Ab dem 6. November verkauft Lidl in seinen Filialen einen Kohlenmonoxid-Warner für 12 Euro anstatt 28 Euro. Das Angebot gilt auch schon jetzt im Onlineshop – allerdings kommen dabei noch Versandkosten in Höhe von knapp sechs Euro hinzu.
Der Preis ist attraktiv, denn vergleichbare CO-Melder kosten oft 20 Euro und mehr. Doch für wen ist so ein Kohlenmonoxid-Melder überhaupt sinnvoll? Und was unterscheidet günstige von teureren Modellen?
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| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Preis | 11,99 Euro (27,99 Euro UVP) |
| Sensor-Lebensdauer | 10 Jahre |
| Batterietyp | 3x AA (1,5V), austauschbar |
| Batterielaufzeit | ca. 5 Jahre |
| Alarm-Lautstärke | 85 dB (auf 3m) |
| Reichweite | 20 - 40 m² |
| Sensortyp | elektrochemisch |
| Betriebstemperatur | 0 - 45 °C |
| Auslösewerte | 30 ppm (120 Min) / 50 ppm (60-90 Min) / 100 ppm (10-40 Min) / 300 ppm (3 Min) |
| Maße | ca. 10,6 x 7,6 x 3,5 cm |
| Gewicht | ca. 174 g |
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Was ist Kohlenmonoxid und warum ist es so gefährlich?
Kohlenmonoxid (CO) entsteht überall dort, wo fossile Brennstoffe wie Gas, Öl, Holz, Kohle oder Benzin verbrannt werden – etwa in Heizgeräten, Durchlauferhitzern, Gasthermen, Öfen, Kaminen und offenen Feuerstellen.
Defekte oder schlecht gewartete Geräte können unbemerkt CO freisetzen, beispielsweise bei einem verstopften Kamin oder einem undichten Abgasrohr.
Das Gas ist besonders gefährlich, weil es sich unbemerkt in Wohnräumen ausbreiten kann – man sieht, riecht oder schmeckt es nicht. Erste Symptome einer CO-Vergiftung wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Schläfrigkeit können mit Krankheitssymptomen verwechselt werden.
Bei höheren Konzentrationen kann Kohlenmonoxid zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen.
Laut der Feuerwehr Augustdorf werden in Deutschland jährlich durchschnittlich rund 3.500 Menschen mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert – jede sechste endet tödlich. Besonders in der kalten Jahreszeit steigt die Gefahr deutlich an, wenn Heizungen und Kamine verstärkt genutzt werden.
Wann braucht man einen CO-Melder und wann nicht?
Im Gegensatz zu Rauchmeldern sind Kohlenmonoxid-Melder in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem empfehlen Feuerwehr und Schornsteinfeger die Installation.
Ein CO-Melder ist sinnvoll, wenn folgende Geräte vorhanden sind:
- Gasheizungen, Gasthermen oder Durchlauferhitzer
- Kamine, Kaminöfen oder Holzöfen
- Ölheizungen
- Pelletheizungen oder Pelletlager
- Gasherde in geschlossenen Räumen
Auch in Mietwohnungen ist ein CO-Melder ratsam, selbst wenn keine eigene Feuerstätte vorhanden ist. Kohlenmonoxid kann auch aus benachbarten Wohnungen oder durch Lüftungsschächte in die eigene Wohnung gelangen.
Gerade in Mehrfamilienhäusern mit zentraler Gasversorgung oder gemeinsamen Schornsteinen besteht diese Gefahr.
Wer ausschließlich elektrisch heizt (Elektroheizung, Nachtspeicheröfen, Infrarotheizung) und keine brennstoffbetriebenen Geräte besitzt, benötigt in der Regel keinen CO-Melder.
Kann ich erkennen, ob ich bereits einen Rauchmelder mit CO-Warner habe?
Wichtig: Ein CO-Melder ersetzt nicht den Rauchmelder, da er nur Kohlenmonoxid erkennt, aber keinen Rauch. Es gibt allerdings Kombigeräte, die beide Funktionen vereinen. Diese starten bei rund 40 Euro.
Kann man erkennen, ob der installierte Rauchmelder auch vor Kohlenmonoxid warnt? Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Viele Kombigeräte besitzen ein Display, aber auch darauf würde ich mich im Zweifel nicht verlassen.
Solltet ihr die Rauchmelder selbst gekauft haben, schaut am besten, ob ihr die Rechnung oder Verpackung noch habt, um im Internet nach dem Modell zu suchen – hier solltet ihr die Information finden. Vielleicht steht auch auf dem Melder selbst eine Modellbezeichnung oder zumindest der Herstellername.
Wenn ihr in einer Mietwohnung lebt, dann fragt am besten beim Vermieter nach, um was für ein Modell es sich handelt.
Was kann der Lidl CO-Melder?
