgeschäft schon im Frühjahr ihre Bestellungen aufgeben und haben so mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu viel oder zu wenig Waren angefordert.
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Gemischter Erfolg bei der Konkurrenz
Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete der Spielzeugwaren-Rivale Hasbro (Monopoly, DnD und Nerf) ein Umsatzwachstum von sieben Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar (etwa 1,63 Milliarden Euro). Aufgrund hoher Abschreibungen gab es jedoch keinen Gewinn, sondern einen Verlust von 755 Mio. US-Dollar (etwa 647 Mio. Euro).
Bei Mattel (Barbie, Hot Wheels und He-Man), die 2025 einen neuen Angriff auf den Klemmbaustein-Markt wagen, sieht es ebenfalls nicht rosig aus. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar (etwa 1,54 Milliarden Euro). Außerdem halbierte sich der Gewinn auf 13 Millionen US-Dollar (etwa 11,14 Mio. Euro).
200 Prozent Umsatzwachstum durch Labubu: Der chinesische Spielzeugkonzern Pop Mart konnte im ersten Halbjahr 2025 ein Umsatzwachstum von etwa 200 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro verzeichnen. Damit schlägt das Unternehmen die beiden US-Konzerne Mattel und Hasbro und sichert sich hinter Lego den zweiten Platz auf dem Weltmarkt.
Hauptgrund für das extreme Wachstum dürfte das Trend-Spielzeug Labubu sein. Dabei handelt es sich um plüschige Sammelfiguren, die sich besonders bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen großer Beliebtheit erfreuen. Der Erfolg zeigt sich auch bei den zahlreichen Re-Sellern, bei denen je nach Figur Preise von mehreren hunderten Euro verlangt werden.
Es bleibt abzuwarten, ob das Wachstum von Pop Mart infolge des Spielzeug-Trends nachhaltig ist oder ob der Umsatz in den nächsten Monaten wieder rapide abfällt.
Nicht nur Labubu-Figuren können auf dem Gebraucht-Markt viel Geld einbringen, auch Lego-Sets und -Minifiguren sind sehr begehrt. Ein bestimmtes Modell aus den Anfangstagen von Lego Star Wars bringt sogar bis zu 8.000 US-Dollar zusammen - Tendenz steigend. Weitere Informationen dazu findet ihr in der Linkbox weiter oben.
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