Peter Lustig hat bereits vor 43 Jahren die Zukunft vorhergesehen: Den Untergang des Verbrenners

Die Serie Löwenzahn war in vielem Vorreiter, auch bei der Message zu Elektroautos – und das bereits 1983.

1983 war Peter Lustig bereits mit dem E-Auto unterwegs. (Bildquelle: ZDF) 1983 war Peter Lustig bereits mit dem E-Auto unterwegs. (Bildquelle: ZDF)

E-Autos haben 2026 immer noch mit allerlei Mythen zu kämpfen, die ihnen nachgesagt werden.

  • Die Reichweite sei zu gering.
  • Bei leerem Akku bleiben sie einfach liegen.
  • Sie fangen sofort an zu brennen, wenn etwas nicht stimmt.
  • Viel zu teuer!

Viele Leute lieben ihren Verbrenner, der in den Augen der Öffentlichkeit wohl als überlegen gilt. Die Geschichte des E-Autos begann vor fast 200 Jahren (nachzulesen auf Driver and Car), aber so weit müssen wir gar nicht zurück. Im Zusammenhang mit der Sendung Löwenzahn tun’s auch 43 Jahre.

Fischer Viator 4.2i
Fischer Viator 4.2i
Das Fischer Viator 4.2i punktet mit kräftigem Mittelmotor, ordentlicher Akkugröße und einem insgesamt sehr soliden Ausstattung. Es ist zudem geprüft für Kinderanhänger.

Peter Lustig und sein E-Golf

So neumodisch, wie so mancher über E-Autos denkt, sind die elektrischen Karossen gar nicht. Werft euren Blick auf Beweisstück A, eine Szene aus der Serie Löwenzahn von 1983.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Das ist zu sehen: Peter Lustig kommt hinter einem Tanklaster zum Stehen. Welch Ironie: Der Fahrer, der Benzin ausliefert, ist wegen eines leeren Tanks liegengeblieben. Das kann Peter nicht passieren, denn er fährt nicht Benzin. Das kann der Tanklasterfahrer zunächst gar nicht glauben, öffnet die Motorhaube – und findet nur eine klotzige Batterie. Auch der Einfüllstutzen entpuppt sich als Steckdose.

Für uns sind Elektroautos normal, doch vor 43 Jahren war Peters Auto noch ein Paradiesvogel.

Was ist das für ein Auto?

Bei Peters grünem Flitzer handelt es sich um einen Elektro-Golf 1. Er lief 1976 das erste Mal vom Band – nur zwei Jahre nach dem ersten Verbrenner-Golf. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Serienfahrzeug, sondern einen Prototypen.

De technischen Daten lesen sich laut VW wie folgt:

  • Antrieb: Gleichstrom-Elektromotor an der Vorderachse
  • Leistung: 20 kW (27 PS)
  • Getriebe: 4-Gang-Schaltgetriebe
  • Batterie: Bleisäure-Akku
  • Batteriekapazität: 13,4 kWh
  • Batteriesystem: 16 Bleiakkus à 6 Volt
  • Beschleunigung: 0–50 km/h in ca. 13 Sekunden
  • Ladezeit: ca. 12 Stunden
  • Lademöglichkeit: 220-Volt-Haushaltssteckdose

VWs erstes Elektroauto war grün – grün wie »gut für die Umewelt«. (Bildquelle: VW) VWs erstes Elektroauto war grün – grün wie »gut für die Umewelt«. (Bildquelle: VW)

Am Ende der Szene wirft der LKW-Fahrer ein, dass man zum Gewinnen von Strom ja auch Erdöl braucht. Das verneint Peter und verweist auf Wasserkraft und Sonnenenergie. Zwar hat er Windenergie nicht genannt, aber so oder so wachsen erneuerbare Energien in allen Sektoren, so das statistische Bundesamt.

Obschon VW sich in einer Krise befindet (via NDR), glaubt der Konzern, dass E-Autos die Zukunft sind. Jetzt muss der Autobauer nur beweisen, dass das keine Lippenbekenntnisse bleiben, und beim etwaigen Konzernumbau da E-Auto auf dem Zettel haben.

Dann kommen wir Peters letztem Satz in obigem Clip schon ziemlich nahe: »Einestages, wenn wir weiter erfinden und nachdenken, dann kriegen wir vielleicht all diese Benzinstinker von der Straße«.


Kommentare(2)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.