Der »Smartwares FGA-1305« ist ein klassischer Kohlenmonoxid-Melder mit elektrochemischem Sensor. Dieser misst kontinuierlich die CO-Konzentration in der Raumluft und schlägt Alarm, sobald gefährliche Werte erreicht werden.
Der Alarm ist mit 85 Dezibel sehr laut und stellt sicher, dass ihr auch im Schlaf geweckt werdet.
Die wichtigsten Features im Überblick:
- 10 Jahre Sensor-Lebensdauer: Der elektrochemische Sensor hält laut Hersteller bis zu zehn Jahre, danach muss das komplette Gerät ausgetauscht werden. Das ist üblich bei CO-Meldern in dieser Preisklasse.
- Austauschbare Batterien: Anders als Modelle mit fest verbauter Langzeitbatterie arbeitet der Smartwares-Melder mit drei handelsüblichen AA-Batterien. Die Batterien sind im Lieferumfang enthalten und halten etwa fünf Jahre. Ein Piepton und eine LED-Anzeige warnen rechtzeitig vor leeren Batterien.
- Test-Taste: Über die Test-Taste lässt sich die Funktionsfähigkeit des Melders regelmäßig prüfen. Das sollte mindestens einmal monatlich gemacht werden.
Das notwendige Montagematerial (Schrauben und Dübel) liegt bei.
Wichtig: Lest euch die Betriebsanleitung genau durch, denn in aller Regel findet ihr hier wichtige Informationen, wie und wo der Melder zu installieren ist.
Preis-Leistungs-Verhältnis und Alternativen
Mit knapp 12 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Lidl-Angebots sehr gut. Vergleichbare Basismodelle kosten bei anderen Händlern oft zwischen 20 und 30 Euro.
Was fehlt im Vergleich zu teureren Modellen?
- Kein LCD-Display zur Anzeige der aktuellen CO-Konzentration
- Kein Ereignisspeicher, der Vorfälle während eurer Abwesenheit dokumentiert
- Keine Funkvernetzung mit anderen Meldern im Haus
Wer bereit ist, etwas mehr Geld auszugeben, findet Alternativen mit umfangreicheren Features.
X-Sense XC01-R (ca. 25 Euro)
- Vorteile: LCD-Display zeigt die aktuelle CO-Konzentration ab 10 ppm an, der Spitzenwert-Speicher dokumentiert höchste gemessene Werte.
- Nachteile: Teurer als das Lidl-Produkt.
- Für wen geeignet: Wer die aktuelle CO-Konzentration jederzeit ablesen möchte und bereit ist, etwas mehr zu investieren. Das Display bietet zusätzliche Sicherheit, da man erhöhte Werte frühzeitig erkennen kann. Weitere Informationen zum Gerät findet ihr auf der Herstellerseite.
Ei Electronics Ei208D (ca. 37 Euro):
- Vorteile: 10 Jahre fest verbaute Lithium-Batterie (kein Batteriewechsel nötig), LCD-Display (Gefahrenanzeige und Verhaltensempfehlung), Ereignisspeicher, End-of-Life-Anzeige (zeigt Ende der Produktlebensdauer an)
- Nachteile: Deutlich teurer im Vergleich zum Lidl-Melder
- Für wen geeignet: Premium-Modell für alle, die maximale Sicherheit und Komfort wollen. Praktisch durch die fest verbaute Langzeitbatterie – kein Batteriewechsel während der gesamten Lebensdauer. Zugelassen ist dieser Melder auch für Wohnanhänger, Wohnmobile und Sportboote. Weitere Informationen zum Gerät findet ihr auf der Herstellerseite.
Für wen lohnt sich der Kauf?
Der CO-Melder von Lidl ist eine empfehlenswerte Anschaffung zu einem fairen Preis, denn er kann vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen schützen.
Besonders ratsam ist der Kauf für:
- Hausbesitzer mit Gas-, Ölheizung oder Kamin: Wer mit fossilen Brennstoffen heizt oder einen Kamin betreibt, sollte auf einen CO-Melder nicht verzichten.
- Mieter in Wohnungen mit Gastherme: Auch in Mietwohnungen kann ein CO-Melder Leben retten – gerade bei älteren Gasthermen oder wenn die Wartung nicht regelmäßig durchgeführt wird.
Wer mehr Features wie ein Display, Ereignisspeicher oder eine fest verbaute Batterie möchte, sollte zu den teureren Alternativen greifen. Der Aufpreis kann sich lohnen, wenn ihr die Zusatzfunktionen nutzen möchtet.
Mein persönliches Fazit: Als jemand, der mit Gas heizt, kocht und einen Kaminofen nutzt, ist ein CO-Melder für mich unverzichtbar. Das Lidl-Angebot bietet Schutz zu einem günstigen Preis – und 12 Euro sind da eine empfehlenswerte Investition in die eigene Sicherheit, auch wenn man das Gerät hoffentlich nie wirklich braucht.



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